Rolf Blume

UFOs - Unbekannte Form-Objekte

Rolf Blume

 Vom 24. März bis 13. Mai 2018 geht es im Bamberger Kesselhaus außerirdisch zu. Nie gesehene Flugobjekte sind hier gelandet. Sie verfolgen allerdings keine kriegerischen Absichten, sondern wollen lediglich dazu anregen, neue Denk- und Wahrnehmungsprozesse in Gang zu setzen. Sie sind also in friedlicher Absicht gekommen, was daran liegen mag, dass sie von Künstlerhand geschaffen wurden. Rolf Blume heißt ihr Konstrukteur und natürlich hat auch die intergalaktische Ausstellung im Kesselhaus einen Namen: „UFOs – Unbekannte Form-Objekte“.

Die Besonderheit dieser Objekte besteht in der Materialität: Alltagsgegenstände wurden für den Bau der UFOs zweckentfremdet: darunter Eierkartons, Papierkörbe, Holzspieße, Plastikverpackungen und andere Massenwaren unserer Konsumgesellschaft. Der künstlerische Ansatz, aus altem neues entstehen zu lassen, ist eine Erfindung des frühen 20. Jahrhunderts und hat bis heute nicht an Reiz verloren.

Der Künstler, ehem. Architekt und Hannoveraner Rolf Blume macht genau das: Er sammelt mit Leidenschaft Gegenstände und führt sie im künstlerischen Prozess einer neuen Bestimmung zu, losgelöst von ihrer ursprünglichen Funktion. Beim Objekt (The) Finder handelt es sich um einen handelsüblichen Ikea-Papierkorb, der, versehen mit Felge und Sieb, die Transformation von Abfallbehälter zu Flugobjekt durchlaufen hat.

„UFOs – Unbekannte Form-Objekte“ gleicht einer Ode an die Phantasie, die so wie Blumes Objekte selbst, grenzenlos und niemals festgelegt ist – eine Ausstellung von einem Querdenker für Querdenker und jene, die es werden wollen.

Ausstellung „UFOs – Unbekannte Form-Objekte“ von Rolf Blume vom 24. März bis 13. Mai 2018 im Bamberger Kesselhaus

 

Fotocredits:

Rolf Blume - (the)Finder, (Schatten)

Franziska Krause-Gurk
04.04.2018

Dieser Artikel könnte Sie auch interessieren:

Eugen Batz  

Eugen Batz

Vom Bauhaus zum Informel

>> mehr erfahren...

Eure Meinung? Leserbrief verfassen