Weder Klagen noch Zagen

Die 49. Würzburger Bachtage versprechen einmal mehr aufschlussreiche Begegnungen mit dem Werk des Thomaskantors

Weder Klagen noch Zagen

 10 Tage währen die Würzburger Bachtage heuer und werden – ein Jahr vor der Jubiläumsausgabe – wieder mit einem abwechslungsreichen und anspruchsvollen Programm aufwarten. Der Festakt zur Eröffnung im Toskanasaal der Residenz ist am 23. November, der Ausklang mit einem Festgottesdienst inklusive Bachkantate am 3. Dezember. Dazwischen gibt es die verschiedensten Formate, vom Orgelkonzert bis zum „Weihnachtsoratorium für Kinder“. Nach der Eröffnung beginnt es am 25. November gleich großformatig: Händels Oratorium „Messias“ erklingt in der St. Johanniskirche in der Fassung von Mozart. Bachchor und Bachorchester Würzburg musizieren unter der Leitung von Matthias Querbach. Der Sonntag gehört ganz der Gattung Kantate, denn sowohl morgens im Gottesdienst (mit „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ BWV 12) als auch abends (mit den Kantaten BWV 125 und 126) widmet man sich dem diesbezüglich so reichen Schaffen J.S. Bachs. Das Abendkonzert, ebenfalls in St. Johannis, steht unter der musikalischen Leitung von Martin Sturm.

Dem Orgelkonzert im Kiliansdom am 27. November unter dem Motto „Johann Sebastian Bach – Das Original und französische Bearbeitungen“ (an der Orgel: Domorganist Stefan Schmid) folgt anderntags ein Orchesterkonzert in Kooperation mit der Hochschule für Musik in deren großem Saal – natürlich auch mit Werken des Thomaskantors, aber auch solchen der Zeitgenossen Telemann und Händel. Am 29. November fordert die A-Capella-Band „Viva Voce“ dazu auf, „Ein Stück des Wegs“ mitzugehen und lässt sich dabei nach dem Cross-Over-Prinzip auch auf Gospels, Spirituals oder Songs der Beatles ein. Tags drauf gibt es ein Chor- und Orchesterkonzert zu hören, bei dem nicht nur Bachs prächtiges „Magnificat“ auf dem Programm steht, sondern auch Kantaten J.S. Bachs und seines Sohnes Carl Philipp Emanuel. Die Leitung hat der Leipziger Gast Justus Merkel.

Der 2. Dezember ist zunächst den Kindern und der Jugend gewidmet, denn im Toskanasaal wird als Matinee ein „Förderkonzert für junge Künstler“ geboten, während der Nachmittag dem schon erwähnten „Weihnachtsoratorium für Kinder“ gehört. Das ausgewachsene „Weihnachtsoratorium“ Bachs, bzw. dessen Teile I-III, wird dann am Abend in der St. Johanniskirche aufgeführt. Der Bachchor und die der historisch orientierten Spielweise verpflichtete „La strada armonica“ musizieren unter der Leitung von Matthias Querbach, dem auch die künstlerische Gesamtverantwortung für das Festival obliegt. Der Festgottesdienst mit Bachkantate am nächsten Vormittag lässt die 49. Würzburger Bachtage angemessen ausklingen.

 

Fotocredits:
Konzert „Solus Christus Passion“, Foto © Bachtage Würzburg

Martin Köhl
04.10.2017

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