Sonntagsführungen in den Jüdischen Museen Franken

Jüdische Tradition in Süddeutschland

Sonntagsführungen in den Jüdischen Museen Franken

Am 5. März, 14 Uhr finden in den Jüdischen Museen Franken wieder interessante Sonntagsführungen statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wer übernächsten Sonntag spontan Lust auf einen Museumsbesuch hat, sollte sich nach Fürth, Schwabach oder Schnaittach aufmachen und sich vorweg für eine der folgenden Führungen entscheiden (Eintritt: 5 Euro):

JMF in Fürth: „Jüdisches Fürth – ein Museumsrundgang“

Fürth ist heute als Geburtsstadt von Jakob Wassermann, Henry Kissinger oder Leopold Ullstein bekannt. Nur wenige wissen, dass Fürth vom 16. bis ins frühe 19. Jh. das bedeutendste jüdische Zentrum Süddeutschlands war. Aufgrund ihrer zahlreichen Synagogen, Talmudschulen, wohltätigen Stiftungen und Buchdruckereien war die Fürther jüdische Gemeinde in aller Welt bekannt. Doch wie kam es gerade im Marktflecken Fürth zu dieser Blüte jüdischen Lebens?


JMF in Schwabach: „Hasenjagd in der Sukka – auf den Spuren fränkisch-jüdischer Geschichte in Schwabach“

Am Eingang, an der Kasse, in der Ausstellung – er ist einfach überall. Warum steht gerade ein gejagter Hase im Mittelpunkt des neuen Jüdischen Museums Franken in Schwabach? Und was hat er mit Sukkot, dem jüdischen Laubhüttenfest zu tun? Lernen Sie das historische Museumsgebäude in der Synagogengasse mit seiner Geschichte kennen und entdecken Sie einen einzigartigen Schatz fränkisch-jüdischen Kulturerbes. Erkunden Sie zudem das ehemalige jüdische Viertel Schwabachs mit seinem bis heute erhaltenen Gebäudeensemble aus Synagoge, Rabbinerhaus, Lehrhaus und vielen weiteren. Diese und die Geschichten ihrer einstigen Bewohner sind Zeugen fränkisch-jüdischen Lebens in all seiner Vielfalt.

JMF in Schnaittach: „Medinat Aschpah – jüdisches Leben auf dem Lande“

Das Jüdische Museum Franken in Schnaittach wurde in der 1570 erbauten Synagoge mit angegliedertem Rabbiner- und Vorsängerhaus eröffnet, zu der auch ein Ritualbad gehört. Nicht nur dieses besondere Gebäudeensemble sondern auch die außergewöhnliche Sammlung des Museums werden auf dem Rundgang erkundet: Die Ausstellung präsentiert den bedeutendsten Bestand an Sachzeugnissen jüdischer Landkultur in Süddeutschland. Sie umfasst Dinge des religiösen Rituals, aber auch zahlreiche Alltagsgegenstände der jüdischen Landgemeinden. Die einmalig erhaltene Architektur und die Objekte zeugen bis heute von der einstigen Bedeutung jüdischer Landgemeinden in Franken mit ihren Riten, Bräuchen und Traditionen.

 

Fotocredits:
Jüdisches Museum Franken in Fürth Innenansicht © Jüdisches Museum Franken, Fotograf: Richard Krauss, Nürnberg

 

pm/red
22.02.2017

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