„FREM DVERTRAUT  WISSEN ZU DE NKEN   KESS SCHMECKEN“

Ein Kunstwerk für den Erweiterungsbau des Jüdischen Museums Franken

„FREM DVERTRAUT  WISSEN ZU DE NKEN   KESS SCHMECKEN“

 Die Kulturstiftung Fürth im Sondervermögen der DT Deutsche Stiftungstreuhand AG Fürth hat den Kunstwettbewerb für den Erweiterungsbau des Jüdischen Museums Franken in Fürth unter Beteiligung des Jüdischen Museums Franken mit dem Ziel ausgelobt, ein eigenständiges Kunstwerk zu realisieren, dass sich mit dem Ort, der jüdischen Geschichte Fürths und der geplanten Nutzung als Museum auseinandersetzt. Eingeladen waren die Künstler Böhler & Ohrendt, Dagmar Buhr und Michaela Meliàn.

Am 15. Dezember 2017 hat das Preisgericht unter Vorsitz von Jochen Flinzer, Professor für Freie Kunst und Kunstpädagogik an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, aus zwei eingereichten künstlerischen Entwürfen die Arbeit der Nürnberger Künstlerin Dagmar Buhr einstimmig zur Realisierung empfohlen.
 
Der Entwurf mit dem Titel „FREM DVERTRAUT  WISSEN ZU DE NKEN   KESS SCHMECKEN“ ist eine Textarbeit, die mit auf die Wand aufgespachtelten, leicht erhabenen Buchstaben realisiert wird. Drei Wortpaare werden in verschiedenen Räumen auf die Wand geschrieben. Eigenwillige Silbentrennungen, ganz wesentlich für Dagmar Buhrs Arbeiten, greifen in die Grammatik ein und sorgen für Irritationen. Die Wortpaare spiegeln die intensive Auseinandersetzung mit der fränkisch-jüdischen Geschichte, der jüdischen Alltagskultur und mit Fürth als Zentrum jüdischen Geisteslebens wider. Die immense Bedeutung von Texten im Judentum wurde für die Künstlerin zum Auslöser ihrer Arbeit. Die Sachlichkeit des Entwurfs fügt sich in die klaren Formen der Architektur des Hauses und bietet den Besuchern durch geschickt gewählte Blickachsen immer wieder neue Verbindungen und Interpretationsmöglichkeiten. Die Jury ist der Auffassung, dass Dagmar Buhrs Entwurf nicht nur der Aufgabenstellung der Auslobung entspricht, sondern als hervorragender künstlerischer Eingriff den Erweiterungsbau des Jüdischen Museums bereichern wird.

Die Wettbewerbsentwürfe werden vom 9. bis 12. Januar 2018 öffentlich ausgestellt. Der Ort wird noch bekannt gegeben.

 

Fotocredits:

Jüdisches Museum Franken, Erweiterungsbau © Jüdisches Museum Franken
 

pm/red
19.12.2017

Eure Meinung? Leserbrief verfassen