Tranken die Wagners Met? Womöglich aus Hörnern?

Eine Vorschau auf die Veranstaltungen und Fahrten des Richard-Wagner-Verbands Bamberg

Tranken die Wagners Met? Womöglich aus Hörnern?

 Bamberg. Was eine Wagnertuba ist, wissen jetzt schon etliche Musikfreunde mehr: Nach dem fulminanten Auftakt mit Christoph Eß, dem beliebten Solo-Hornisten der Bamberger Symphoniker, der das Instrument in Wort, Bild und Ton vorstellte, geht es im Halbjahresprogramm des Richard-Wagner-Verbands Bamberg (RWV) gleich mit prominenter Besetzung weiter: mit der Schauspielerin und Wagner-Urenkelin Daphne Wagner und ihrem Mann, dem Schriftsteller Tilman Spengler, die im Oktober erstmals nach Bamberg kommen.

Die beiden werden unter anderem die brennende Frage beantworten, ob es bei den Wagners  Met zu trinken gab – womöglich aus Hörnern? Am 24. Oktober um 19.30 Uhr bestreitet das Künstlerpaar aus München im großen Saal der Volkshochschule Bamberg Stadt (Tränkgasse 4) auf der Grundlage seines Buchs „Zu Gast bei Wagner“ eine kulinarische Lesereise durch Küche, Keller und Speisesaal von Richard Wagners Villa Wahnfried in Bayreuth. Der Eintritt zu der Veranstaltung des RWV in Kooperation mit der VHS Bamberg Stadt ist frei.

Künstlerisch geht es auch im folgenden Monat weiter. Am 9. November um 19.30 Uhr gibt es im Spiegelsaal der Harmonie (Schillerplatz 7) das traditionelle Stipendiatenkonzert. Der in Bamberg und in den Haßbergen aufgewachsene Kontrabassist Justus Böhm darf 2018 auf Kosten des RWV zu den Stipendiatentagen bei den Bayreuther Festspielen. Mit seinem Salzburger Studienkollegen Dominik Schramm (Gitarre) und RWV-Mitglied Harald Schneider (Klavier) bestreitet er schon vorab sein Stipendiatenkonzert. Auf dem Programm stehen unter anderem Werke von Frédéric Chopin, Chick Corea, Carl Ditters von Dittersdorf, Hans Fryba, Serge Koussevitzky und Astor Piazzolla. Der Eintritt ist frei.

Zur Abrundung des Schwerpunkthemas „Parsifal“ läuten dann am 25. November Gralsglocken. Per Bus geht es um 15 Uhr nach Bayreuth und ins Steingraeberhaus, wo der Chef der Klaviermanufaktur Udo Schmidt-Steingraeber im Kammermusiksaal seinen Vortrag über die  Gralsglocken-Instrumente präsentiert und durch das Anwesen und die Klavierfabrik an der Friedrichstraße führt. Anschließend folgt mit Speis & Trank und der Einstudierung des Glockenjodlers das Jahresabschlussfest im berühmten Festspiellokal Eule. (Für Vereinsmitglieder ist die Busfahrt kostenlos, Anmeldung und Platzreservierung an: reisedienst-rwv-bamberg@t-online.de)

Womit das Veranstaltungsjahr 2017 noch nicht zu Ende ist. Denn am 16. Dezember um 13 Uhr folgt eine Opernfahrt nach Landshut, zum „Rosenkavalier“. Nach einem kleinen Stadtbummel im Zentrum mit Weihnachtsmarkt folgt um 18 Uhr im Theaterzelt die Neuinszenierung der Oper „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss durch das erfolgreiche „Tristan“-Team mit Dirigent Basil Coleman, Intendant und Regisseur Stefan Tilch im Bühnenbild von Karlheinz Beer, einem Bamberger Künstler und Mitglied des RWV. (Anmeldung an: reisedienst-rwv-bamberg@t-online.de oder unter Telefon 09194/4645 bei Dr. Jürgen Gröbel)

Das neue Jahr beginnt mit dem Auftakt zum „Ring“-Schwerpunkt: Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ wird nicht nur 2018 das zentrale Thema der Vorträge und Opernfahrten des RWV Bamberg sein. Am 9. Januar um 19.30 Uhr gibt Kai Weßler im Hotel Bamberger Hof (Schönleinsplatz 4) eine erste Einführung. Der Dramaturg am Staatstheater Nürnberg ist berühmt für seine frei und ziemlich schnell gesprochenen, aber umso gehaltvolleren Operneinführungen. Der Eintritt ist frei. Der erste „Ring“-Besuch folgt auf dem Fuß. Am 13. und 19. Januar sowie am 3. und 11. Februar stehen die bereits  ausgebuchten Fahrten zum Münchner „Ring“ unter Dirigent Kirill Petrenko auf dem Programm.

Und der nächste „Ring“ lässt nicht lange auf sich warten. Am 14. Februar um 19.30 Uhr stellt Patrick Wurzel, Operndirektor am Theater Chemnitz, im Hotel Bamberger Hof unter dem Motto „Weiblicher war noch kein Ring“ das Projekt seines Hauses vor, wo erstmals eine Produktion des Vierteilers in der Regie von vier verschiedenen Frauen – Verena Stoiber, Monique Wagemakers, Sabine Hartmannshenn und Elisabeth Stöppler – entsteht. Ab Ende März folgen jeweils Fahrten zu den Vorstellungen im Opernhaus Chemnitz. Ein Flyer zu diesen Aktivitäten liegt auf. Terminänderungen sind vorbehalten, aktuelle Infos unter www.rwv-bamberg.jimdo.com


Fotocredits:
Tilman Spengler und Daphne Wagner Foto © Angelika Lehne-Döring

 


06.10.2017

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