Diverse „Sträuße“ und „Himmlische Klänge“ zum Jahresende

Die symphonischen Programme der fränkischen Orchester und Konzertveranstalter in den Monaten Dezember und Januar

Diverse „Sträuße“ und „Himmlische Klänge“ zum Jahresende

 Die Bamberger Symphoniker beginnen den Dezember mit einem Sonderkonzert, das der konzertanten Darbietung von Mozarts „Don Giovanni“ gewidmet ist. Die Aufführung am 1. Dezember unter der Leitung des Chefdirigenten Jakub Hrusa wird drei Tage später in der Hamburger Elbphilharmonie (!) wiederholt. Nach einem weiteren Konzert der Aboreihe A am 16. Dezember steht zum Jahresende einmal mehr die „Neunte“ Beethovens auf der Tagesordnung. Am 10. Januar kommt die Junge Deutsche Philharmonie (Dirigat: Ingo Metzmacher) auf Einladung der Symphoniker nach Bamberg, das heimische Orchester spielt dann wieder am 13./14. des Monats Abokonzerte unter der Leitung Lahav Shanis, weitere am 17./18. unter dem Dirigat des Chefdirigenten und am 28. Januar mit Andrey Boreyko als Stabführer.

Beim Philharmonischen Orchester des Landestheaters Coburg steht am 13./15. Januar das vierte Sinfoniekonzert an. Werke von der Barockzeit (Marais, Vivaldi, Graun) bis zur Moderne (Erkki-Sven Tüür) stehen auf dem Programm. Die Violine spielt Daniel Sepec, die Leitung obliegt ebenfalls dem Solisten.

Im Stadttheater Fürth gastieren die Stuttgarter Philharmoniker am 6./7. Januar für zwei Neujahrskonzerte. Das Programm wird mit Werken von Dvorák, Shaw und Gershwin sehr amerikanisch geprägt sein. Solist ist der Klarinettist Andy Miles, es dirigiert Noam Zur.

Die Hofer Symphoniker beginnen den Dezember mit ihrem vierten Symphoniekonzert, das solistisch die Trompete in den Vordergrund stellt. Werke von Alexander Glasunow, Wolfgang A. Mozart, Richard Strauss und Joseph Haydn (dessen Trompetenkonzert erklingt) stehen am 1. Dezember auf dem Programm. Den Solopart spielt Matthias Höfs, die Leitung hat „Conductor in Residence“ Hermann Bäumer. Das fünfte Symphoniekonzert folgt im Neuen Jahr: am 19. Januar gastieren dann der Dirigent Elias Grandy und der Violoncellist Julian Steckel in Hof. Sie haben eine Ballettsuite von dem wieder entdeckten Komponisten Mieczyslaw Weinberg im Gepäck, außerdem Edward Elgars Violoncellokonzert und die 5. Symphonie von Dmitrij Schostakowitsch.

Die Staatsphilharmonie Nürnberg bietet zum Jahresende „Zauberflöte und Glockenspiel“ an (17. und 21. Dezember) sowie ein Jugendkonzert am 13. unter dem Motto „Die perfekte Oper“. Im Januar wird vom 3. bis 6. gleich dreimal das Neujahrskonzert mit Werken diverser „Sträuße“ im Opernhaus geboten. Das dritte Philharmonische Konzert mit Werken Dmitrij Schostakowitschs folgt am 19. Januar unter dem Motto „Lärm der Zeit“ in der Meistersingerhalle. Kammerkonzerte finden am 17. Dezember („27 Mondgesänge“) und 21. Januar („Vier spielen Quartett“) im Gluck-Saal statt.

Bei den Nürnberger Symphonikern stehen im 9. Abonnementkonzert (16. bis 18. Dezember) „Himmlische Klänge“ an, was auch kein Wunder ist, denn schließlich gibt’s auch etwas aus Mozarts „Zauberflöte“ zu hören. Besonders gespannt sein darf man auf die ARD-Preisträgerin Agnès Clément (Harfe), die im Frühling auch beim Musikverein Bamberg ihr Debüt geben wird. Die drei folgenden Symphoniekonzerte in der Meistersingerhalle tragen die mottoartigen Titel „Von Wien in den Orient“ (5./6. Januar), „Minimal – Maximal“ (21. Januar) und „Tag und Nacht“ (27. Januar). Dann beginnt allmählich die Vorfreude auf den Amtsantritt des neuen Chefdirigenten Kahchun Wong, der sein Debüt im März geben wird (wir berichten noch).

Im Theater der Stadt Schweinfurt gastieren die Bamberger Symphoniker gleich zweimal im Januar (12. und 27.) und bringen auch bei beiden Konzerten Musik von Bach im Notenkoffer mit. Etwas Vergnügliches haben sich die Schweinfurter zum Jahresende ausgedacht: Das Silvesterkonzert steht unter dem Motto „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ und verspricht einen vergnüglichen Streifzug durch die Musik der wilden 1920er und 1930er Jahre. Es spielt das Salonorchester „La Rose Rouge“.

Auch das Philharmonische Orchester Würzburg hat sich für sein Konzert zum Jahreswechsel, das sowohl am 30. Dezember als auch am 1./2. Januar stattfindet, für Beethovens „Neunte“ entschieden. Am Dirigentenpult steht Generalmusikdirektor Enrico Calesso.

Wichtig zu erwähnen sind auch Konzertvereine- und agenturen, die symphonisch geprägte Abende auf Einladungsbasis veranstalten. Beim gve Erlangen gastiert am 11. Dezember (in der Heinrich-Lades-Halle) das Münchner Kammerorchester mit einem barocken Programm und dem Solisten Maurice Steger. Die Leitung hat Clemens Schuldt. Hörtnagel Konzerte in Nürnberg bietet am 1. Dezember in der Meistersingerhalle einen Abend mit dem von Constantinos Carydis geleiteten Mozarteum Orchester Salzburg an, der u.a. die sehr bekannte und hochgeschätzte Geigerin Arabella Steinbauer präsentiert.

Bei den Kulturfreunden Bayreuth gastieren die Bamberger Symphoniker am 16. Dezember unter der Leitung Christoph Eschenbachs mit einem Mendelssohn-Programm, u.a. mit der jetzt so aktuellen „Reformationssymphonie“. Im Neuen Jahr gestaltet die Russische Kammerphilharmonie unter dem Dirigat von Enrique Ugarte das Auftaktkonzert mit einem sehr originellen Programm, denn es kommt neben der Klarinette auch das Akkordeon als Soloinstrument zur Geltung. Da kann man sich schon denken, dass bei den aufgeführten Werken auch Astor Piazzola unter den Komponisten ist…

 

Fotocredits:
Stadttheater Fürth, Foto © Stadttheater Fürth

Martin Köhl
30.11.2017

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