Alles A Capella oder was?

Leckereien für die Ohren beim Bayreuther Sangeslustfestival

Alles A Capella oder was?

 Alle Jahre wieder packt Bayreuth im Herbst das A Cappella-Fieber. Wenn es wieder heißt: Zeit für das Sangeslustfestival. Zum inzwischen neunten Mal dürfen die Wagnerstädter das zur festen Tradition gewordene Festival besuchen. Wie alle Jahre heißt es auch dieses Mal: Den Auftakt machen am 7. Oktober die Lokalmatadoren von Six Pack bei der inzwischen 22. A Cappella Nacht, ehe am Wochenende vom 2. bis zum 4. November des eigentliche Herzstück des Festivals über die Bühne geht und am 17. November mit der traditionellen Sangesfestival-Chornacht ein Ende findet.

Es ist Kult. Fünf ausgewählte Bayreuther Restaurants, fünf verschiedene A ­Cappella-Acts, die akustisch performen. Die musikliebenden ­Feinschmecker dürfen es sich gut gehen lassen und ­müssen die verputzten ­Kalorien nicht wandernder Weise abschwitzen. Die Künstler wechseln die Lokalitäten, nicht die Zuhörer. Ein wetterunabhängiges Klangerlebnis bei kulinarischen Freuden. Das Ziel der Macher ist klar: Im Vorjahr war das Festival fast ausverkauft. Die Marke will man knacken. 12 Bands, sieben Konzerte und ein A Cappella-Workshop: Viele Wünsche bleiben nicht offen.

Das eigene Können zum Bestengeben, das geht am 2. November beim Mitsingkonzert auf dem Herzogkeller. Zwei Stunden heißt es mit Team Odenwald vom Rudelsingen und den Sängern Ulric Wurschy und Volker Beckert: Mitmachen, was das Zeug hält! Ein herrlicher Spaß für alle, die da waren. Einen Tag später geben sich Kultur und Gesang vor den Toren des Bayreuther UNESCO-Welterbes Markgräfliches Opernhaus die Klinke in die Hand: Die Teilnehmer präsentieren sich vor dem herrlichen Ambiente bei der „Serenata Balkonia“. Mit dabei: Gretchens Antwort, CASH-N-GO, Unduzo, Mezzotono und Quartonal. Eineinhalb Stunden später: In den Restaurants Wiegner 1872, Goldener Löwe, Richards, Zur Sudpfanne und im Liebesbier dreht sich alles um Kulinarisches, gute Laune und Musik. Tags darauf geht es in den Ordenssaal des ehemaligen Schlosses St. Georgen, heute Teil der JVA. Das Leipziger Ensemble Nobiles gibt ein klassisches Vokalkonzert. Ebenfalls am Sonntag: das Familien- und Kinderkonzert mit Krümelmücke – ab 16 Uhr stehen im Zentrum die jüngsten im Fokus, am Ende zumeist lachender- und singenderweise auf der Bühne.

Die Türen schließen am 17. November: Wenn der Augsburger Pop- und Rock-Chor Greg is back im Zentrum moderne Musik akustisch kredenzt, gilt es noch einmal zu rocken. Die über 30 Vokalisten aus dem Schwabenland, seit sieben Jahren live am Start, gelten als eines der Highlights deutscher A ­Cappella-Kultur. Garantiert ein Feuerwerk der Vokalmusik.

 

Fotocredits:

Gretchens Antwort, Foto © Presse

SipPack, Foto © Presse

Unduzo, Foto © Presse

HörBänd, Foto © Presse

Quintense, Foto © Presse

Andreas Bär
04.10.2018

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