200 Jahre eigenständig

Fürth feiert die 200. Wiederkehr der Stadterhebung

200 Jahre eigenständig

 Mit der Erhebung Fürths zur Stadt erster Klasse durch das Königreich Bayern im Jahr 1818 waren die Bürgerinnen und Bürger fortan in der Lage, ihre Geschicke selbst zu bestimmen, was der Stadt zu einem raschen Aufstieg verhalf. Gleichzeitig setzten tiefgehende gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen ein, die prägend für die weitere Entwicklung sein sollten. Die 200. Wiederkehr der Stadterhebung 2018 nimmt Fürth zum Anlass, ein ganzes Festjahr zu gestalten, das den Weg der Kleeblattstadt in die Moderne aufzeigt.

Die zahlreichen Veranstaltungen, die sich bis Silvester erstrecken, sind thematisch in fünf Bereiche untergliedert: „200 Jahre eigenWelten“, „200 Jahre eigenLeistung“, „200 Jahre eigenGlanz“, „200 Jahre eigenDynamik“ und „200 Jahre eigenWohl“.

Die Hauptveranstaltung „200 Jahre eigenWelten“ umfasst ein ganzes Festwochenende im Juli (20.-22.07.) und gewährt Einblicke in mehr als 50 Fürther Höfe. In 20 Themenhöfen der Innenstadt werden sowohl die Fürther Stadtgeschichte als auch bundesweit bedeutsame Ereignisse vom Ensemble des Stadttheaters Fürth inszeniert. Weitere Höfe laden zum Entdecken von Kunst und Kultur ein. Der Eintritt ist frei.

„200 Jahre eigenLeistung“ rückt die wirtschaftliche Vorreiterrolle für Bayern in der Zeit der Industrialisierung, die Fürth innewohnt, in den Vordergrund. So stammen Persönlichkeiten wie Max Grundig und das Ehepaar Grete und Gustav Schickedanz (Quelle Versandhandel) aus der Kleeblattstadt. Eine Reihe von Veranstaltungen stellt diesen Aufschwung und die Leistungen der Bürgerinnen und Bürger in den Vordergrund – so zum Beispiel die Veranstaltungen des Rundfunkmuseums, das im Festjahr seinen 25. Geburtstag feiert und sich mit der Ausstellung „Made in Franken“ ab dem 15. Mai mit der Geschichte der fränkischen Rundfunkgerätehersteller befasst. Weitere Veranstaltungen zu diesem Themenfeld bietet die Touristinformation Fürth (szenische Stadtführung: „Träume um die Jahrhundertwende“), der Geschichtsverein Fürth und die kunst galerie fürth (Jahresprogramm) sowie die Auferstehungskirche (Ausstellung: „Klassizismus in Fürth“, 6. Mai bis 31. Juli) an.

„Fürth im Licht – 200 Jahre eigenGlanz“ taucht die Stadt am 10. November in ein ganz besonderes Licht. Bis zu 20 Gebäude werden von Künstlern, die im Rahmen eines Wettbewerbes ausgewählt werden, illuminiert. Im Mittelpunkt stehen dabei geschichtsträchtige oder besonders prägnante Gebäude, wie zum Beispiel die Geburtshäuser von Henry Kissinger, Ludwig Erhard, Leopold Ullstein und Wilhelm Löhe, die Stadthalle, das Jüdische Museum, das Rathaus und die Neue Mitte, aber auch die ehemalige Spiegelfabrik der Familie Bendit, das ehemalige Ladenlokal von Max Grundig und weitere historische Gebäude in der Altstadt. Weitere kulturelle Höhepunkte, die Fürth glänzen lassen, sind die Sonderausstellung „200 Jahre eigenständig“ im Stadtmuseum Fürth, die ab dem 26. April 2018 einen Überblick über die politische, wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung von 1818 bis heute gibt, sowie die Bayerischen Theatertage vom 6. bis 23. Juni.

„Fürth in Bewegung – 200 Jahre eigenDynnamik“ überschreibt nicht nur Veranstaltungen wie die „Tage des Sports“ (7.-15. Juni) oder den am 16. Und 17. Juni stattfindenden Metropolmarathon, sondern spiegelt auch Dynamiken auf kultureller und gesellschaftlicher Ebene wider. Dazu gehören zum Beispiel Veranstaltungen des Künstlervereins Badstraße 8 e.V., die interkulturelle Aktionswoche „Fürth ist bunt“ vom 13. September bis 10. Oktober in der Volksbücherei Fürth und ein musikalischer Streifzug durch die Religionen mit einem Gospelkonzert Fürther Chöre, einem Ausflug in die orientalische Musikwelt und einem Kantorenkonzert im Jüdischen Museum vom 26. bis 28. Oktober.

Die fünfte und letzte Themengruppe „200 Jahre eigenWohl“ beschäftigt sich mit Fürth als Stadt im Grünen sowie mit nachhaltigen Projekten der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Neben verschiedenen Aktionen zur Begrünung der Stadt, spielen auch die Begegnungen und das Feiern im Freien eine Rolle. Classic Open Air- Veranstaltungen im Fürther Stadtpark und Südstadtpark bieten dazu Gelegenheit. Der Kulturring C beteiligt sich mit der Kunstaktion „Airborne – kunst.fliegt“ am 30. Juni und 1. Juli: Simultan zum Classic Open Air des Stadttheaters im Stadtpark werden fliegende und schwebende Kunstobjekte über den Köpfen der Besucher inszeniert – nicht zuletzt eine Reminiszenz an den Flughafen Atzenhof, der von 1918 bis 1955 in Betrieb war.

Die genannten Aktionen zum Jubiläumsjahr in Fürth stellen jedoch lediglich einen Auszug aus dem gesamten Festjahresprogramm dar.

Weitere Informationen rund um das Programm gibt es unter www.200-jahre-stadt.de.


Fotocredits:

Fürth um 1890, Foto © Stadtarchiv Fürth


05.06.2018

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