Man ist, wovon man isst

Der Wandel der ­ Esskultur vom Porzellan aus ­betrachtet

Man ist, wovon man isst

 Kochshows sprießen seit einiger Zeit wie Pilze aus dem Boden. Es wird gekocht, gegessen und über Kulinarisches gesprochen. Selbermachen ist im Trend. Doch Essen verkörpert mehr als nur die Speisen auf dem Teller. Das Auge isst bekanntlich mit. Das Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan, ­Hohenberg an der Eger/Selb befasst sich in einer großen Sonderausstellung „Dick. DÜNN. FETT. MAGER. Porzellan aus drei Jahrhunderten Esskultur“ bis zum 6. Januar 2018 mit dem Wandel der Dinge, von denen gegessen wird. Raffinierte Inszenierungen spiegeln auf ca. 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche in drei Themenbereichen den Wandel der Servicekultur, eine kleine Geschichte des Koch- und Backgeschirrs und die Folgen nationaler und internationaler Einflüsse auf die Entwicklung des Porzellans vom 19. Jahrhundert bis heute wider.

Unter dem Motto „Ausgelöffelt – Terrine, Teller, Tasse…“ werden im Mutterhaus des Porzellanikons in Hohenberg an der Eger beinahe vergessene Teile, die man zum Servieren von Spiesen benötigt hat, wie Terrinen, Ragoutschüsseln und Saucengießer vorgestellt. Was es einst gab und heute vergessen ist, was blieb und als neues Produkt hinzukam, thematisiert der Ausstellungsbereich „Mahlzeit! Vom Herd auf den Tisch. Eine kleine Geschichte des Koch- und Backgeschirrs“ am Standort Hohenberg. Unter dem Titel „Berlin, London, Paris, New York, Beijing… – Eine Cool(e)-Tour des Speisens“ führt die Show in Selb die Besucher durch sieben Länder. Zusammen umfasst die Ausstellung ca. 1.000 Exponate, die fast ausnahmslos aus den reichhaltigen Sammlungen des Porzellanikons selbst oder aus den Archiven Hutschenreuther und Rosenthal stammen. Auch aktuelle Erzeugnisse deutscher Porzellanhersteller werden zu sehen sein.

 

Fotocredits:

Blick in die Ausstellung, Foto © Andreas Gießler, Porzellanikon


02.10.2018

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