Theater, Tanz, Konzerte und so viel mehr...

Die April/Mai Highlights in der Nürnberger Tafelhalle

Theater, Tanz, Konzerte und so viel mehr...

 Ja, ist denn das Jahr schon wieder um? Zumindest die Tanz- und Theatersaison in der Tafelhalle ist bereits auf der Zielgeraden in Richtung Sommerpause. In den Frühlingsmonaten darf man sich dabei immerhin auf noch eine Theaterpremiere (Bernhard-Marie Koltès‘ „Roberto Zucco“, 12.4.) sowie zwei letzte Vorstellungen der mit dem Prädikat „wertvoll“ versehenen Produktion Revolution: Alles wird gut! (Brachland, 26./27.4.) freuen.

Der Serienmörder Roberto Zucco und die ihn und seine Greueltaten rezipierende Masse sind Protagonisten der Neuinszenierung von Koltès‘ Stück. Der Regisseur Nikolaus Struck arbeitet äußerst präzise aktuelle Bezüge heraus, die einen erschaudern lassen. Ebenso nah am Puls inszeniert das Brachland-Ensemble verspielt-rasantes dokumentarisches Theater. Für Revolution: „Alles wird gut!“ haben sie Interviews mit spannenden Menschen geführt, deren Initiativen die Welt ein Stück besser machen – poetisch, schrill, humorvoll, radikal unradikal.

Auch in Sachen Musik füllt das Veranstaltungshaus für Konzerte, Tanz, Theater und Kabarett im Osten Nürnbergs ohne Weiteres den Terminkalender vielseitig Interessierter. Von Klassik und Jazz über Weltmusik bis hin zu Entertainment stehen dem geneigten Konzertgänger allein zehn Abende zur Auswahl.

Jazzfreunde werden in der Reihe „The Art of Jazz“ mit dem Young Lions on Stage-Eröffnungskonzert (23.4.) und dem Sullivan Fortner Piano Solo (7.5.) ihre Freude haben, um sich dann eine Woche später von Rebecca Treschers neuesten Kompositionen „Ensemble 11“ am 15.5. begeistern zu lassen. „Stucky con Carne“ serviert die grellbunte amerikanisch-schweizerische Jazz-Sängerin und Performerin Erika Stucky (30.4.) gewohnt gekonnt und schräg. Das letzte „nordwärts-Konzert“ dieser Saison mit dem norwegischen Erlend Viken Trio (26.4.) sei wärmstens zu empfehlen, ebenso wie Berlins schrillstes Trio Die Geschwister Pfister auf ihrer „Reise in die Toskana“ (21.5.).

Als still great – trotz politischer Irritationen – darf und muss die amerikanische Musik des 20. Jahrhunderts gefeiert werden. Unter der Leitung von Esteban Domínguez Gonzalo und mit der Sopranistin Leila Pfister nimmt sich das ensemble KONTRASTE (21.4.) großartiger Kompositionen von u. a. John Elliot Carter, Aaron Copland, Peter Herbert an. Markanter Schlussakkord: Mit Morton Feldmanns achtzigminütigem Klavierquintett via Livestream durchs nächtliche Nürnberg!

 

Fotocredits:

Brachland Ensemble, „Revolution“, Foto © Pressefoto


03.04.2018

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