Im Licht und im Glück

Die 55. Fürther Kirchenmusiktage locken ab 10. November in die Kirchen der Stadt

Im Licht und im Glück

 Ein dichtes und wie immer auch sehr ambitioniertes Programm erwartet die Freunde der Kirchenmusik im November und Dezember in Fürth. Die nunmehr schon 55. Ausgabe des traditionsreichen Festivals beginnt am 10. November mit dem Versprechen, die Stadt ins Licht zu rücken. Im Eröffnungskonzert in St. Paul (Amalienstraße 64) erklingen unter dem Motto „Stadt im Licht“ Werke von Louis Vierne und Johannes Brahms sowie eine Uraufführung von Dorothea Hofmann. Nach einem sonntäglichen ökumenischen Gottesdienst in der Christkönig-Kirche steht anderntags ein Kinderorgelkonzert in der Liebfrauenkirche (Königstraße 126) unter der Devise „Hans im Glück“ an.

Am 16.11. steht das Orgelkonzert von Andreas König in St. Heinrich (Kaiserstraße 113) unter der Leitidee „Klassizismus & Neoklassizismus“. Werke von Mendelssohn und Schumann repräsentieren den Klassizismus, solche von Hindemith und Francaix den Neoklassizismus. Ein musikalisches Abenteuer für Groß und Klein wird unter der Überschrift „Leo und die Zeitreisenden“ für den 18.11. im Gemeindehaus St. Paul angekündigt. Nichts weniger als eine „ekklesiastische Aktion“ planen die Veranstalter am 23.11. in St. Michael (Kirchenplatz). Unter der Leitung von Ingeborg Schilffarth und der Mitwirkung von Mitgliedern der Staatsphilharmonie Nürnberg werden Werke von Leonard Bernstein, Bernd Alois Zimmermann und Johannes Brinkmann (Uraufführung) dargeboten.

Romantischer geht es am 25.11. in der Liebfrauenkirche zu, wenn unter der Leitung Dieter Neuhofs Charles Gounods „Cäcilienmesse“ aufgeführt wird. Der dortige Kirchenchor und der Kammerchor „Musica Viva“ werden vom Orchester „KlangLust!“ begleitet. Ein originelles Thema hat sich Sirka Schwartz-Uppendieck für den 1. Dezember aufgehoben. Unter dem Titel „Umbrüche: Musik der Jahrhunderte“ wird die Zeit ab 2018 um jeweils ein Jahrhundert zurückgedreht und aus den Jahren 1618, 1718, 1818 und 1918 ein repräsentatives Werk gespielt, gefolgt von einer Uraufführung des Titels „Atalja“ von Yulim Kim (2018).

Mit dem letzten Konzert, das ebenfalls in der Auferstehungskirche (Nürnberger Straße 15) stattfindet, sind die 55. Fürther Kirchenmusiktage bereits nahe an die Weihnachtszeit herangerückt. Das zeigt sich auch am Titel, der schlicht und einfach „Stille Nacht“ lautet. Bei diesem Orgelkonzert ist der Solist kein Geringerer als der Organist der Dresdner Kreuzkirche, Holger Gehring. Er interpretiert Werke von Bach, Pfretzschner, Merkel (nicht verwandt mit der Kanzlerin!), ­Reger, Guilmant und Messiaen.

 

Fotocredits:

Holger Gehring, Organist der Frauenkirche Dresden, Foto © J.G. Schmidt

Ingeborg Schilffarth und Sirka Schwartz-Uppendieck, Foto © Kirchenmusik Fürth

 

Martin Köhl
01.10.2018

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