R.I.O.-Clubtour 2018

Die Gewinner von „Rock in Oberfranken“ gehen auf Tour

R.I.O.-Clubtour 2018

 Nicht erst seit 16 Jahren schon hat sich Oberfranken als Schmelztigel für Rock- und Indiebands bewiesen: Immer wieder entwickelten sich, vor allem auch in musikalischen Subkulturen, Bands, die sich am Ende bundes- oder gar weltweit zu absoluten Shootingstars entwickelten. Dieser Tradition folgend hat der Bezirk Oberfranken 2002 den Talentewettbewerb R. I. O. in Oberfranken aus der Taufe gehoben. Eine bis heute wegweisende Veranstaltung, die jungen Bands auch über die Stadtgrenzen ihrer jeweiligen Heimatorte hinaus die Möglichkeit gibt, sich zu präsentieren.

Alljährlicher Höhepunkt des Spektakels ist die Clubtour, während der sich die jeweiligen Sieger der Vorentscheide gemeinsam auf die Bühne begeben und das sonst so beschauliche Oberfranken rocken. Am 9. Februar (Bayreuth, Zentrum, 20 Uhr), einen Tag später im Coburger Domino (20 Uhr), am 15. im Sound-n-arts (Bamberg, 20 Uhr), tags darauf in Lichtenfels (Paunchy Cats, 20 Uhr) rocken die vier Bands gratis, das Finale am 17. Februar in der Hofer Freiheitshalle (14 Uhr) im Rahmen des Your Stage Festival kostet drei Euro Eintritt.
Popularmusikbeauftragter im nördlichsten Bezirk Bayerns ist Samuel Rauch. Seit 2009 leitet er den Jugendtreff „Struwwelpeter“ in Kronach, beerbte drei Jahre später Cornelius „Coco“ Sturm, der als Mastermind für den Wettbewerb herausragende Arbeit geleistet hat. Mit wenigen Mitteln und nicht gerade üppigen (ehrenamtlichen) Kapazitäten ausgestattet, ging Sturm neue Wege: weg vom Gießkannenprinzip und einer Verteilung der Gelder aus vielen kleinen Projekten, hin zu einem konzentrierten Ding. Und dieses Ding war Rock in Oberfranken. Ein Ding, das sich längst etabliert hat und nicht mehr wegzudenken ist aus der Club-Szene der teilnehmenden Städte. Die Maxime ist klar: Bei Vorentscheiden stellen sich die Bands vor, die jeweiligen Sieger gehen gemeinsam auf eine Clubtour. Am Ende steht ein Sieger, der sich Oberfrankens Band des Jahres nennen darf - ein Qualitätsmerkmal, das sich auch monetär bezahlt macht. Den Höhepunkt der Tour 2018 bildet das YourStage Festival in der Freiheitshalle Hof. „Ich freue mich ganz besonders über die Kooperation mit dem YourStage Festival in Hof, das zuletzt über 2.500 Besucher angezogen hat“ sagt Samuel Rauch. „Die Teilnahme an der R.I.O.! Clubtour wird es den Bands möglich machen, für fünf Konzerte quer durch Oberfranken zu touren und am Ende vor dieser tollen Kulisse zu spielen.“ Doch nicht nur die Musiker dürfen sich freuen. Auch das Publikum genießt ein heutzutage alles andere als selbstverständliches Privileg: Der Eintritt zu den Clubkonzerten ist frei – was den Schwaben in Sachen Geiz nur unwesentlich hinterherhinkenden Oberfranken ein Garant für volle Hallen ist. Und es wird wieder einmal ein bunter musikalischer Querschnitt dargeboten: Bastard‘s Breed aus Hof (Thrashmetal), Atomic Void aus Bayreuth (Metal, Hardrock), Walking Men aus Bamberg (Blues-Stoner) und die Apollo Apes aus Coburg könnten verschiedener nicht sein. Während die Coburger groovigen Funkrock – mittels Schlagzeug, Bass, Gitarre und Gesang – ganz wie in den alten Zeiten, repräsentieren, geht es bei den Hofer Thrasmetalern eher diabolisch zu. Ganz in der Tradition von Motörhead und Co. präsentieren sich Atomic Void, inzwischen schon als alte Hasen im Geschäft. Und zu guter Letzt sind da auch noch Walking Men aus Bamberg, ein Duo, das sich einen guten Namen gemacht hat und zuletzt ein bemerkenswertes neues Album auf den Markt brachte. Es verspricht ein Highlight zu werden, wenn die vier Bands gemeinsam auf den Bühnen stehen.

Information

Was ist „R.I.O.“?

Zur Förderung von Bands in den Bereichen Rock, Pop, Indie oder Metal veranstaltet der Bezirk Oberfranken alljährlich die Veranstaltungsreihe R.I.O.! - Rock in Oberfranken. In vier Vorentscheid-Festivals entscheidet eine fachkundige Jury, wer jeweils seine Region bei der R.I.O.! - Clubtour vertreten darf. Den Siegern der Vorentscheide winken professionelle Coachings und die Vermittlung von Auftritten.

 

Fotocredits:

„Walking Men“, Foto © Frederic Freund

Andreas Bär
05.02.2018

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