Max Pechstein auf Reisen

Utopie und Wirklichkeit - 1. Juni bis 1. September 2013

Max Pechstein auf Reisen

Max Pechstein, der ehemalige „Brücke“-Maler und Mitbegründer der Gruppierung „Neue Secession“ ist für seine expressiven, farbintensiven Landschaftsdarstellungen und Porträts bekannt. Neben Aufenthalten in Italien und Paris waren es vor allem abgeschiedene schöne Landstriche, in denen er zu leben vorzog: die Pommersche Küste, die Kurische Nehrung oder Ligurien, damals vom Tourismus noch weitgehend unberührt. Die Landschaften und die Menschen, die in ihnen lebten waren sein Thema. Die Natur diente ihm als unerschöpfliche Inspirationsquelle. Motive wie Akte, Badende, Bauern, Steinträger oder Fischer verarbeitete er in seiner experimentierfreudigen Kunst. Ähnlich wie Gaugin zog es den Eremiten in die Südsee. Ab 1914 bezog er das Paradies in der Ferne und fand die Ursprünglichkeit des Lebens, die er so sehnlich suchte. In Aquarellen, Holzschnitten, Tuschezeichnungen und Ölgemälden ist sein Aufenthalt dokumentiert. Obwohl Max Pechstein immer wieder Ausstellungen gewidmet wurden, spielte der Aspekt des Reisens als übergreifendes Thema bisher keine Rolle. Dabei entstand der Großteil seines Œuvres weitab der Heimat. Die Ausstellung „Max Pechstein auf Reisen“ fokussiert die Aufmerksamkeit erstmals auf diejenigen Arbeiten seines Werks, die auf den zahlreichen Studienfahrten und Auslandsaufenthalten des Künstlers basieren. Die Schau zeigt viele bisher noch nie präsentierte Werke, vor allem Reiseskizzen. Sie umfasst insgesamt rund 90 Arbeiten auf Papier, darunter gestaltete Postkarten, Briefe und Seiten aus den Reisebüchern, sowie 20 starkfarbige Ölgemälde. Im Zusammenhang mit Briefzitaten wird Pechsteins Auffassung von Natur und seine Vorstellung von der Einheit von Kunst und Leben anschaulich.

 

Information:

 

Museum im Kulturspeicher Würzburg
Oskar-Laredo-Platz 1
97080 Würzburg
Sa., 01. Juni –
So., 01. September 2013

 

Öffnungszeiten:
Dienstag 13-18 Uhr
Mittwoch 11-18 Uhr
Donnerstag 11-19 Uhr
Freitag, Samstag, Sonn-
und Feiertag 11-18 Uhr
montags geschlossen
Das Haus ist barrierefrei.

Bild © Pechstein, Hamburg/Tökendorf
01.07.2013

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