Auf Spurensuche in ­aufregenden Klangwelten

Rebecca Saunders wird bei den Tagen der Neuen Musik 2019 in Würzburg Composer in Residence sein

Auf Spurensuche in ­aufregenden Klangwelten

 Es ist ein kleines Festival, aber eines, das immer wieder hochinteressante Akzente setzen kann. Die Tage der Neuen Musik in Würzburg gehen Anfang des Jahres, vom 29. bis 31. Januar, unter dem Motto „Traces“ auf Spurensuche in den aufregenden Klangwelten der gegenwärtigen Musik. Als Ideengeberin dieses Festivals fungiert diesmal Rebecca Saunders, die in Berlin lebende Britin und Schöpferin feinst ausgesponnener Klangskulpturen. Für das Eröffnungskonzert am 29. Januar 2019 hat sie drei Klassiker des 20. Jahrhunderts ausgewählt: Edgar Varese, Morton Feldman und Iannis Xenakis. In diesem Konzert, das vom Ensemble Neue Musik ausgeführt wird, erklingen als Kontrast auch Werke alter Meister, gesungen von einem Kammerchor.

Im tags darauf folgenden Porträtkonzert von Rebecca Saunders ist ihr Lieblingsinterpret, der Trompetenstar Marco ­Blaauw, Gastsolist. Die ­Werke der Komponistin werden neben dem Solisten von dem Pianisten Alexander Schimpf sowie Dozenten und Studierenden der Hochschule für Musik Würzburg dargestellt. Anschließend und am selben Ort, im Kammermusiksaal der Hochschule, findet zu späterer Stunde ein Konzert der Kompositionsklassen statt. Das Programm steht noch nicht fest und kann erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

In einer erstmaligen Kooperation der Tage der Neuen Musik mit dem Philharmonischen Orchester des Mainfrankentheaters dirigiert Simeon Pironkoff im abschließenden Sinfoniekonzert am 31. Januar die das Motto des Festivals bestimmenden „Traces“ von Rebecca Saunders. Außerdem kommt ein neues Orchesterstück von Klaus Ospald zur Aufführung, dem Kulturpreisträger der Stadt Würzburg. Im Übrigen erklingen prominente Werke der frühen Moderne wie Béla Bartóks Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta, Witold Lutoslawskis Violoncello-
konzert und Claude Debussys „Jeux“. Das Konzert findet im ­großen Saal statt.

Abermals zu später Stunde setzt ein Nachtkonzert im kleinen Saal den Schlusspunkt des Festivals. Es werden ausschließlich Werke von Klaus Ospald und Simeon ­Pironkoff zu hören sein, von Letzterem sogar eine Uraufführung. Ein dichtes und innovatives Programm ­innerhalb von nur drei Tagen!

 

Fotocredits:

Rebecca Saunders 2018, Foto © Astrid Ackermann


03.12.2018

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