Bayerische Landesausstellung 2013

9. Mai bis 13. Oktober 2013, Kunsthalle Schweinfurt, täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr

Bayerische Landesausstellung 2013

 Die Geschichte Bayerns ist eng mit seinen Gewässern verbunden. Flüsse wie der Main prägten die Landschaften und bestimmten jahrhundertelang das Leben der Menschen, die als Schiffer, Flößer, Fischer, Fährleute, Leinreiter oder Sandschöpfer auf und mit dem Wasser arbeiteten. Der Main bildet darüber hinaus zusammen mit dem Main-Donau-Kanal, dem Rhein und der Donau eine rund 3500 Kilometer lange schiffbare Wasserstraße, die eine Verbindung zu den Weltmeeren herstellt.

„Main und Meer“ zeigt die kulturhistorische Bedeutung eines fließenden Gewässers in zahlreichen Facetten auf. Ferner werden naturwissenschaftliche und ökologische Themen angesprochen, die Bezüge zur Gegenwart bzw. zur jüngsten Vergangenheit herstellen oder auch in die Zukunft weisen. Im Blickpunkt stehen zudem die - manchmal ungewöhnlichen - Verbindungen Bayerns zu den Ozeanen. 

In wirtschaftsgeschichtlicher Hinsicht dienten Fließgewässer von Beginn an dem Handel und Transport. Das gilt für künstliche Wasserstraßen wie den 1846 eröffneten Ludwigskanal oder den 1992 fertig gestellten Main-Donau-Kanal, aber auch für den Main selbst. Wasserfahrzeuge wie Schelche, Segelschiffe, Kettenschiffe, Dampfschiffe oder Flöße befuhren das Flusssystem in Franken. Hafenanlagen und groß angelegte Kanalprojekte veränderten ganze Landschaften mit zum Teil einschneidenden Folgen für das Leben am und im Wasser.

Einerseits war Wasser ein Motor für Wirtschaft und Siedlung, andererseits konnte es weitreichende zerstörerische Auswirkungen haben. Unwetter, Eisgang, Hochwasser und andere Katastrophen gefährdeten immer wieder Leben und Eigentum der Menschen am Main und anderen Flüssen. Trotz hoch entwickelter Schutzsysteme stellt das Hochwasser in zahlreichen Ortschaften nach wie vor ein großes Risiko dar.

Die Künstler setzten sich ebenfalls mit dem Sujet „Main“ auseinander und schufen Bilder von romantischen Flusslandschaften. Und nicht zuletzt sind im Fluss auch Schätze verborgen - die Perlen der selten gewordenen Flussmuschel, versenkte Schwerter, Einbäume oder die Hinterlassenschaften unserer Wohlstandsgesellschaft.

Aus naturwissenschaftlicher Sicht geht es bei „Main und Meer“ um Wasser als Lebensgrundlage und um die Tierwelt im Main. Die Landesausstellung nimmt die Qualität der bayerischen Gewässer oder den persönlichen Wasserverbrauch in den Blick - auch das „virtuelle Wasser“, das in unseren Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen steckt. Thematisiert wird schließlich auch die Ressource Wasser in der Zukunft, die manche Überraschungen, Visionen und Fragen birgt: Wasseraufbereitung, die ungewisse Klimaentwicklung am Main oder die Aufstauung des Mittelmeers.

Die facettenreiche Verbindung von Kulturgeschichte und Naturwissenschaft führt immer wieder in die Gegenwart. Alltagsgegenstände, technische Exponate und Modelle, kulturgeschichtliche Objekte, Kunstwerke, Computeranimationen und Aktivstationen sprechen die Sinne an und laden Kinder und Erwachsene ein, in die aufregende Flussgeschichte des Mains einzutauchen.

 

Die Themen:

 

Der Main - Name und Eindrücke

Der Kunstschaffende - Kunst am Main

Der Winzer - Main und Wein

Der Lebensspender - Treibstoff des Lebens

Der Geheimnisträger - Schätze im Fluss

Der Zubringer - Kanäle und Wasserbau 

Der Seefahrer - Bayern blickt zur See

Der Unheilsbringer - Gefahren und Katastrophen

Der Arbeitgeber - Flussberufe auf dem Main

Der Schiffsführer - vom Schelch zum Schubverband 

Der Visionär - Zukunfts(alb)träume

Eintrittspreise:

Erwachsene 8 €, Ermäßigt 6 €,

Familienkarte 16 €, Schüler im

Klassenverband ohne Führung 1 €,

Jugendliche 6 bis 18 Jahre 2 €,

Jugendliche ermäßigt 1 €,

Audioguide 2 €,

Mitmachheft für Kinder 1 €

Weiterführende Links:

www.hdbg.de

 


04.04.2013

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