Von Blues über Beat bis hin zur Klassik

Die 24. Bamberger Gitarrentage starten am 27. Oktober

Von Blues über Beat bis hin zur Klassik

 Und schon wieder ist es soweit: Die 24. Bamberger Gitarrentage stehen auf der Agenda der Domstadt. An vier Abenden präsentieren sich saitenzupfende Virtuosen vier grundverschiedener Spielarten ihren Anhängern. Am 27. Oktober nimmt das Festival mit Lokalmatador Rainer Brunn seinen Anfang, weiter geht es nach dem Blues-Virtuosen mit Latin & Tango (Nora Buschmann und Agustin Luna), ehe Mandoline, Gitarre und Harfe (Sixty1Strings mit Negin Habibi, Konstanze Kuss und Ekaterina Solovey) folgen und zum Abschluss mit Jacques Stotzem ein Fingerstyle-Perfektionst der Extraklasse sein Können präsentiert. Er, seit 15 CDs im Konzertbusiness aktiv, kann von sich behaupten, schier unglaubliches erreicht zu haben. Die renommierte amerikanische Gitarrenfirma „Martin Guitar“ produziert seit mehr als zehn Jahren ein “OMC Jacques Stotzem Custom Signature”-Modell – mehr Ehre geht für einen Gitarristen kaum. Und der Belgier rechtfertigt diesen Ritterschlag imposant. Unvergessen sein 2009er-Album „Catch the spirit“, in dem er Rockklassiker arrangierte und den für Fingerstyle-Gitarristen höchst seltenen Einstieg in die Charts schaffte und sich in seiner Heimat über 40 Wochen dort tummelte. Aber nicht nur Klassiker pflastern seinen Weg. Auch Eigenkompositionen, die dem in nichts nachstehen, wird Stotzem auf die Bühne bringen.

Drei Wochen vorher startet das Festival am 27. Oktober mit einem Abend voller Blues. Rainer Brunn, seit einem viertel Jahrhundert einer der prägenden Lokalmatadore in Franken, besticht durch seinen druckvoll-groovigen Gitarrenstil, gepaart mit einer starken Stimme und weiß durch seine stetig geprägte Authentizität zu begeistern. In Zeiten moderner Hektik versteht es der Bamberger, über einfühlsame Blues-Rhythmen zu erden und den Zuhörern wundervolle Klangerlebnisse zu bescheren.

Eine Stufe peppiger wird es am 2. November. Wenn die mehrfach preisgekrönte Berlinerin Nora Buschmann und Agustin Luna, einer der begabtesten argentinischen Tango-Interpreten seiner Heimat, die Bühne entern, dann heißt es: Vorsicht, der Beat ist im Blut! Eine Woche später wird es klassisch. Die Sixty1Strings Negin Habibi (Gitarre), Konstanze Kuss (Harfe) und Ekaterina Solovey (Mandoline) sorgen nicht nur optisch für Verzückung. Getragen wird dieses Projekt durch die schiere Faszination am Zupfinstrument mit den mannigfaltigen Möglichkeiten und unterschiedlichen Klangfarben, die diese drei Instrumente, trotz der Ähnlichkeiten, vorzuweisen haben. Ein Abend zwischen E- und U-Musik mit drei spielfreudigen Frauen, die musikalisches Neuland beschreiten lassen.

 

Fotocredits:

sixty1strings, Foto © Presse

Andreas Bär
25.10.2018

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