"NICHTLACHENDE FROHSTOFFE" - AUF TOUR

DER KABARETTIST, KOMPONIST UND MUSIKER WILLY ASTOR IM GESPRÄCH

Es ist wieder einmal soweit. Unter dem Motto „Nachlachende Frohstoffe“ gibt es im Januar Neues vom Oral-Apostel Willy Astor zu sehen und zu hören. Und zwar am 07. Februar ab 20.00 Uhr in der Bamberger Konzerthalle. Sich neu erfinden, das ist die große Magie beim Schreiben und Willy Astor hat es wieder einmal geschafft. Bei seinen Fans stößt er damit bereits auf große Resonanz. Nicht weiter verwunderlich also, dass für seine Tournee bereits bis in den Dezember 2014 hinein Auftritte gebucht sind. Da lohnt sich doch einmal der Blick hinter die Kulissen, hinein in das Leben und die Diskographie des Münchner Entertainers.

 

 

Sie haben ja zunächst ganz herkömmlich eine Lehre als Werkzeugmacher und als Maschinenbautechniker abgeschlossen, aber parallel Gitarre zu spielen gelernt und ab Mitte der 80er Jahre erste Bühnenerfahrung gesammelt. Ab wann konnten Sie als Künstler Ihren Lebensunterhalt bestreiten?

 

Astor: Nach ungefähr fünf Jahren, so ab Beginn der 90er, vor allem durch meine ersten erfolgreichen Kabarett-Nummern. Ich habe immer die Veranlagung gespürt als Komödiant zu arbeiten, da hat mich auch meine Familie geprägt. Und mein Schlüsselerlebnis der Kunst treu zu bleiben hatte ich bereits als 16jähriger beim Gitarrenunterricht. Die Gitarre ist bis heute mein wichtigster Wegbegleiter in guten wie in schlechten Tagen.

 

 

Machen Sie Unterschiede zwischen Ihrer Arbeit als Kabarettist, Komponist und Musiker?

 

Astor: Nein, bei mir kommt der Humor direkt vom Erzeuger. Die Erfindungen die ich mache sind alle meine Kinder und denen bringe ich gleich viel Liebe und Respekt entgegen. Für mich ist es eine Art Sinn des Lebens, die Menschen zum lachen zu bringen. Ich sehe den Beruf des Komödianten dabei als wirkliches Handwerk an.

 

 

Ihr großer Durchbruch kam in den Jahren 1990-1999 auf Antenne Bayern mit der Comedy-Sendung „Die Feuchtgrubers“. Diese war unglaublich erfolgreich, haben Sie da jemals an eine Fortsetzung gedacht?

 

Astor: Sollte ein Sender da Interesse haben, würde ich sicher für die ein oder andere Staffel mit mir reden lassen. Aber mit der Brechstange sollte dies nicht erzwungen werden, ich habe durchaus genügend andere Projekte zu bearbeiten und muss mich nicht anbiedern.

 

 

Bei meiner Recherche zum Interview ist mir aufgefallen, dass Sie zusammen mit Stephan Lehmann 1998 die FC Bayern München-Hymne „Stern des Südens“ geschrieben haben.  Sind Sie Mitglied des Vereins oder zumindest ein Fan?

 

Astor: Fan schon, Mitglied nicht. Aber ich habe immer wieder die Möglichkeit den FC Bayern München in der Allianz-Arena live zu erleben und wenn dann 70.000 BesucherInnen das Lied singen, das ist schon ein großartiges Erlebnis.  Lustigerweise sind wir damals mit dem Mofa zu Uli Hoeness gefahren, haben einen Termin bekommen, haben ihm das Lied vorgestellt und er hat zugestimmt es als Hymne zu verwenden. Im Anschluss startete übrigens auf Bayern 3 der wöchentliche Comedy-Beitrag „Willys Wortstudio“.

 

 

Sie sind ja auch sozial sehr engagiert, zuletzt mit dem Cpt. Nepomuk´s Friendly Heart Choir Club. Was hat es sich damit auf sich?

 

Astor: Ich habe da zusammen mit Freunden die Hochwasseropfer in Bayern unterstützt. Es sind da einige Zehntausend Euro zusammengekommen und es ist schön zu sehen, was Solidarität mit den Geschädigten so alles bewirken kann.

 

 

Seit 1987 haben Sie zahlreiche Veröffentlichungen zwischen Kabarett und Musik herausgebracht, daneben auch Bücher geschrieben. Da gab es dann auch schon mal die ein oder andere Auszeichnung wie u.a. den Bayerischen Kabarettpreis dafür. Jetzt präsentieren Sie Ihr aktuelles Programm „Nachlachende Frohstoffe“, worum geht es dabei?

 

Astor: Um regionenspezifische Songs, die ich meinen Publikümern als Dank für schöne Abende schenke. Wenn jemand auf die deutsche Sprache steht, hat er sicher seinen Spass bei mir. Da gibt es dann auch mal einen HipHop Marke „Pubatier is inda house“ zu hören, oder das ganz neue „Hängereh – Die Geschichte von Gista“. Und mein neues Programm ist durchaus familientauglich, soviel sei an dieser Stelle verraten.

 

 

Was uns zu den Aussichten für das Jahr 2014 bringt. Was dürfen die Fans denn da von Ihnen erwarten?

 

Astor: Mit „Hängereh“ gab es ja schon einen Teaser für die nächsten Monate. Parallel zur Tournee wird im Frühjahr mein erstes Kinderalbum „Kindischer Ozean“ veröffentlicht. Die Aufnahmen dazu sind bereits fertig produziert.

 

 

Interview: Frank Keil

Copyright Foto: Pressefoto Willy Astor

INFORMATION:

WEITERE INFOS ZU WILLY ASTOR: www.willyastor.de

 

Frank Keil
09.01.2014

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