Von den Alpen bis zur Waterkant

HvG, die Scorpions und Revolverheld rocken den Sommer in Coburg

Von den Alpen bis zur Waterkant

Der HUK-COBURG open-air-sommer 2015 steht in den Startlöchern, und das mit drei exklusiven Künstlern und Bands! Die Open-Air-Reihe wird am 20. August von Hubert von Goisern eröffnet. Am Freitag, den 21. August werden die Altrocker der Scorpions den Schlossplatz zum Bersten bringen und zum Abschluss gastiert am Samstag, den 22. August mit der Hamburger Popband Revolverheld eine der deutschen Newcomerbands, die diesen Status längst hinter sich gelassen hat.

 

Trotz aller musikalischen Leckerbissen: Das Beeindruckendste am längst zum festen Bestandteil der jährlichen Open-Air-Saison gewordenen Coburger Schlossplatz ist und bleibt das grandiose Ambiente in der Vestestadt. Der Schlossplatz liegt inmitten der Altstadt Coburgs zwischen Landestheater und Schloss Ehrenburg - eingebettet zwischen sattem Grün, blühenden Rosen - und an den drei Tagen der Konzertreihe duftenden Essensständen - hinterlässt er alle Jahre wieder Eindruck bei den Besuchern von nah und fern. Was natürlich auch daran liegen mag, dass die musikalische Komponente, ob Rock, Pop oder Hip Hop und soulige Bands, eine akustisch hervorragende Basis vorfinden.

 

„Ein Open-Air-Festival – drei Pluspunkte für die Region. Wo wir zu Hause sind, da soll es sich leben lassen. Mehr Kultur: das ist mehr Spaß und Genuss, mehr Geist – mehr Lebensqualität. Deshalb hat es sich die HUK-COBURG zu ihrer Aufgabe gemacht, künftig ein Mal im Jahr Coburg und der Region einen open-air-sommer zu sponsern. Weltstars treffen auf Künstler, die es noch zu entdecken gilt. 11 Wochen ist die Welt der Musik zu Gast und das jeden Sommer“ wirbt die Stadt Coburg auf ihrer Homepage für „ihr“ Highlight, das an drei Tagen Pop- und Rockkultur pur auf dem Schlossplatz bereit hält - auf dem Schlossplatz gastieren dabei seit jeher deutschland- und sogar weltweit renommierte Künstler, bevorzugt aus deutschen und deutschsprachigen Landen, ab und an auch aus dem internationalen Musikbereich. Auch in diesem Jahr wieder - ausnahmslos aus dem deutschsprachigen Raum.

 

Hubert von Goisern hat den Blues. Er war auf Musiksuche im Süden der USA. Und das, was er mitgebracht hat, ist stimmig, von der druckvollen Rocknummer über den schwungvollen Countrysong bis hin zur herzensschweren Ballade. PedalSteel und Stromgitarre, Cajun und Ziehharmonika. Alles ist Goisern.

 

Hubert von Goisern ist seit mehr als 25 Jahren auf den Bühnen Europas unterwegs – als musikalischer Botschafter Österreichs, als Volksmusikerneuerer, als Entstauber und Individualist. Ganz einfach: als er selbst. Hubert von Goisern hat nie das gemacht, was von ihm erwartet wurde, und war damit konsequent erfolgreich - auch mit seinem neuen, seit kurzem erhältlichen Studioalbum „Federn“. Von den Anfängen als Alpenrocker mit dem „Hiatamadl“, bis zum bahnbrechenden Erfolg von „Brenna tuats guat“. Noch immer steckt Hubert von Goisern voller Ideen und Energie, er bleibt neugierig und fordert sein Publikum heraus. Jedes Mal aufs Neue!

 

„Im konzentrierten Bandformat mit Bass, Schlagzeug und Stromgitarre klingt das so intensiv, als hätte von Goisern nie etwas anderes gemacht; und öffnet ein weiteres Kapitel in seinem ohnehin schon nach allen Seiten sperrangelweit offenen Weltmusik-Sound-Spektrum. Bei allem Respekt für das bisherige Schaffen: Die neuen Alpenblues-Nummern, die es noch gar nicht zu kaufen gibt, zählen zum Besten, was er je gemacht hat“ adeln die Nürnberger Nachrichten den „neuen von Goisern“ über Gebühr. Und damit stehen die NN bei weitem nicht alleine auf weiter Flur - die Feuilletons der Republik überschlagen sich geradezu in Ritterschlägen.

 

Einen Tag später wird das alles noch getoppt. Was lange währt, kann nicht einfach so aufhören, oder? Und so hat eine der erfolgreichsten Rockbands der Welt die 50 nun doch noch vollgemacht. Die SCORPIONS laden ein zu einer ausgiebigen 50th Anniversary-World-Tour, um ab Frühjahr 2015 bis weit in das Jahr 2016 hinein mit ihren Fans auf der ganzen Welt unvergessliche Rock´n Roll-Parties zu feiern. Der Start der versprochenen Monstertour wird dabei im fränkischen Hinterland sein, neben dem Gig auf dem Coburger Schlossplatz kann man die Altrocker in diesem Jahr nur noch bei einem Konzert in Eckernförde bestaunen.

 

Die Hannoveraner Band um Klaus Meine, Rudolf Schenker und Matthias Jabs schrieb unsterbliche Rockklassiker wie „Rock you like a Hurricane“ oder „Wind of Change“, verkaufte über 100 Millionen Tonträger und hat an die 5.000 Konzerte in über 80 Ländern gespielt. Die Energie und die Lust auf Rock’n‘Roll haben in all den Jahrzehnten nicht nachgelassen. Im Gegenteil: Meine und Co. haben richtig Lust, mit einem neuen Langspieler im Gepäck noch einmal ausgedehnt zu touren - und da dürfte Coburg einen hohen Stellenwert auf der Tour einnehmen. Schließlich gilt die Fachhochschulstadt als eines der Epizentren der Wiedervereinigung. Und die war für die Scorpions ein absoluter Meilenstein in einer Karriere, die kaum traumhafter verlaufen hätte sein können. Schließlich waren es die Deutschrocker, die mit „Wind of change“ DIE Hymne der Wiedervereinigung schlechthin komponiert und gesungen haben. Was die meisten heute längst verdrängt haben: Als die Mauer einst fiel, war dieser Gassenhauer fast schon wieder aus den Gedächtnissen der Musikliebhaber und Charthörer verschwunden. Die Musikhitparaden führten zum Zeitpunkt des Mauerfalles und danach Kaoma mit ihrem Tanzhit „Lambada“ als unangefochtene Nummer eins. Des Rätsels Lösung: Die Scorpions hatten schon 1989, ein Jahr vor diesem Monumentalereignis das Lied komponiert und einige Monate vorher veröffentlicht. Live müssen die Anhänger von Meine und Co. auf diesen Leckerbissen natürlich nicht verzichten. Doch die Scorpions sind auf der Bühne weit mehr als nur mainstreamige Rocker. Immer wieder streuen die Nordlichter Klassiker aus alten Zeiten ein - als sie noch ganz große in der Starkstrombranche des Heavy Metal waren.

 

Dort waren und werden andere Nordlichter nie landen. Dennoch: An Revolverheld ist kein Vorbeikommen. „Das kann uns keiner nehmen“, „Ich lass für Dich das Licht an“ und nun ihr Bundesvision-Songcontest-Siegsong „Lass uns gehen“ – bei Revolverheld scheint die Reihe der Hits aus dem aktuellen Album „Immer in Bewegung“ nicht abzureißen. Kein Wunder, dass die Touren komplett ausverkauft gemeldet werden und die Jungs aus dem Norden fast schon nebenbei Stefan Raabs „Bundesvision Song Contest“ mit einem furiosen Punkterekord gewinnen konnten - in Coburg feiern die Hamburger Jungs gleichzeitig eine Rückkehr zu den Wurzeln. 2006 war es, als Revolverheld das Zikommfestival in Neustadt bei Coburg rockten. In einer Phase, in der die Nordlichter gerade eben dabei waren, den Status eines Geheimtipps abzulegen und richtig durchzustarten wurden sie von einem begeisterten Publikum grandios gefeiert.

 

„Es ist ein großartiges Gefühl, dass unsere Fans uns so sehr unterstützen und uns im zehnten Jahr unserer Bandgeschichte das bisher schönste, geilste und emotionalste Jahr mit den größten Konzerten geschenkt haben“ schwärmt Johannes Strate. „Deswegen wollen wir auch nächsten Sommer nochmal ein paar ausgewählte und besondere Abende erleben und fahren wieder mit Sack und Pack los.“ Ergänzt Kris, Gitarrist der Band.

 

Nach hunderten von Livekonzerten gelten Sie als eine der mitreißendsten und besten Live-Bands der Republik - und das beweisen sie immer wieder, wenn sie mit ihrer Mischung aus balladeskem Deutschpop und swingigen Uptempo-Nummern mittlerweile regelmäßig Gigs vor mehreren Tausend Leuten geben.

 

„Ein schöner, leicht melancholischer Song über die Sehnsucht nach Ruhe, Natur und der Zeit, sich mal wieder mit den wichtigen Fragen des Lebens zu beschäftigen. Routiniert und ohne unangemessene Effekte, so klingt “Lass uns gehen”, und ist trotzdem schwer einzuordnen in ein bestimmtes Genre. Gut so, denn so steht der nachdenkliche Text im Vordergrund, der uns alle auffordert, den Kopf mal wieder aus dem Kaninchenfell zu strecken und über den Sinn hinter dem stressigen Alltag nachzudenken.“ so rezensierte Ex-Fußball-Nationalspieler Marco Bode die vorerst letzte Singleauskopplung von Revolverheld. Irgendwie trifft er mit den letzten Worten aber auch das HUK Open Air Festival punktgenau. Den Stress hinter sich lassen und schöne Stunden verleben. So kennt man den Coburger Schlossplatz. Zumindest dann, wenn der Wettergott mitspielt.

 

Karten für die Konzertreihe sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0951-23837 oder auf www.kartenkiosk-bamberg.de erhältlich.

 

Copyright Fotos:

Revolverheld, © Stefan Malzkorn

Scorpions, © M. Theis

Hubert von Goisern, © Jürgen Skarwan

 

Andreas Bär
28.07.2015

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