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01.02.2019

Die Ära Bauhaus

 Es ist so weit. 2019 ist noch frisch und alle Design- und Architekturbeflissenen dürfen sich schon jetzt freuen: Heuer begeht die (Re-)Formschule Bauhaus ihr hundertjähriges Bestehen und alle Welt feiert mit. Nachdem das Bauhausjahr im Januar in der Hauptstadt eröffnet wurde, ist der Startschuss für zahlreiche Veranstaltungen, nicht nur in den Bauhaus-Zentren Weimar, Dessau und Berlin, sondern überall in der Bundesrepublik gefallen. Auf den folgenden Seiten finden Sie eine kleine, von uns zusammengestellte Auswahl der wichtigsten Termine. Doch zunächst einmal wagen wir einen Blick in die Vergangenheit – und auch die Gegenwart. Was ist das Bauhaus, wofür steht es und was ist davon heute noch übrig? Ein Besuch in Dessau – Ehrfurcht und späte ­Ernüchterung Um diese Fragen beantworten zu können und uns...


01.02.2019

BAU [ SPIEL ] HAUS

 Das Neue Museum Nürnberg feiert 2019 wie ganz Deutschland und viele inter­nationale Partner das Gründungsjubiläum des Bauhauses in Weimar. Die legen­däre Schule für Gestaltung verändert seit 100 Jahren das Bild unserer Welt. Ihre Konzepte für Bildung und Produktion, und damit letztendlich für die Gestaltung eines neuen Miteinanders, sind bis heute unübertroffen. Produktives und überaus innovatives Element war der spielerische Ansatz im bildnerischen Prozess der Bauhaus-Lehre und noch immer ist für das tief verankerte Bedürfnis nach krea­tivem Ausdruck das Spiel als künstlerische Strategie besonders weg­weisend. Die Bauhaus-spezifische und bis heute bewährte Einbindung von Spiel­konzepten und Spielräumen in die gestalterische Entwicklung verfolgt die umfang­reiche Aus­s...


01.02.2019

Unsere Künstler am Bauhaus

 Die Gründung des BAUHAUSes jährt sich 2019 zum 100. Mal. Die Kunstvilla nimmt das Jubiläum zum Anlass, Werke der Nürnberger Künstlerinnen und Künstler zu präsentieren, die an der bekanntesten deutschen Kunsthochschule zwischen 1919 und 1933 studiert haben, darunter der Bildhauer Willy Bloss (1906 – 1946), die Textildesignerin Bella Ullmann (1905 – 1993) sowie die Architekten Josef Frör (1908 – 1979) und Rudolf Ortner (1912 – 1997). Die Ausstellung richtet ihren Fokus auf den Einfluss, den ihr Studium am BAUHAUS auf ihr Schaffen und ihren weiteren Lebensweg genommen hat. Daneben werden Persönlichkeiten wie Georg Gustav Wieszner, Ludwig Grote, Curt Heigl und Eva Eyquem vorgestellt, die die Rezeption des BAUHAUSes in Nürnberg vor und nach dem Zweiten Weltkrieg entschieden geprägt haben. Infos &...


01.02.2019

Gropius, Bauhaus, Rosenthal

 Amberg besitzt mit der ­Glaskathedrale, dem ehemaligen ­Rosenthal-Glaswerk, das einzige Bauwerk von Walter Gropius in der Oberpfalz. Es geht als eines der bedeutendsten Industriebauten des 20. Jahrhunderts in die ­Architekturgeschichte ein. Die Sonderausstellung im Stadtmuseum Amberg widmet sich dem Industriedenkmal, dem ­Erbauer Gropius und ganz besonders der Firma Rosenthal. Gezeigt werden die in Amberg produzierten Erzeugnisse in Glas, Design-Objekte aus der Studio-Linie, Porzellan sowie Bestecke und Rosenthal-Möbel. Infos & Termine: 7.10.2018 – 17.3.2019 Di - Fr von 11.00 bis 16.00 Uhr, Mo geschlossen Sa u. So von 11.00 bis 17.00 Uhr Stadtmuseum Amberg Zeughausstraße 18 92224 Amberg Tel. (09621) 101284 Fax (09621) 101855 www.stadtmuseum-amberg.de   Fotocredits: Glaskathedrale Amberg, Foto © Erich Spahn


01.02.2019

Reine Formsache

 Das Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan zeigt zum Bauhaus-Jubiläum ab dem 9. März 2019 an gleich zwei Standorten in Bayern – in Hohenberg an der Eger und in Selb – die große Sonderausstellung „REINE FORMSACHE – Vom Bauhaus-Impuls zum Designlabor an der Burg Giebichenstein“. Mit rund 1200 Exponaten ist die Schau die umfangreichste Ausstellung zum Porzellan im Bauhaus-Jahr. Während der Ausstellungsteil in Hohenberg an der Eger herausragende Porzellanentwürfe von Hans Merz, Hubert Petras, Barbara Schmidt und anderer bedeutender DesignerInnen von 1915 bis heute zeigt, widmet sich der Ausstellungsstandort in Selb aktuellen, höchst experimentellen Porzellanvisionen junger angehender Designer an der Burg Giebichenstein. Weitere Veranstaltungen zum ­Bauhaus-Jubiläum: www.selbambeg.de...


01.02.2019

Hildebrand Gurlitt, Albert Henning

 Das Bauhaus revolutionierte die freien und angewandten Künste, die Architektur, die Gestaltung und die Pädagogik wie keine andere Ausbildungsstätte im 20. Jahrhundert. Als „Staatliches Bauhaus“ 1919 in Weimar gegründet, als „Hochschule für Gestaltung“ in Dessau und bis zur erzwungenen Auflösung 1933 als private Lehranstalt in Berlin wirkte das Bauhaus als innovative Experimentierstätte wie wirkungsmächtige Ideenschmiede. In nur 14 Jahren beeinflusste das Bauhaus Künstler, Architekten, Gestalter und Kulturvermittler für ­Generationen. Anlässlich des 100-jährigen Bauhaus- Jubiläums würdigen die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum in einer Ausstellung mit Fotografien und Dokumenten das Wirken zweier Persönlichkeiten, deren Schaffen mit dem Bauhaus verbunden ist...


01.02.2019

Das BAUHAUS-Jubiläum wird auch in Selb gefeiert!

 Selb ist weltbekannt für Porzellan – Marken wie Hutschenreuther und Rosenthal haben die Stadt weltbekannt gemacht. Und auch neben dem Porzellan, das sich an vielen Stellen im Stadtbild finden lässt, gibt es vieles zu entdecken. Bei einem Spaziergang durch Selb werden Sie einige architektonische Highlights finden. So hat der Künstler Otto Piene den grauen Zweckbau der Rosenthal-Hauptverwaltung in den Rang eines Kunstwerkes erhoben. Nebenan liegt das „Spiegelhaus“ mit seiner von Marcello Morandini gestalteten Spiegelfassade, in der sich der Regenbogen zeigt. Bestimmend auch das „Hundertwasserhaus“ – ein Fabrikgebäude, das sensibel verändert wurde und zu einem „Friedensschluss zwischen Fabrik und Natur“ führte. Aber auch die neuesten Gebäude der Stadt wie das Haus der Tagesmütter oder ...


01.02.2019

Neues Bauhaus Museum

 Das Bauhaus Museum Dessau entsteht zum 100. Gründungsjubiläums des Bauhaus und wird im Jubiläumsjahr 2019 eröffnet werden. In dem neuen Museum entstehen erstmals geeignete Räumlichkeiten für eine umfassende öffentliche Präsentation. Die Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau umfasst rund 49.000 katalogisierte Exponate und ist die zweitgrößte Sammlung zum Thema Bauhaus weltweit. Unter dem Titel „Versuchsstätte Bauhaus. Die Sammlung“ zeigt in miteinander verbundenen Kapiteln die Geschichte des Bauhauses in Dessau als Hochschule für Gestaltung. Die Ausstellung vergegenwärtigt die komplexe Geschichte des Wirkens und der weltweiten Weitererzählung des Bauhauses anhand des umfassenden Bestandes an originalen Möbeln, Dokumenten, Fotografien, Kunstwerken und Zeichnungen. Infos & Termine: ...


01.02.2019

ZUKUNFTSRÄUME

 Piet Mondrian entwarf 1926 in Paris ein Raumkunstwerk für die Dresdner Kunstsammlerin Ida Bienert, während El Lis­sitzky in Moskau anlässlich der Internationalen Kunstaus­stellung Dresden in einem vergleichbar visionären Geist einen Demonstrationsraum für abstrakte Kunst konzipier­te. Das einmalige Erlebnis dieser Räume – real wie virtuell nachgebaut – steht im Zentrum der ­Ausstellung abstrakter und konstruktivistischer Kunst in Dresden 1919 – 1932. Meisterwerke von Mondri­an, Lissitzky, den Bauhaus-Lehrern Wassily Kandinsky, Paul Klee, Lyonel Feininger, László Moholy-Nagy, Willi Baumeis­ter, Oskar Schlemmer u.v.a. kommen aus bedeutenden Museen nach Dresden. Ausgehend von Raumentwürfen der Moderne hinterfragen zeitgenössische Künstler/-innen, z.B. der Österreicher ...


01.02.2019

Das Bauhaus

 Im Herbst 1921 präsentierte Walter Gropius mit Lyonel Feininger eines der wichtigsten transnationalen Kunstprojekte nach dem Ersten Weltkrieg: Unter dem Titel „Neue Europäische Graphik“ luden sie die künstlerische Avantgarde Europas ein, je eine Druckgrafik zu einer fünf Mappen umfassenden Werkschau aktueller Grafik beizusteuern. Dem national ausgerichteten Kulturbegriff sollte die Idee eines kosmopolitischen Künstlerbundes entgegengehalten werden. Dabei entstanden bis 1924 die Mappen I, III, IV und V mit Druckgrafiken deutscher, italienischer und russischer Künstler. Mappe II mit Arbeiten französischer Künstler blieb Fragment. Das Lindenau-Museum im thüringischen Altenburg ist eines der wenigen Museen, das in Besitz aller vier edierten Mappen ist. Als Beitrag zum Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ w...


01.02.2019

Kunstmuseen Erfurt

 In der historisch orientierten Ausstellung Vier „BAUHAUSMÄDELS“ – Gertrud Arndt/ Marianne Brandt/ Margarete Heymann/ Margaretha Reichardt (24. März – 16. Juni 2019) im Angermuseum Erfurt geht es um die Frage, wie junge Frauen, die am Bauhaus ausgebildet wurden, sich in den 1920er- und 1930er-Jahren als selbstständige Gestalterinnen etablierten (oder nicht). Die Ausstellung nimmt exemplarisch diese vier Gestalterinnen in den Blick und zeigt, wie sich ihr Schaffen nach ihrer Ausbildung am Bauhaus entwickelte. Die Arbeiten dieser Künstlerinnen, die jeweils wichtige Phasen ihrer Biografie mit Thüringen verbindet, repräsentieren zugleich die am Bauhaus wichtigen Gewerke Fotografie, Metall, Keramik und Textil. 19. April bis 14. Juli 2019, Kunsthalle Erfurt bauhausFRAUEN. Lehrerinnen und Absolventinnen der Bauhaus Unive...


01.02.2019

Frankfurt im Bauhausjubiläum

 Das Bauhausjubiläum ist auch für Frankfurt am Main ein Grund zum Feiern. Während man in Weimar, Dessau und Berlin noch experimentierte, ging die Mainstadt in den 1920er-Jahren direkt zur Praxis über. 1925 konstituierte sich ein umfassendes Bauprogramm, das unter dem Namen Neues Frankfurt in die Kulturgeschichte einging. Die über 10.000 Wohneinheiten, die damals in 25 Siedlungen in der ganzen Stadt entstanden, sind zum Großteil bis heute erhalten. Mit der Frankfurter Küche wurde 1926 die erste Einbauküche der Welt erfunden, die Frankfurter Kunstschule erlangte mit Vertretern wie Willi Baumeister oder Max Beckmann internationale Bedeutung. Das hiesige Programm des damals neuen Mediums Rundfunk setzte Maßstäbe für ganz Deutschland, die Musik des Komponisten Paul Hindemith begeisterte weit über die Grenzen der St...


03.12.2018

Von der höfischen Spielstätte zum Bürgertheater

 Es will etwas heißen, im an historischen Bühnen reichen Süddeutschland die älteste noch ständig bespielte Barockbühne in den eigenen Mauern zu wissen. Die Universitätsstadt Erlangen kann das von sich sagen, und da das nun schon seit 300 Jahren so ist, wird man das im Jubiläumsjahr 2019 auch gebührend begehen. Das Markgrafentheater darf als typisches Beispiel gelten für die Entwicklung von einer dem höfischen Publikum vorbehaltenen Spielstätte zu einem veritablen Bürgertheater. Seit das Theater 1838 in den Besitz der Stadt gekommen ist, hat es manche Wandlungen erfahren, darf aber heute von sich behaupten, in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein und heißt deshalb konsequenterweise auch nur noch Theater Erlangen. Bis dahin war es ein weiter Weg, begleitet von allerlei Nöten, Einschnitten...


01.10.2018

Auf die Bühnenbretter, ­fertig, los!

Schauspiel/Sprechtheater Eigentlich sind sie längst in die neue Spielzeit gestartet, die fränkischen Theater, denn schon gegen Ferienende gab es die ersten Neuinszenierungen zu sehen. Aber so richtig los geht es erst im Oktober, und die Flut des Neuen ist kaum zu überschauen. Wir versuchen’s trotzdem! Besonders früh hat am ­Theater Ansbach die neue Saison ­begonnen, nämlich bereits am 8. September mit der Premiere von Lothar Gregers Schauspiel „Mein Freund Kurt“, das den Untertitel „Eine Tod-sichere Komödie“ trägt. Am 20. Oktober wagt sich Friederike Köpf an einen Stoff ETA-Hoffmanns: „Der Sandmann – Im Bann der tausend Augen“ lautet der Titel des Stücks, das uraufgeführt wird. „Drängt dich die Zeit?“ fragt das ETA-Hoffmann-Theater Bamberg auf dem Cove...


04.06.2018

Seelenschatten aus schwarzem Eisen

 Eine weitere Ausstellung mit Großplastiken in Bamberg, das war anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Ernennung der Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO fast zu erwarten. Trotzdem, es braucht natürlich auch einen Initiator, und da war einmal mehr derjenige zur Stelle, dem die Stadt schon die vergangenen Ausstellungen zu verdanken hatte, nämlich Bernd Goldmann, der frühere Direktor des Künstlerhauses. Er hat nach Botero, Avramidis, Mitoraj, Wortelkamp, Luginbühl und Lüpertz einen Künstler ausgewählt, der längst eine Beziehung zu Bamberg besitzt, und dem es nach eigener Aussage eine „Ehre ist, in Bamberg ausstellen zu dürfen“. Kein Wunder, denn der Portugiese Rui Chafes ist kein Neuer in der Welterbestadt, hat er doch bereits vor ca. 10 Jahren seine stählerne Skulptur mit dem Titel...


03.04.2018

Vorhang auf im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth!

 Lange Zeit wurde es nicht mehr bespielt und konnte schließlich auch nicht mehr betreten werden, mehrere Jahre wurde es akribisch und mit großem Aufwand restauriert, nun öffnet es wieder seine Pforten: das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth, monumentales Zeugnis einer langen Theatertradition in der ostoberfränkischen Residenzstadt, muss seine barocke Pracht der Öffentlichkeit bald nicht mehr vorenthalten. Mit Superlativen sollte man eigentlich vorsichtig umgehen, aber wenn selbst die UNESCO, die ihre Entscheidungen im Allgemeinen ohne jegliche Schwärmerei begründen muss, feststellt, dass das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth als „das weltweit bedeutendste und besterhaltene Beispiel barocker Theaterarchitektur“ gelten darf, dann ist durchaus Anlass für Euphorie gegeben. Seit dem 30. Juni 2012 steht das Markgr&a...


01.02.2018

Potsdam lockt 2018 mit Dreiklang!

 Potsdam: das Arkadien Friedrichs des Großen, in dem er sich sein Lustschloss, seine sorgenfreie Maison de plaisance, Sanssouci, erbaute. Eine Stadt, die Touristen aufgrund ihrer an Schlössern und Gärten reichen Kulturlandschaft lockt. Nun hat diese Kulturlandschaft vor einem Jahr – am 20. Januar 2017 feierlich eröffnet mit Kanzlerin Merkel u. a. – ein Herzstück hinzugewonnen, welches als neuartiger Publikumsmagnet fungiert: das Museum Barberini. Der alte Fritz dieses Jahrhunderts heißt Hasso Plattner, SAP-Mitbegründer sowie Stifter und Mäzen. Während Friedrich II. 1771/72 das Palais Barberini am Havelufer nach dem Vorbild des von Gian Lorenzo Bernini entworfenen barocken Palazzo Barberini in Rom erbauen ließ, veranlasste Plattner 2013 seine Neuerrichtung, nachdem der Bau 1945 vollständig zerstört...


30.11.2017

Erkenntnisse und Herausforderungen

 Im April / Mai 2017 wurde eine von der ASSITEJ e.V. – dem Netzwerk der Kinder- und Jugendtheater in Deutschland – eine Umfrage zur Lage des Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland durchgeführt. Die Studie, die im Oktober im Rahmen des Nürnberger Festivals „Licht.Blicke“ am Gostner Hoftheater der Öffentlichkeit präsentiert wurde, gibt darüber Auskunft, unter welchen Bedingungen professionelles Theater für junges Publikum in Deutschland produziert und finanziert, gezeigt und vermittelt wird. In der Befragung wurden Zahlen und Fakten zu Organisationsformen, Budgets, Mitarbeiterstruktur, Produktion und Rezeption erhoben. Konzipiert wurde die durch einen Fachbeirat begleitete Studie vom Kulturwissenschaftler und Musiker Dr. Thomas Renz. Befragt wurden dabei rund 1.000 Theater und Spielstätten in ganz Deutschland. ...


04.10.2017

Bumm, Peng, KS:BAM!

 Die zeitgenössische Szene der kulturellen Bildung ist noch jung, insbesondere die der Kooperationsmodelle zwischen Kultur- und Schullandschaft. Und doch kommt sie schon in die ersten Jahre und reift und gewinnt an Fruchtbarkeit. Ob Enquete-Bericht Kultur des Bundes, der zu Beginn der Jahrtausendwende mit einem dicken Kapitel zur Kulturellen Bildung aufwartete oder das Handbuch „Kinder zum Olymp! Wege zu Kultur für Kinder und Jugendliche“ (2004) der Kulturstiftung der Länder sowie deren thematisch sortierte Kongresse auf diesem Feld. Zudem zahlreiche Publikationen der einschlägigen Verbände und Wissenschaften. Der Ruf nach mehr kultureller Bildung in und außerhalb der Schule war in den letzten Jahren, unterstützt von mannigfaltigen Nachweisen ihrer Wirkungskraft, sehr groß und um einiges lauter geworden denn je zuvor....


03.08.2017

Mal frech, mal anrührend, mal brisant, mal komödiantisch

Schauspiel / Sprechtheater Am Theater Ansbach sind nicht weniger als sieben Schauspielpremieren angesagt, beginnend gleich Anfang September mit der Komödie „Der Vorname“. Es folgen Duncan McMillans Monolog „All das Schöne“, die Version des „Fliegenden Holländers“ von Friederike Köpf als Uraufführung, Ariel Dorfmans „Der Tod und das Mädchen“ und Friedrich Schillers bürgerliches Trauerspiel „Kabale und Liebe“. Mit „Frau Luna“ kündigt sich ein musikalisches Lustspiel an, während im Juni 2018 Molières Komödienklassiker „Der Tartuffe“ als Sommertheater und zugleich als ein Beitrag zum Rokokofestival die Saison beschließt. Das ETA Hoffmann Theater Bamberg setzt sich in der kommenden Spielzeit mit der Frage auseinander, was „Der W...


31.05.2017

Umstrittener Fürstbischof und Patron der Künste

 Wer Würzburg in diesem Sommer besucht, kommt um eine Person kaum herum: alles dreht sich in der Residenzstadt um Julius Echter von Mespelbrunn. Der Fürstbischof dieses Namens regierte 44 Jahre lang, von 1573 bis 1617. Bis heute gehört Echter zu den prominentesten Würzburger Persönlichkeiten. Der strenge Gegenreformator bietet noch immer Stoff für Kontroversen. Unbestreitbar ist jedoch, dass niemand Stadt und Land so sehr geprägt hat wie er. Straßen, Plätze, Schulen, Apotheken, Weinberge sind nach ihm benannt, die von ihm gegründete Universität trägt ebenso seinen Namen wie das Juliusspital. Doch wer war Julius Echter eigentlich? Damit beschäftigen sich zu seinem 400. Todestag gleich zwei Würzburger Museen eingehend: das Martin von Wagner Museum und das Museum am Dom. Ausstellung im Museum am Do...


31.05.2017

Eine Stadt im Wandel

Auch in Franken hielt die Reformation Mitte des 16. Jahrhunderts Einzug und fand zahlreiche Anhänger. Doch mit dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 oblag es dem jeweiligen Herrscher, über die Konfession in seinem Territorium zu bestimmen. Für die protestantischen Bürger im Fürstbistum Würzburg bedeute dies unter der Regentschaft von Julius Echter (1573-1617), sich entweder zum katholischen Glauben zu bekennen oder ihre Heimat zu verlassen. Vor allem in Gerolzhofen betraf diese Regelung zahlreiche Bürger. Da in der Stadt noch heute viele Orte und Bauten erhalten sind, die diese historischen Umbrüche markieren, und um das Miteinander beider Kirchen zu stärken sowie das Leben in dieser epochalen Umwälzung nachvollziehen zu können, entstand in der Stadt die Idee, ein Wandeltheater zum Thema Reformation und Gegenreformatio...


31.05.2017

Geistlicher - Staatsmann - Samariter oder Inquisitor?

 Er gehört wohl eher zu den umstrittenen Figuren, für die in diesem Jahr ein Jubiläum anberaumt wurde. Aber natürlich blieb den Verantwortlichen der Würzburger Diözese eigentlich keine andere Wahl, gilt Julius Echter von Mespelbrunn, der 61. Bischof von Würzburg (1573 – 1617), doch eher als einer der Großen in der mittlerweile 88 Namen zählenden Reihe der Kirchenoberhäupter des unterfränkischen Oberzentrums. Aber vielleicht beginnen wir die Geschichte Echters von Anfang an. Echter wurde am 18. März 1545 als zweites von insgesamt neun Kindern des Kurmainzer Rats Peter III. Echter von Mespelbrunn und seiner Frau Gertraud in Mespelbrunn geboren. Die Eltern galten beide als tief gläubig, so wundert es nicht, dass bereits früh feststand, dass Sohn Julius eine kirchliche Laufbahn einschlagen würd...


30.03.2017

Arbeit, Macht und Schichtwechsel

 Zum 35. Mal jährt sich heuer das Bestehen der Bayerischen Theatertage - ein guter Grund, Hof in der Zeit vom 29. April bis zum 15. Mai einen (oder mehrere) Besuch(e) abzustatten und sich vom einzigartigen Programm des Theaterfestivals zu überzeugen. Nachdem die BTT am 29.04. um 19.30 Uhr mit der Vorstellung „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ des Münchener Residenztheaters eröffnet werden, präsentieren die gastierenden Schauspielhäuser ein vielfältiges Angebot, das sich mehr denn je auch an ein junges Publikum richtet. Wir haben uns vorab mit dem organisatorischen Leiter der diesjährigen BTT, Kristoffer Keudel, zum Gespräch verabredet. ART. 5|III: Herr Keudel, herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit für ein Interview nehmen, obwohl Sie gewiss sehr in die Vorbereitungen der 35. Bayerischen Theatertage einge...


01.02.2017

Von Zickereien im Zauberreich, wetteifernden Hasen und Igeln und den Streichen zweier Lausbuben

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“, konstatierte bereits Friedrich Nietzsche ganz allgemeingültig. Und Christa Reichard pflichtete ihm mit einem besonderen Augenmerk auf die musikalische Bildung von Kindern bei: „Musik ist eine wichtige Grundlage für die Allgemeinbildung – sie muss im frühesten Kindesalter beginnen.“ Als hätten Frankens und Thüringens Schauspielhäuser sich die Aussagen des Philosophen und des Mitglieds des Deutschen Bundestages zurzeit ganz besonders zu Herzen genommen, sind in den kommenden Monaten zahlreiche Höhepunkte zu sehen und vor allem zu hören, die eigens auf ein junges Publikum zugeschnitten sind, doch gewiss nicht nur ein solches erfreuen. Kinderkonzerte Konzerte sind etwas Feines. Als Erwachsener ist man sich dessen bewusst und hat auch eine Vorstellung davon, was zu ...


23.09.2016

Der „Spirit von Heinz Badewitz“ – ein Andenken, das gewahrt werden will

 Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaut man derzeit nach Hof, wo vom 25.-30. Oktober die 50. [in Worten: Fünfzigsten!] Hofer Filmtage stattfinden. Diese Zahl muss man sich in aller Ruhe auf der Zunge zergehen lassen, das ist mehr als eine ganze Menge. Da hätte man im beschaulichen Hof eigentlich einen guten Grund zum Feiern und Fröhlichsein, wenn nicht im März 2016 eine traurige Nachricht die Meldungen bestimmt hätte: Heinz Badewitz, der das Festival zusammen mit Uwe Brandner und Werner Weinelt 1967 ins Leben gerufen hat und bis zuletzt als (Vollblut-)Leiter der Hofer Filmtage auftrat, verstarb unverhofft, ausgerechnet bei dem Besuch eines Filmwettbewerbs. Die Film- und Schauspielwelt trauerte und tut es noch, weil mit Badewitz ein Großer der Filmlandschaft und das Herzstück der Hofer Filmtage gegangen ist. Die Aufgaben...


28.07.2016

Kulturangebot mit hoher Prominenzdichte

 Es gehört zu den immer wieder zu hörenden und gerne gepflegten Vorurteilen über Bayreuth und sein Kulturleben, dass die Stadt sommers zur Festspielzeit aus einer Art Winterschlaf erwacht und bald nach dem Ende der Wagner-Saison auch wieder in denselben versinkt. Das ist allerdings ziemlicher Unsinn, denn Bayreuth hat auch außerhalb seines weltweit im Fokus stehenden Festivals einiges zu bieten. Freilich kulminiert das kulturelle Angebot während der Festspielwochen in besonderer Weise, nicht zuletzt weil viele Gäste auch außerhalb der Wagneraufführungen im Opernhaus noch Zeit und Interesse für andere Angebote haben – manchmal ganz einfach deshalb, weil sie gar nicht alle wünschenswerten Karten besitzen. Auf dem Festspielkalender stehen nach der Eröffnung mit dem neuen Parsifal in der Inszenierung Uwe Eric La...


31.05.2016

Über allen Dächern ist Ruh‘

 Man braucht schon eine gewisse Zeit, um sich an den neuen Namen zu gewöhnen, schließlich hieß es 20 Jahre lang ... wir gehen zu den Faust-Festspielen. Jahr für Jahr pilgerten tausende von Zuschauern in die oberfränkische Festungsstadt, um den von Daniel Leistner inszenierten „Faust I“ (aber natürlich nicht nur den) zu erleben. Nachdem in den letzten Jahren die Zuschauerzahlen eine Zeit lang rückläufig waren, strebte man 2015, zunächst unter Mitwirkung des langjährigen Intendanten, eine Neu-Ausrichtung an. Scheinbar schnell stellte sich heraus, dass mit Daniel Leistner kein wirklicher Neustart möglich war. Aus diesem Grund trennte man sich, der Vertrag von Leistner wurde nicht verlängert. Nun, wer die Faust-Festspiele und deren Strukturen kannte, kann sich sicherlich vorstellen, dass die Verantw...


24.03.2016

Kunst und Kultur im Zeitalter der Vernetzung

 Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist das Künstlerhaus in der Nürnberger Königstraße mit seiner wechselvollen Geschichte das erste Haus am Platz und bildet aus Richtung des Bahnhofs kommend den Eingang zur Altstadt. Hier – auf dem Gelände des ehemaligen Salzstadels – war immer schon Platz für Kunst und Kultur, bis heute hat sich daran nichts geändert. Seit nunmehr acht Jahren ist das im historistischen Stil erbaute Künstlerhaus, das um die Jahrtausendwende um einen gläsernen „Kopfbau“ erweitert wurde, Sitz des KunstKulturQuartiers. Das Konzept des Quartiers wird durch die Zusammenlegung und Verknüpfung verschiedener Häuser und Abteile – namentlich der Kunsthalle, des Künstler- und Kunsthauses, der Kunstvilla, Tafelhalle und des Filmhauses – bestimmt und ist damit einmal...


26.01.2016

Hauptsache Kultur!

 Zum Jahreswechsel fielen gleich vier europäische Kulturhauptstädte besonders auf. Die einen feiern den Abschluss ihrer ereignisreichen Kulturjahre, die anderen den Auftakt. Pilsen (Tschechien) und Mons (Belgien), die Kulturhauptstädte Europas 2015, gaben den Stab der europäischen Kulturstaffel an Breslau (Polen) und San Sebastián (Spanien) ab. Der einen Rückblick ist der anderen Ausblick. Der einen Erfahrung der anderen Rat. Der einen Ende der anderen Anfang. Andere Länder, andere Sitten - das lehrt uns das gegenwärtige Europa bei vielen Themen. Und das gilt auch für Kulturhauptstädte. Keine ist wie die andere. Und doch haben sie viel gemeinsam: Das Event, das sich über ein Kalenderjahr erstreckt, das Fokussieren auf Kultur in Stadt und Region, die gehobene Aufmerksamkeit von innen wie von außen, das Sieg...


25.11.2015

Stetige Veränderung ist eine Notwendigkeit

 Wenn ein Orchester auf der Suche nach einem neuen Chefdirigenten ist, dann weiß das treue Abonnement-Publikum, dass es in den Spielzeiten vor dem definitiven Stabwechsel aufzupassen gilt, denn natürlich werden denkbare Aspiranten zu Gastspielen eingeladen. Das haben auch die Bamberger Symphoniker (alias Bayerische Staatsphilharmonie) gemacht, die sich ab der Saison 2016/17, nach dem Weggang Jonathan Notts zum Orchestre de la Suisse Romande, einen neuen Chefdirigenten wählen mussten. Als der junge tschechische Dirigent Jakub Hruša in der zurückliegenden Saison im Josef-Keilberth-Saal auftrat, spürte man aufgrund der begeisterten Stimmung sowohl im Publikum als auch auf der Bühne unter den Musikern, dass ein Nachfolge-Favorit als Stabführer gewaltet hatte. „Der isses“, diese Ahnung ging durch den Raum, und sie bewahrh...


07.10.2015

Bamberger Literaturfestival

 Was in der letzten Ausgabe noch als Gerücht daherkam, ist nun offensichtlich zur Tatsache gereift; die Domstadt erhält, neben dem bereits etablierten „Bamberg liest“, noch ein weiteres Literaturfestival. Um „ein wenig Fleisch an den Knochen zu bekommen“ hat unser Herausgeber Ludwig Märthesheimer mit einem der Veranstalter des geplanten Festivals, Wolfgang Heyder, ein Gespräch geführt.     Herzlichen willkommen Herr Heyer und besten Dank dafür, dass Sie die Zeit gefunden haben für ein Gespräch. Wolfgang Heyder: Sehr gerne, vielen Dank für die Einladung und für die Gelegenheit, einige Fakten zu dem neuen Literaturfestival darlegen zu können.     Wie kam es denn zu der Idee, ein weiteres Literaturfestival in Bamberg zu veranstalten? Wolfgang Heyder: Die Idee...


07.10.2015

Bamberg und das Buch

 Der für die Kultur in Bamberg zuständige Bürgermeister, Christian Lange, möchte die Domstadt als Stadt des Buches etablieren. Im laufenden Wintersemester schenkt die Städtische Volkshochschule diesem Thema einen Schwerpunkt. Mit der VHS-Leiterin Anna Scherbaum, die bekanntlich Martin Köhl ablöste, unterhielten sich Herausgeber Ludwig Märthesheimer und Chefredakteur Jürgen Gräßer.   Herzlichen willkommen, werte Frau Scherbaum, und besten Dank dafür, dass Sie die Zeit gefunden haben für ein Gespräch. Anna Scherbaum: Herzlichen Dank für die Einladung und für Ihr Interesse an unserem Schwerpunkt. „Bamberg und das Buch“ ist gar nicht so ein großes Thema, meint man.     Heißt es denn „Bamberg und das Buch“ oder „Bamberg &ndas...


27.07.2015

Sich zu langweilen wird schwerfallen

Frankens Theaterlandschaft bleibt auch in der kommenden Saison in kreativer Bewegung, vom kleinen Einspartenhaus bis zum Dreispartenschlachtschiff, von Würzburg bis Selb, von Coburg bis Nürnberg. Schauen wir also neugierig voraus auf das, was die fränkischen Theater im Spannungsfeld zwischen Routine und Innovation zu bieten haben, sei es in der Schauspielsparte, im Opernrepertoire, bei der leichten Muse von Operette und Musical oder beim Ballett. Wobei wir uns, um jedwede Bevorzugungen zu vermeiden, ganz einfach an das Alphabet halten. Das hat diesmal allerdings seinen besonderen Reiz, denn die Stadt, die aufgrund ihrer Initiale am Anfang stehen muss, steht quasi vor einer neuen Theaterepoche: Bamberg.   Am E.T.A.-Hoffmann-Theater hat nämlich die lange Amtszeit Rainer Lewandowskis geendet, und mit der Spielzeit 2015/16 übernimmt do...


19.06.2015

Am Pult: Maestra Joanna Mallwitz

Seit Beginn der Spielzeit 2014/2015 ist Joanna Mallwitz Generalmusikdirektorin am Theater Erfurt. Mallwitz, gebürtige Hildesheimerin, begann im Alter von fünf Jahren an Klavier und Geige. Anno 2000 wurde sie in das Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter aufgenommen, das an der Musikhochschule Hannover angesiedelt ist. Es sei ein „kleines Paradies“ gewesen und habe ihr eine „umfassende musikalische Bildung“ vermittelt, „ohne die meine weitere Laufbahn gar nicht möglich gewesen wäre“, sagt Mallwitz. In Hannover studierte sie dann auch Klavier und Dirigieren. Wir trafen die Nochnichtdreißigjährige in dem im Stadtviertel Brühl am Theaterplatz gelegenen Hause.   Das Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter ist in Deutschland auf seine Art einmal...


24.03.2015

Lewandowski feiert, Lewandowski geht

 Die 33. Bayerischen Theatertage in Bamberg   Als eine „Abschlussveranstaltung meiner Zeit hier in Bamberg“ will Rainer Lewandowski die 33. Bayerischen Theatertage verstanden wissen. Vom 3. Mai bis zum 23. Mai, über drei statt der sonst üblichen zwei Wochen hinweg, wird die Fete im E.T.A.-Hoffmann-Theater steigen. Dessen Intendant wird Lewandowski, Hannoveraner des Jahrgangs 1950 und ein Theatermann durch und durch, wenn er im Sommer von der Bühne abtritt, satte sechsundzwanzig Jahre lang gewesen sein.   Es sei eine „ganz besondere Veranstaltung in einer ganz besonderen Bedeutung“, eine „große Dank- und Abschiedsveranstaltung“. „Wir werden nicht punktuell tschüss sagen, sondern ein Theaterfest geben, mit welchem wir uns von Bamberg, von diesem Hause und voneinander verabschie...


03.02.2015

Singin’ in the rain

 Ab dem 14. Februar geht in der Nürnberger Staatsoper der Vorhang hoch für einen Evergreen der ganz besonderen Art: „Singin’ in the rain“, das Musical von Betty Comden und Adolph Green mit der Musik Nacio Herb Browns, dessen Songs sich für immer in den Ohren einnisten, wenn man sie einmal gehört hat. Am Hofer Theater laufen gleich drei Musicals und zudem Jacques Offenbachs Operettenklassiker „Pariser Leben“. In Würzburg bietet das Mainfrankentheater den „Zigeunerbaron“ von Johann Strauß, in Coburg hatte „My fair Lady“ kürzlich Premiere und wird damit auch in Bamberg gastieren. Im März wird das Musical „Thrill me“ herauskommen, während das Landestheater im Operettenfach mit Carl Zellers „Der Vogelhändler“ aufwarten wird, ein Klassiker, ...


25.11.2014

Theaterwunder in Frankens Norden

Wahrlich, es lohnt sich, des Theaters wegen nach Coburg zu fahren! Das gilt zwar schon seit langer Zeit, aber in den letzten Jahren vielleicht mehr denn je. Das dortige Landestheater - de facto Bayerns kleinstes Staatstheater, weil es seit dem Theatervertrag von 1920 eine Bestandsgarantie besitzt – schwimmt geradezu auf der Erfolgswelle. Ein durchschlagender Coup mit überregionalem Echo war z.B. die Doppelinszenierung des „Lohengrin“ (Wagner/Sciarrino), die Eleonore Büning von der FAZ zu der Bemerkung veranlasste:    „Auch kleine Häuser schaffen Großes“. Die Kritiker schwärmen in diversen Feuilletons von einigen Produktionen der letzten Zeit, z.B. von der fulminanten Inszenierung der Purcell-Oper „King Arthur“. Bezüglich der neuesten „My Fair Lady“ war von „...


29.09.2014

Dem Richtigen für das Richtige zur richtigen Zeit

Der ETA-Hoffmann-Preis der Stadt Bamberg wurde im Jahre 1989 zum ersten Male vergeben (an Hans Wollschläger) und zeichnete zuletzt (2012) den Musikverein Bamberg aus. Seit 1992 wird er im zweijährigen turnusmäßigen Wechsel mit dem Kulturförderpreis der Stadt ausgelobt. Die Kriterien für die beiden Auszeichnungen, festgelegt im Bamberger Stadtrecht, lesen sich wie folgt: „Der ETA-Hoffmann-Preis wird an natürliche oder juristische Personen oder an Gruppen verliehen, die sich durch ihr literarisches, musikalisches, bildnerisches oder sonstiges künstlerisches Schaffen und Wirken verdient gemacht haben und dem Anspruch, der mit dem Namen E.T.A. Hoffmann verbunden ist, gerecht werden“ … „Der Kultur-Förderpreis wird verliehen an … Personen oder Gruppen, die durch ihre innovativen Aktivitäten das kultu...