Aufbrechen

12. Kontakt-Kulturfestival - Konversionsgelände Rewind

Aufbrechen

 Am Donnerstag, den 17. März war Schlüsselübergabe. Die BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) öffnet damit die Türen für das Festival draußen in der Stadt, Teil 2. Zumindest für die Organisatoren. Denn wenn vom 26.05. bis 29.05.2016 die Tore für die Besucher aufgehen, gibt es wieder jede Menge zu tun. Das Gelände muss umzäunt, mehrere Räume und eine große Freifläche erschlossen werden. Das Projekt „Zwischennutzung für kulturelle Zwecke“, ein wesentlicher Aspekt des Festivals, steuert auf einen neuen Höhepunkt zu. Wurden im letzten Jahr, in unmittelbar maximal 200 Metern Luftlinie Entfernung, mit Reithalle, KfZ-Werkstatt und der Freifläche dazwischen ca. 12.000 m² temporär zum Kulturraum erweckt, beabsichtigt das 30- bis 40köpfige Team diesmal 15.000 m² zur Kulturlandschaft mit verschiedenen Ebenen umzugestalten. Barrierefrei! Die einstige Posthalle, eine kleine Sporthalle und der lange Flügel entlang der Weißenburger Straße, Ecke Zollnerstraße sowie eine Technikhalle sollen in einen überdachten Gastrogarten, eine Ausstellungshalle, Räume für Workshops und Bildungsangebote sowie zwei große Veranstaltungssäle verwandelt werden. Ein Symposium, Konzerte, Theateraufführungen, Parties mit international renommierten DJs und vieles mehr, sollen in dieser Kultur-He(e)rberge (auf Zeit) stattfinden. Ergänzt werden die vorhandenen Räume durch ein Zirkuszelt. Das übergeordnete Motto hierbei lautet „Aufbrechen“. Und das in mehrfachem Sinne: Es geht darum Traditionen und Strukturen aufzubrechen, um einen Aufbruch, verstanden als Bewegung, im Sinne von sich zu etwas hinbewegen und Aufbrechen im schlicht technischen Sinne des zugänglich Machens des Geländes. Lokale, regionale, nationale und internationale Künstler werden sich gegenseitig die Klinken und Mikros in die Hände geben. Dr. Umwuchts Tanzpalast, Oporto, Trecker, The Dead Brothers, Gnucci oder Djane Marcelle stehen bereits auf der Haben-Seite. Didi Neidhart auf der Gästeliste für die Symposiums-Prominenz zum Thema Pop & Migration. Auch werden Freie Theatermacher Szenen aus der Ankunfts- und Rückführungseinrichtung Bamberg als Doku-Theater aufführen. Am restlichen ergiebigen Soll wird auf Hochtouren gearbeitet. Die Erfahrung lehrt: 1000 und mehr Helferschichten zu jeweils 90 Minuten müssen eingeteilt werden. Dies steht und fällt mit zahlreichen Freiwilligen, die sich ab sofort beim Kontakt-Team melden können: https://kontakt-bamberg.de

 

 

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Die Einbauten im Postal Service Center müssen komplett entfernt werden, Foto © Oliver Will

Das aktivieren von Strom, aber auch Wasseranschlüssen und vieles mehr bildet eine riesige logistische Herausforderung, Foto © Oliver Will

Oliver Will
23.03.2016

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