Dub Spencer & Trance Hill – Christmas In Dub

Echo Beach/Indigo

Dub Spencer & Trance Hill – Christmas In Dub

 Karibik-Feeling unter dem Weihnachtsbaum ist nicht jedermanns Sache. Dabei ist das Album des Züricher/Luzerner Kombinats kein alltägliches, altbekanntes Weihnachtsgedudel, obwohl es sich durchaus der Klassiker der musikalischen Weihnachtsliteratur bedient: „Jingle Bells“, „Kommet ihr Hirten“, „Lasst uns froh und munter sein“ und selbstredend auch „Stille Nacht, heilige Nacht“ werden zumeist bassmelodisch intoniert und mit einigem Gefummel an Rhythmus und marginaler Restinstrumentierung an diversen Reglern zusammen- und wieder auseinandergeschraubt. Tief hineinfallen kann man in diese Musik und zeitgleich der alljährlichen Weihnachtsstimmung frönen. Spektakulär allerdings ist anders. Nichts gewitzt, nichts verspielt. Simple Melodien, simpler Dubsound, endloser Weihnachts-Groove ohne Raffinesse. Nichts, was einen im nüchternen Zustand zum Bleiben bewegte. Highlights wie die Scat-Stimme, Kirmes-Orgel und Jazzgitarre bei „The Twelve Days Of Christmas“ oder die Melodica bei „The First Noel Dub“ fehlen der übrigen Spielzeit wie das berühmte Salz in der Suppe. Dabei hätte die Idee des dubbigen Weihnachten soooooo viel Potential gehabt!

Oliver Will
05.12.2018

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