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23.05.2017

Finissage der Ausstellung auf dem Karlshof

Karlshof/ Ellingen: Die Ausstellung „Keimender Tag Bernhard Maria Fuchs – Korbinian Huber“ neigt sich dem Ende zu. Noch bis Sonntag, 28. Mai, können Ölgemälde und übermalte Drucke von Bernhard Maria Fuchs (1959-2014) sowie Holzskulpturen und Bronzegüsse von Korbinian Huber (geb. 1965) auf dem historischen Karlshof betrachtet werden. Geöffnet ist die Ausstellung samstags und sonntags sowie an Christi Himmelfahrt (25. 5.) jeweils von 14.00 -18.00 Uhr. Anlässlich der Finissage findet am 28. Mai um 14.15 Uhr eine Führung mit Korbinian Huber und Rebekka Maget, der ältesten Tochter von Bernhard Maria Fuchs, und den Kuratoren statt.   Fotocredits: Ausstellung „Keimender Tag Bernhard Maria Fuchs – Korbinian Huber“, Foto © Presse


02.05.2017

Barrierefreie Kunst

 Das Besondere der Ausstellung „lebenskunst“ im Kesselhaus - von den Gepflogenheiten des Kunstbetriebs abweichend - ist die Mischung der Werke von Künstler mit und ohne Behinderung. Wo verläuft die Grenze zwischen Künstlern mit und ohne Behinderung? Gibt es einen wahrnehmbaren Unterschied? Und kann die Kunst Brücken schlagen, Barrieren einreißen? Ganz gleich welche Ecken und Kanten, welche „Macken“ der oder die Einzelnen haben: Kommt es nicht auf die Ergebnisse, das Werk an? Viele bildende Künstler sind Nachdenkende, Betrachtende, Sinnende und Reflektierende des eigenen Schaffens. Sie erfinden Konzepte, geistige Universen. Das ist gut so, doch nicht der einzige Weg – es gibt die Möglichkeit des anderen Zugangs. Glücklich jene, die aus dem unermesslichen Brunnen des Ursprünglichen, Ein...


12.04.2017

Dispatchwork – Jan Vormann

 Jan Vormann (geb. 1983 in Bamberg) verschönert alte Gebäude, marode Sehenswürdigkeiten und rissige Wände mit Lego-Steinen. 2012 hat er anlässlich der Landesgartenschau in Bamberg am ERBA Turm seine Spuren hinterlassen. Und längst können sich Menschen überall auf der Welt an Dispatchwork beteiligen – das Projekt ist dank eines globalen Netzwerks zur Mitmach-Plattform geworden. Die Ausstellung im Kesselhaus gibt einen lebendigen Eindruck der weltweiten Aktionen und lädt gleichzeitig zum Mitbauen ein. Die Ausstellung ist vom 9. April bis 7. Mai 2017 im Kunstraum Kesselhaus, Untere Sandstraße 42, Eingang Am Leinritt, zu sehen. Öffnungszeiten: Do und Fr 15:00 - 18:00 Uhr Sa und So 11:00 – 18:00 Uhr, geöffnet auch Ostermontag 17.4.  11:00 – 18:00 Uhr info@kunstverein-bamberg.de ww...


10.04.2017

Ausstellungs-Endspurt im Franck-Haus 

Endspurt im Franck-Haus von Marktheidenfeld: Die Ausstellung von Karikaturen zu Themen wie Lebensstil, Konsum, Klimawandel und Gerechtigkeit sowie die Werkschau „Unter der Oberfläche“ der Künstler Anja Jung und Rainer Kuhn gehen nur noch wenige Wochen.   In „Glänzende Aussichten“ wagen rund 40 Karikaturistinnen und Karikaturisten im einen überraschend anderen Blick auf die Herausforderungen unserer Zeit. Auf witzige, verblüffende und manchmal auch erschreckende Weise regt die Ausstellung von Misereor in Kooperation mit dem Bistum Bamberg zum Nachdenken an über die Abgründe unseres individuellen Verhaltens, aber auch über die großen weltpolitischen Zusammenhänge. Es geht um Fragen weltweiter Gerechtigkeit, Grenzen von Wachstum und Appell. Die Karikaturen im Galeriebereich des Franck-Hauses sind ...


10.04.2017

buecher gar hübsch gemolt

 Die Staatsbibliothek Bamberg zeigt noch bis 30. Juni 2017 einen repräsentativen Querschnitt aus ihrem Bestand an illuminierten Büchern des 15. und frühen 16. Jahrhunderts. Einer breiteren Öffentlichkeit wird so Einblick in diesen bisher weitgehend unbekannten Teil der Handschriftensammlung gewährt, der derzeit in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt erschlossen wird. Vorträge und Führungen begleiten die Ausstellung. Jeden Montag um 17 Uhr (außer Feiertags) wird zudem eine kostenlose öffentliche Führung angeboten. Das 15. Jahrhundert war eine Zeit tiefgreifender religiöser und kultureller Umbrüche. Bußprediger kritisierten gesellschaftliche und kirchliche Missstände, und klösterliche Reformbewegungen strebten danach, das Gemeinschaftsleben wieder stärker ...


03.04.2017

Entschleunigte Kunst

 Seit 2009 gibt es jedes Jahr einen weltweit gefeierten Slow Art Day. 2017 findet der Tag des „langsamen Kunst guckens“ am Samstag, den 8. April statt. Das Grundprinzip besteht darin, nur wenige, ausgewählte Werke ganz genau zu betrachten, zunächst ohne weitere Informationen dazu. Danach tauschen die Besucher ihre Beobachtungen untereinander aus. In Umkehrung der klassischen Kunstführung bekommt der Besucher nicht erklärt, was auf den Gemälden dargestellt sein soll, sondern kann den Galeristen, anderen Besuchern oder auch dem Künstler selbst erzählen, was er auf dem Bild sieht.Weltweit haben sich schon mehrere hundert Museen und Galerien an dem Event beteiligt. Die Slow Art Galerie in Nürnberg, ehemals Galerie Atzenhofer, ist künftig natürlich auch mit dabei. Neben einigen frisch gema...


30.03.2017

Gezielte Gegenüberstellung

 Seit 1997 ist mit der Eröffnung von bisher elf Museen, die Kunstwerke aus den Sammlungen der Diözese Würzburg mit jeweilig eigenem inhaltlichen Ansatz vor Augen stellen, mittlerweile in Unterfranken eine diözesane Museumslandschaft entstanden, die mit den Eröffnungen von zwei weiteren in Karlburg 2017 und in 2018 in Karlstadt noch anwachsen wird. Dahinter steht aber nicht nur die Absicht einer Dezentralisierung, sondern vor allem das Bestreben, mit jedem einzelnen Museum den Besucherinnen und Besuchern eine Hilfestellung zum Verständnis sowohl der Kunst und der Geschichte als auch der Gegenwart zu geben. Dieses konzeptionelle Programm, das schon mit der Eröffnung der Galerie „Marmelsteiner Kabinett“ im September 1990 als vorbereitende Maßnahme im Blick auf die zu gründenden Museen mit diözesan...


30.03.2017

70 Jahre Künstlergruppe „Der Kreis“

 Die Nürnberger Künstlervereinigung „Der Kreis“ feiert 2017 ihr 70-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum nehmen die Kunstvilla und das Kunsthaus zum Anlass für zwei groß angelegte Ausstellungen, die konzeptionell aufeinander abgestimmt sind. Die Kunstvilla präsentiert unter dem Titel „70 Jahre Künstlergruppe Der Kreis – Ein Längsschnitt durch die Kunst in Nürnberg seit 1947“ die Geschichte und Entwicklung des Vereins anhand herausragender künstlerischer Positionen und schlägt dabei einen Bogen von der Gründung der Künstlergruppe im Jahr 1947 über die kulturpolitisch geprägten Debatten der 1960er-Jahre bis zu den heutigen Mitgliedern. Für dieses Projekt richtet die Kunstvilla ihre seit 2014 bestehende Dauerausstellung neu ein. Das Kunsthaus zeigt...


30.03.2017

„Rückwärts-sehen“

 Der in Bayreuth lebende Bildhauer und Kunstmaler Axel Luther ist insbesondere für seine filigranen, schwerelos wirkenden Skulpturen aus Alufolie bekannt: Tierfiguren – Pferde, Katzen, Hunde, Vögel und Stiere – aber auch Wesen wie Engel, Drachen und Minotauren. Im vergangenen Jahr wurde der Konzeptkünstler mit dem Kulturpreis des Landkreises Bayreuth ausgezeichnete. Seine ersten künstlerischen Modellierversuche mit Stanniol machte er jedoch bereits mit vier Jahren. Nach einer längeren Asienreise ist er seit 1986 als freischaffender Künstler tätig, seit 1994 in seinem Hollfelder Atelier im „Blauen Turm“. Trotz langjähriger Berufserfahrung als freischaffender Künstler gibt er sich bescheiden. „Talent und die Möglichkeit es auszudrücken, sind Zufall. „Es ist ein Geschenk...


30.03.2017

„Die Schale“

 Es ist eine alte Liebe oder vielmehr eine schwärmerische Anbetung: Die Beziehung des Malers Udo Kaller zur asiatischen Kunst und speziell zum japanischen Holzschnitt der Hochzeit ab etwa 1780 bis 1860. Entfacht wurde seine Begeisterung bereits im Studium an der Kunstakademie Nürnberg seit 1965 durch den Kunstgeschichtsprofessor Franz Winzinger, der ein Sammler japanischer Farbholzschnitte war. Was mag die Affinität ausgelöst haben? Wer den Künstler kennt, begreift, dass es die Klarheit der japanischen Holzschnitte war, ihr sozusagen hoher Organisationsgrad. Die Betonung der Linie, wie sie dort praktiziert wird, wird bei Kaller noch gesteigert. Seine neue Werkreihe „Die Schale“, an der der Künstler seit 2012 arbeitet und die nun in drei Stationen, zunächst in der Städtischen Galerie Fürth (2018 im Mu...


30.03.2017

„Favorite Things“

 Im Bamberger Café Müller trafen sich am 2. Mai 1947 Künstlerinnen und Künstler aus Ober- und Unterfranken, und gründeten einen gemeinsamen BBK-Regionalverband. Heuer wird also in beiden Regierungsbezirken ein 70. Geburtstag gefeiert. Die Oberfranken tun dies mit der Fest-Ausstellung „Favorite Things“ in der Städtischen Galerie Villa Dessauer. Gezeigt werden großformatige Malereien, sensible Druckgrafiken, raumfüllende Installationen, fotografische Serien, geheimnisvolle Objekte – eine immense Bandbreite an Medien und Haltungen. Eine Besonderheit dieser Ausstellung ist, dass explizit dazu eingeladen wurde, räumliche Gruppenkonzepte zu entwickeln. Drei Künstlerinnen etwa arbeiten mit den verwandten Materialien Faden, Gewebe und Papier. Entstanden ist für „Favorite Things“...


30.03.2017

Architektur trifft auf Collage

 Der durch Krieg, Revolution und Industrialisierung geprägte Erfahrungs- und Wahrnehmungswandel schlägt sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts gleichermaßen in Zeitungen und Magazinen, in den bildenden und darstellenden Künsten nieder. Schon früh kamen Collagen und Fotomontagen auch in der Architektur zur Anwendung. Ludwig Mies van der Rohe (1886-1969), einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts, schuf zwischen 1910 und 1965 eine Vielzahl von Collagen und Fotomontagen, die auf faszinierende Weise die Gestaltungsprinzipien seiner Architektur verdeutlichen. Diese meist großformatigen Arbeiten sind weit mehr als skizzenhafte Begleiter des architektonischen Entstehungsprozesses: Sie sind eigenständige Kunstwerke, die überwiegend frei von Zweckgebundenheit die reine Vision Mies van der Rohes zeigen, die Essenz...


30.03.2017

„Wilhelm Loth – Von der Figur zur Körperlandschaft von 1947 bis 1988“

 Der Darmstädter Wilhelm Loth (1920 –1993) zählt zu den bedeutendsten deutschen Plastikern und Hochschulprofessoren der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als 17-Jähriger nimmt Loth – vom druckgrafischen Werk Käthe Kollwitz‘ beeindruckt – Kontakt zu der Bildhauerin auf und wird in seinem Vorhaben gestärkt, Künstler zu werden. 1940 besucht er daraufhin kurz die Bildhauer-Klasse von Toni Stadler an der Städelschule in Frankfurt und lässt sich vom plastischen Gestalten mit Terrakotta inspirieren. Noch während des Naziregimes findet er schließlich zu seiner eigenen Figuration, die er nach 1945 sensibel weiterentwickelt. 1958 erhält Loth einen Ruf an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, wo er bis 1986 lehrt. Zahlreiche Einzelausstellungen in Deutschland un...


30.03.2017

Der rote Faden zur Macht

 Rot ist die Farbe der Macht. Schon im Altertum bekannt, war sie über Jahrhunderte, gar Jahrtausende allein den Kirchenoberhäuptern und weltlichen Machthabern vorbehalten, denn sie war teuer in der Herstellung, das Vorkommen an Purpurschnecken und Kermesläusen begrenzt. Im Zeitalter der synthetischen Herstellungsverfahren hat sich das inzwischen geändert. An Symbolhaftigkeit hat die Farbe Rot aber trotzdem nicht einbüßen müssen. So lässt sich auch erklären, warum man im Nürnberger Fembo-Haus neuerdings rotsieht. Denn die Farbe zieht sich wie ein (selbstverständlich!) roter Faden durch die neue Dauerausstellung des Stadtmuseums, das sich in der Achse zwischen Hauptmarkt und Kaiserburg in Nürnbergs einzigem noch erhaltenen Kaufmannsanwesen der Spätrenaissance befindet. Die Ausstellung heiß...


22.03.2017

Vernissage – 4 Positionen

 Ab Ende März zeigen vier renommierte Künstlerinnen und Künstler im Schloss Kirchschönbach ihre plastischen Arbeiten. Die Vernissage, die musikalisch vom Schwander-Goltz-Duo begleitet wird, findet am  25. März, 17.00 Uhr statt.   Ausgestellt werden Werke von: Eva-Maria Mandok 1975 geboren in Nürnberg, 2002–2008 Studium Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg, 2007–2008 Auslandstipendien in Krakau, seit 2008 freie Künstlerin, 2009 öffentlicher Auftrag Kunst am Bau in Feucht, seit 2005 stellt sie in zahlreichen Ausstellungen aus und nimmt an Symposien teil. Die Nürnberger Künstlerin Eva-Maria Mandok arbeitet mit Formen im figürlichen Bereich. Motive, die für sich alleine stehen, sind häufig Personen aus dem Alltag. Feine Ironie, Beobachtungsgabe u...


22.02.2017

Sonntagsführungen in den Jüdischen Museen Franken

Am 5. März, 14 Uhr finden in den Jüdischen Museen Franken wieder interessante Sonntagsführungen statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wer übernächsten Sonntag spontan Lust auf einen Museumsbesuch hat, sollte sich nach Fürth, Schwabach oder Schnaittach aufmachen und sich vorweg für eine der folgenden Führungen entscheiden (Eintritt: 5 Euro): JMF in Fürth: „Jüdisches Fürth – ein Museumsrundgang“ Fürth ist heute als Geburtsstadt von Jakob Wassermann, Henry Kissinger oder Leopold Ullstein bekannt. Nur wenige wissen, dass Fürth vom 16. bis ins frühe 19. Jh. das bedeutendste jüdische Zentrum Süddeutschlands war. Aufgrund ihrer zahlreichen Synagogen, Talmudschulen, wohltätigen Stiftungen und Buchdruckereien war die Fürther jüdische Gemeinde in aller Welt beka...


16.02.2017

„A New Kind of Joy – Jorinde Voigt“

 Jorinde Voigts Arbeiten auf Papier gleichen vielstimmigen Partituren. So wie ein Notenblatt der bildliche Ausdruck eines Musikstücks ist, übersetzt die Künstlerin physikalische Phänomene wie Gravitation, Geschwindigkeit, Raum und Zeit in großformatige Zeichnungen. Dazu nutzt sie ein vielschichtiges Vokabular aus Codes, Zeichen und Maßeinheiten, die sie in ein mathematisches Regelwerk einordnet. In dieser wissenschaftlich anmutenden Matrix verortet sie ihre eigenen Bewegungen bei der Arbeit ebenso wie Einflüsse durch Kunst, Literatur, Musik, Naturwissenschaft oder Philosophie. In der Ausstellung „A New Kind of Joy“ präsentiert die Kunsthalle Nürnberg von 23. Februar bis 7. Mai 2017 eine Auswahl von Arbeiten Jorinde Voigts, in denen neben den klassischen Mitteln der Zeichnung wie Bleistift, Graphit, Tus...


13.02.2017

Saisonauftakt im Kesselhaus

Der Kunstverein Bamberg eröffnet die diesjährige Saison im Kesselhaus mit der Ausstellung Stills. Gezeigt werden Arbeiten von Norbert Kleinlein. Seine künstlerischen Anfänge sind eng mit seiner Heimatstadt Bamberg verwoben, wo er zunächst eine Bildhauerlehre absolvierte. Von 1961-1963 studierte er an den Werkkunstschulen in Würzburg und Augsburg. Stipendien und Auslandsaufenthalte führten ihn u. a. nach Paris und in die USA.  Heute lebt und arbeitet er im Künstlerhof Oberndorf/  Schweinfurt. Norbert Kleinleins plastische Arbeiten, Installationen und sein großes zeichnerisches Werk sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen vertreten. Die Ausstellung ist vom 4. März bis 2. April 2017 im Kunstraum Kesselhaus Untere Sandstraße 42, Eingang Am Leinritt, zu sehen. Die Vernissage findet am Samstag, den 4.3....


09.02.2017

Sonderausstellung Royal Copenhagen 19.02.2017

 Im Rahmen der neuen Sonderausstellungsreihe „Die großen Manufakturen“ findet am 19. Februar 2017, um 14:30 Uhr, im Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan, Hohenberg an der Eger, eine öffentliche Führung durch die Ausstellung der traditionsreichen Manufaktur ROYAL COPENHAGEN statt. Seit über 240 Jahren findet sich deren Porzellan sowohl auf königlichen Tafeln als auch in fast jedem dänischen Haushalt und ist zudem in vielen Museen und Sammlungen weltweit vertreten.     In der Ausstellung werden 42 ausgewählte Originalteile des ersten Flora DanicaServices gezeigt. Das royale Service gehört zu den bedeutendsten Porzellanservicen weltweit. Das erste originale Service, welches 1790 in Auftrag gegeben wurde, befindet sich, bis auf wenige Stücke, noch heute im Besitz des dänis...


09.02.2017

Auf „Streifzug durch Erlangens Geschichte“

 Von Mitte Februar bis Mitte März finden sonntags und donnerstags öffentliche Führungen als „Streifzüge durch Erlangens Geschichte“ statt. Jeder Streifzug stellt, ausgehend von einem exemplarischen Exponat, eine Abteilung vor – alle vier Streifzüge ergeben einen Rundgang durch Erlangens Geschichte von der Ersterwähnung bis zum modernen Erlangen. Noch bis zum 25. März kann man das Stadtmuseum bei freiem Eintritt selbstständig erkunden. Bis 25. März gilt also: Eintritt ins Museum frei, Führung: 2 €.     Sonntag 19.2. | 11 Uhr Donnerstag 23.2. | 18.30 Uhr: Das Erlanger Richtschwert (Ende 17. Jh.) Der erste Streifzug beginnt bei der Ersterwähnung 1002, geht über zur Stadterhebung im 14. Jh. (mit dem Schwert als Zeichen der Gerichtsbarkeit) und endet 1706 beim großen Brand ...


02.02.2017

Hommage an einen außergewöhnlichen Porzellankünstler

Helmut Drexler, ein ausgesprochen kreativer Mensch, beherrschte das Handwerk des Porzellanmalers in allen Facetten und nutzte in gleicher Weise die Malerei als sein künstlerisches Ausdrucksmittel in zuvor kaum genutzter Dimension. Er schuf eine Vielzahl an Kunstwerken, die unverwechselbar für ihn und die Möglichkeiten stehen, die der Werkstoff und die darauf zu entfaltende Welt der Farben für kreatives Schaffen eröffnen.   Noch bis vor wenigen Monaten trieb es ihn täglich in sein Atelier, ins Porzellanikon. Der 1927 in Selb geborene war von den Eltern 1942 in die Lehre als Porzellanmaler bei der Rosenthal AG geschickt worden. Es waren zunächst quälende Anfänge, aber dann fing er Feuer und dieses Feuer loderte ein ganzes Leben, wurde auch nicht gelöscht durch Krieg und Kriegsgefangenschaft.    Zurückge...


01.02.2017

Bella Venezia – Venedig in Würzburg

 Seit Anfang Dezember erstrahlt der Nordflügel der Würzburger Residenz wieder in neuem Glanz oder genauer: die Staatsgalerie, eine Zweiggalerie der Münchner Pinakotheken, die im Frühjahr 2015 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen wurde, kann sich nach eineinhalb Jahren nun wieder sehen lassen. Tapeten mussten feinster Seidenbespannung weichen, das Lichtkonzept wurde überarbeitet und Werke neu arrangiert. Die Gemälde wurden allesamt von Staub befreit und des Firnis‘ entledigt, sodass die Farben wieder in satten Tönen erstrahlen. Auch die Rahmen wurden im Zuge der umfangreichen Restaurierungsarbeiten einer Verjüngungskur unterzogen. All das nahm man in Würzburg gerne in Kauf – für die Meisterwerke von Weltrang, die in der Tradition venezianischer Malerei wie denen des Giovanni Battista Tiepolo stehen, der eb...


01.02.2017

Den Burgen ein Museum

 Bereits seit dem 12./13. Jahrhundert thront über dem südthüringischen Landkreis Hildburghausen auf einem 403 m hohen Phonolitfelsen die Veste Heldburg. Doch seit Herbst 2016 thront die sog. „fränkische Leuchte, die so heißt, weil sie sich in Sichtweite zur benachbarten „Fränkischen Krone“, der Veste Coburg, befindet, dort oben besonders stolz. Denn Anfang September eröffnete hier das Deutsche Burgenmuseum seine Pforten. Seit fünf Monaten läuft nun schon der Museumsbetrieb. Zeit, mal einen Blick nach Thüringen zu werfen. Bereits 1997 hatte Prof. Dr. Ulrich Großmann, Leiter des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg und nun auch wissenschaftlicher Leiter des neuen Museums, die Idee zum Deutschen Burgenmuseum, weil es lange Zeit kein überregionales Museum gab, das sich der Geschichte ...


01.02.2017

Zwischen den Farben

 Die dritte Dialogausstellung der Kunstvilla zeigt mit Inge Gutbrod (geb. 1963 Nürnberg) und Markus Kronberger (geb. 1964 Nürnberg) zwei Künstler, die sich seit ihrer Studienzeit an der Nürnberger Kunstakademie kennen und schätzen, und widmet sich zugleich dem unergründlichen Phänomen der Farbe. Inge Gutbrod und Markus Kronberger haben in ihrer Kunst auf unterschiedliche Art und Weise die Erforschung von Farbe und Raum in den Mittelpunkt gestellt. Beiden Künstlern ist gemeinsam, dass sie – von der Malerei kommend – im Verlauf ihres künstlerischen Schaffens in die dritte Dimension vorgestoßen sind. Handelt es sich bei Inge Gutbrod dabei vornehmlich um die Gestaltung faktischer Räume im Sinne der Installationskunst, erschafft Markus Kronberger Denkräume, die in immer stärkerem Maße das Verhältnis des einzelnen Werks zu seiner Umgebung thematisieren. Gutbrods Ausgangsmaterial...


01.02.2017

Eine Bilderreise vom Okzident zum Orient

 Noch bis 23. April 2017 läuft in der Kunstsammlung der Städtischen Museen Jena eine Ausstellung mit Bildern aus 1000 und 1 Nacht. „Orientbilder. Fotografien 1850-1910“ will den Besucher in fremde Welten entführen und folgt damit dem Motto: „Jetzt erst recht“. Denn wenn man die Geschichte der Orient-Fotografie betrachtet, die hier in gut 200 zwischen 1850 und 1910 entstandenen Aufnahmen aufgeblättert wird, so kann man die allmähliche Verfestigung der Bilder der Fremde, die doch so vertraut ist, verfolgen. Der Orient als noch immer mystischer Ort, inszeniert für die Augen und Phantasien des Okzidents, ist in der Kunstfotografie ortlos und auch zeitlos. Ein reines Reich der Bilder und Phantasmen, die den Blick auf das legen, wofür sich der abendländische Besucher besonders interessierte: das Fremde, das Exo...


01.02.2017

Ein junger Bauhäusler und sein Werk

 Noch bis zum 12. März 2017 stellt die Klassik Stiftung Weimar im Schiller-Museum erstmals das vielgestaltige Frühwerk des Bauhäuslers Hans Martin Fricke in einer eigenen Ausstellung mit mehr als 150 Exponaten vor. Hans Martin Fricke (1906-1994) gehörte mit 16 Jahren zu den jüngsten Studierenden am Staatlichen Bauhaus in Weimar und mit 18 Jahren zu dessen jüngsten Absolventen. Obwohl er offiziell in der Tischlereiwerkstatt unter Walter Gropius und Werkmeister Erich Brendel lernte, nutzte er auch die Druckereiwerkstatt Lyonel Feiningers und experimentierte zudem im bildkünstlerischen Bereich mit gegenständlichen und abstrakten Arbeiten. Durch seine Mitarbeit bei der Ausstattung des Musterhauses Am Horn entdeckte er schließlich sein Interesse für Architektur. Zahlreiche Studienarbeiten aus der gestalterischen Grundla...


01.02.2017

Lust und Verlust

 Ein Maler muss malen. Selbst wenn der Nürnberger Maler Manfred Hürlimann nur aus Liebe zu schönen Dingen ein Museum besucht, wie er gerne und häufig in der Sammlung Ludwig in Bamberg zu Gast ist, gehen die Museumsexponate in seine Vorstellung ein. Er reagiert malerisch auf das Porzellan und setzt Stücke aus der Sammlung Ludwig in alte und neue Kontexte. Sowohl Einflüsse des Rokoko als auch aus unserer Zeit nimmt er in seine Bilder auf. Figuren und Kannen, Schaugerichte und Tischfontänen inspirierten den Maler zu einer Bilderserie, die unter dem Titel „Lust und Verlust“ gemeinsam mit den Porzellanen und Fayencen in der Sammlung Ludwig präsentiert wird, sodass sie in einen Dialog treten. Bereits der Titel „Lust und Verlust“ deutet auf ein fragiles Gleichgewicht hin. Oft sind die Gefäße am Abruts...


01.02.2017

Die Entwicklung vom Naturalismus zum Expressionismus

 Dem Museum „Schlösschen im Hofgarten“ in Wertheim ist es gelungen, für die Sonderausstellung „Liebermann bis Pechstein“ – Stadtansichten Berlins in der Malerei der Berliner Secession eine beispielhafte Auswahl an Bildern zu diesem Thema aus dem Stadtmuseum Berlin als Leihgabe nach Wertheim zu holen. Gemälde aus der eigenen Sammlung des Schlösschens – die ehemalige Stiftung Wolfgang Schuller – ergänzen diese Auswahl. In Berlin, das um 1900 zur größten deutschen Metropole wurde, hat sich die Kunst der klassischen Moderne wie in kaum einer anderen Stadt Deutschlands entwickelt. Die vom Französischen Impressionismus beeinflussten Mitglieder der Berliner Secession erlebten eine Stadt und die sie umgebene Landschaft im gewaltigen Umbruch und verarbeiteten die Entwicklung Berlins in ihren Bil...


01.02.2017

„Sehnsucht.Landschaft – Würzburg und die romantische Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts“

 Romantische Landschaftsmalerei ist eine Konstante im unruhigen, von politischen, gesellschaftlichen wie auch von künstlerischen Revolutionen geprägten 19. Jahrhundert. Weder technische Neuerungen wie die Fotografie noch Avantgarden wie der Realismus, Impressionismus oder Symbolismus konnten sie gänzlich verdrängen. Betrachtet man heute Bilder dieser Art, so kommt man nicht umhin zuzugeben, dass die romantische Landschaftsmalerei einen besonderen Charme hat. Gerade in unserem hektischen Alltag, der zunehmend zersiedelten Umwelt und dem immer-überall-erreichbar-Sein, laden diese idealisierten Sehnsuchtslandschaften zum Schwelgen und Träumen ein. Oft sind es arkadisch-südliche Gefilde wie Italien, Griechenland und Spanien, die sich die Künstler zum Ziel wählten. Gleichermaßen wurden jedoch auch heimische Motive immer wicht...


16.01.2017

Zwiefacher

 Dieser Ausstellungstitel ist als Begriff im Bamberger Raum eher weniger bekannt und wird uns so durch die Anwesenheit der Künstlerin Andrea Buckland, die in der Nähe von Regensburg beheimatet ist, nähergebracht. Es handelt sich hierbei um einen volkstümlichen Tanz, welcher aus dem ständigen Wechsel zwischen Dreher- und Walzerrundtanz hervorgeht.  Der Taktwechsel ist metaphorisch in den einzelnen Werken und deren Kombination wiederzufinden … Andrea Buckland: In den hier gezeigten “Urwäldern” wird kontrolliertes Arbeiten zugunsten einer energievollen Malweise aufgegeben. Bilder werden schichtenweise mit gestuellem Übermalen in ihrer Ordnung gestört, dann neu geschaffen, dann wieder durch Farbkleckse und zufälligen Farbauftrag irritiert. Am Ende des Prozesses entstehen Malereien, welche von nahem betr...


07.12.2016

Seht, welch kostbares Erbe!

Rund 460 Denkmale von der archäologischen Ausgrabung bis zur denkmalsgeschützten Lokomotive fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jedes Jahr. Die Ausstellung „Seht,  welch  kostbares  Erbe!“ gibt einen eindrucksvollen  Überblick  über zahlreiche dieser  Förderprojekte, bietet spannende  Einblicke in die Restaurierungsmaßnahmen und zeigt viel Interessantes rund um das Thema Denkmalschutz in Deutschland. Großformatige Fototafeln machen die kunsthistorische Bedeutung der Denkmale ebenso greifbar wie ihren ehemaligen  Erhaltungszustand und die bislang erfolgten Restaurierungsmaßnahmen. Hier findet jeder sein Lieblings-Objekt: Neben Kirchen und Schlössern warten auch technische Denkmale – vom Leuchtturm bis zum denkmalgeschützten barocken Pferdekarussel &ndash...


09.12.2016

Interim – zwischen den Ausstellungen

 Während der Pause zwischen zwei Sonderausstellungen ist der Eintritt ins Stadtmuseum stets frei – somit eine gute Gelegenheit, dessen Schausammlung wieder einmal ganz für sich wahrzunehmen. In fünf Abteilungen vermittelt diese Erlangens Geschichte vom Auftreten der ersten Menschen in der Region bis ins 20. Jahrhundert. Im Zentrum steht die Barockstadt mit den hugenottischen Handwerken und Manufakturen, mit Residenz und Universität. Weitere Themen sind die Umbrüche des Industriezeitalters wie auch der Stadtgesellschaft seit dem Kaiserreich im Kontext der deutschen Geschichte. Der Rundgang endet mit der Entwicklung zur Siemensstadt nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu jeder Abteilung können Führungen gebucht werden, aber auch als Rundgang durch das ganze Haus. In den freien Sonderausstellungsräumen sind zwischenzeitlich selten gezei...


30.11.2016

Künstlerhaus an den Wochenenden offen

 Francesca Grilli, deren Werke mit Preisen bedacht und international ausgestellt werden, reiste Mitte des Jahres aus Italien ins Künstlerhaus und besuchte seit Antritt ihres Stipendiums öfter schon die Bamberger Sternwarte oder z.B. die Don Bosco-Fähre. Unverkennbar ist der Bezug zu Bamberg, den die bildende Künstlerin in ihrer eigens für die Villa Concordia konzipierten Ausstellung herstellt.   Sa & So, 03./04. Dezember 2016 Sa & So, 10./11. Dezember 2016 jeweils von 11- 16 Uhr – der Eintritt ist frei! Internationales Künstlerhaus Villa Concordia, Concordiastr. 28, 96049 Bamberg Ausstellungsdauer: 15.11.-16.12.2016 - Öffnungszeiten: Mo–Do 8–12 und 13–15 Uhr / Fr 8–13 / Sa & So & feiertags 11–16 Uhr Information zum Veranstalter: Noch bis März 2017 verbringen 12 K&u...


28.11.2016

Gudrun Brüne – Lebensspuren

 Als eine der wenigen Frauen der Leipziger Schule, widmet sich das Museum am Dom in Würzburg der Künstlerin Gudrun Brüne in einer Werkschau mit mehr als 60 Bildern. In der Ausstellung „Gudrun Brüne – Lebensspuren“, die noch bis zum 22. Januar zu besichtigen ist, sind u. a. ihre Puppen- und Maskenbilder zu sehen, die metaphorisch für den manipulierten Menschen stehen. In ihren Bildern beweist sie ein ausgezeichnetes Gespür für Farben, die den figurativen Darstellungen an Tiefe und Stofflichkeit verleihen. In ihrem Werk, wozu auch zahlreiche Selbstbildnisse zählen, stellt die Künstlerin, die 1987 mit dem Kunstpreis der DDR ausgezeichnet wurde, Fragen nach der eigenen Existenz. Wer bin ich und worin liegen meine Wurzeln? Um darauf Antworten zu finden, malte sie zahlreiche Selbstporträts. Im Zuge dieser k&uu...


28.11.2016

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“

 Gesellschaftliches Miteinander, Respekt, Toleranz, Verantwortung und Vertrauen zu leben, das ist das Credo der neuen Ausstellung der Galerie HOP in Bamberg. Die Ausstellung mit dem Titel „Himmel|Hölle“ ist noch bis zum 8. Januar 2017 zu besichtigen. Fokussiert wenden sich die Arbeiten in dieser Ausstellung den unabdingbaren Attributen einer offenen und freiheitlichen Gesellschaft zu. Die Umsetzung erfolgt mit den Mitteln der Malerei, Objektkunst, Installation, Fotografie und Video. Gezeigt wird eine Installation der Künstlerin Gabi Weinkauf mit dem Titel „Himmel und Hölle“, die aus unterschiedlich großen, von 3 bis 300 cm, weißen gefalteten Papierquadraten besteht und Kindheitserinnerungen weckt. Der Betrachter taucht ein in vertraute, bekannte, positiv belegte Bilder. Durch die Größe der Arbeit findet ...


28.11.2016

Im Wandel der Zeit

 2017 wird der Berufsverband Bildender Künstler/innen Oberfranken e.V. (BBK) 70 Jahre alt. 1947 als solidarische Interessenvertretung bildender Künstler gegründet, hat er während all dieser Jahre immer wieder Impulse im oberfränkischen Kulturleben gesetzt. In regelmäßigen Ausstellungen und durch die Präsenz von Arbeiten im öffentlichen Raum und privaten Sammlungen sind viele seiner Mitglieder regional einem größeren Publikum bekannt. Um einen Eindruck der Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens zu geben, sind nun Arbeiten von teils langjährigen, in den letzten beiden Jahren verstorbenen BBK-Künstlern Werken von Neumitgliedern gegenübergestellt. Selten oder nie zu sehende Kunstwerke so bekannter Namen wie Reinhard Klesse, Heinrich Schreiber und Johann Schuierer, meist Zeichnung, Malerei und Pla...


28.11.2016

Sonderausstellung in Würzburg

 Die Sonderausstellung von 17 Bildwerken aus der international anerkannten Liebieghaus Skulpturensammlung in Frankfurt am Main bietet noch bis Mitte Februar die einmalige Möglichkeit, die im Mainfränkischen Museum bewahrten Werke Tilman Riemenschneiders mit Arbeiten seiner Zeitgenossen zu vergleichen. Im Spätmittelalter etablierten sich nördlich der Alpen aber auch andernorts große, florierende Bildschnitzer-Werkstätten, die Skulpturen auf höchsten Niveau schufen. Das Liebieghaus, benannt nach dem Stifter der Villa am Schaumainkai, in dem das Museums untergebracht ist, gehört heute mit seinen über 3.000 Werken zu den international wichtigsten Skulpturenmuseen. In der Mittelalter-Abteilung ist die Bildschnitzkunst des 15. und beginnenden 16. Jahrhunderts in Süddeutschland mit herausragenden Beispielen vertreten, die f&...


28.11.2016

Nicht nur Linien auf Papier

 „Zeichnung ist längst nicht mehr nur ein Erzeugen von Linien auf Papier. Zeichnung kann Skulptur sein und Rauminstallation, Selbstbefragung, Prozess oder Relikt einer Aktion – einfach jedes lineare Geschehen…“, so der Leiter der kunstgalerie fürth Hans-Peter Miksch über die Gemeinschaftsausstellung Biennale der Zeichnungen 4, die, wie der Name verrät, nicht zum ersten Mal stattfindet. Die Tatsache, dass Zeichnungen auch bei minutiöser Ausarbeitung immer eine gewisse Flüchtigkeit ausstrahlten, mache die Zeichnung als bildnerisches Medium so interessant. Neben Fürth beteiligen sich an dem Ausstellungsprojekt, das vom 15.1.– 24.2.2017 läuft, auch die Städte Nürnberg, Erlangen, Schwabach und Zirndorf. Zur Biennale der Zeichnung 4 präsentieren auch diesmal maßgebende Zeichnerinnen ...


28.11.2016

„Die großen Manufakturen: ROYAL COPENHAGEN“

 Den Auftakt einer Ausstellungsreihe zu den „Großen Manufakturen“ im Porzellanikon in Hohenberg a. d. Eger bildet die traditionsreiche Manufaktur Royal Copenhagen. Seit über 240 Jahren findet sich das Porzellan von der königlichen bis zur heimischen Tafel in fast jedem dänischen Haushalt und zudem in Museen und Sammlungen weltweit. Es gehört zum kulturellen Erbe Dänemarks und ist sowohl in seiner historischen als auch gegenwärtigen Relevanz ein identitätsstiftender Faktor. Dabei hat sich die Tischkultur – nicht nur in Dänemark – seit der Gründung der Manufaktur stark gewandelt. Die zunehmende Bedeutung von Funktionalität und ein veränderter Zeitgeist sind nur zwei zu nennende Faktoren. Sichtbar wird dies in den Produkten selbst: Von den ersten, europäische Formen und Dekore kopieren...


28.11.2016

Oberflächen und Innenansichten

 Dass Kunst nicht primär das Ziel verfolgt, den ästhetischen Anforderungen des Betrachters zu entsprechen oder dessen Erwartungen zu erfüllen, ist weitläufig bekannt. Entgegen alter Bildtraditionen kann Kunst Provokation und im besonderem Maße auch Reflektion bedeuten. Bezogen auf Letzteres spielen vor allem die Reflektion der Umwelt und des eigenen Ichs des Künstlers eine zentrale Rolle. Auch in Bettina van Haarens Ausstellung „Waldwasen durchlöchert“, die seit Mitte Oktober und noch bis 12. März 2017 in der Kunsthalle Schweinfurt besucht werden kann, stehen Künstlerin und Umwelt in einer besonderen Beziehung zueinander. Immer präsent ist in ihren Werken vor allem das Spiel mit Oberfläche, Oberflächlichkeiten und Innenansichten. Die 1961 in Krefeld geborene Professorin für Zeichnung und Dru...


28.11.2016

Bitte lächeln! – Das Porträt im Zeitalter des Selfie-Sticks

 Die Geschichte des Porträts ist lang und vor allem spannend. Sie reicht vom byzantinischen Bilderstreit über Grabplastiken, Stifterbildnisse, verschlüsselte Charakterstudien gegen Ende das Quattrocento – perfektioniert in Da Vincis Mona Lisa – bis hin zu autonomen Künstlerbildnissen in der Renaissance, der Fotografie im 19. Jahrhundert und der wieder neuen Wahrnehmung und Interpretation des Porträtbegriffs im 20. Jahrhundert. Besonders die Fotografie als Kunstgattung bietet aufgrund des steten technischen Fortschritts immer neue Möglichkeiten und (Selbst-)Darstellungsformen in unaufhaltsamer Wandelbarkeit. Seine bisherige Vollendung – will man es denn so nennen – findet das fotografische Porträt, man ahnt es, im Selfie. Die aktuell im Nürnberger KunstKulturQuartier laufende Sonderausstellung „Mit a...


22.11.2016

Vernissage zu „Accrochage und Bruno Bradt“

Die letzte Ausstellung des Jahres der Galerie Atzenhofer ist gleichzeitig auch die Schlussveranstaltung am Standort Maxplatz. Wir brauchen mal wieder einen Tapetenwechsel, so Lydia Schuster & Anton Atzenhofer. Den Schlussakkord setzt der aus Rumänien stammende, seit dem Studium an der Nürnberger Kunstakademie in Fürth lebende, Künstler Bruno Bradt. In seinem Heimatland, im Ort Recas, malte Bradt einst riesige Gemälde für das Deckengewölbe der Kirche. Von der Malerei ist er mittlerweile zum Zeichnen gewechselt, seine Vorliebe für übergroße Formate ist geblieben. Im Mittelpunkt von Bradts Arbeit steht der Mensch, betrachtet als einzigartiges Individuum, das es verdient, aus der Menge emporgehoben und in seiner besonderen Eigenheit dargestellt zu werden. Von den Wänden der Galerie blicken dem Besucher also in voll...


16.11.2016

Finissage in der Kunstsammlung Jena

 Am kommenden Sonntag endet eine der für die Kunstsammlung Jena bedeutendsten Ereignisse der vergangenen Jahre, die Ausstellung der Schenkung Opitz-Hoffmann. Die Liste der Künstlernamen zählt 241 Namen und reicht von Milena Aguilar bis Heinrich Zille. Die Schenkung umfasst 828 Werken und Werkgruppen. Parallel dazu wurden 157 Arbeiten als Dauerleihgabe in der Kunstsammlung Jena hinterlegt. Umfang und Qualität machen diese Schenkung zu der mit Abstand wichtigsten Bereicherung, die die Kunstsammlung Jena in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erfahren hat. Von der klassischen Zeichnung bis zur konzeptionellen Plastik, vom aufklärerischen Manifest eines Joseph Beuys bis zur Landkartenüberarbeitung von Nanne Meyer steckt die Sammlung voller Überraschungen und liefert einen exzellenten Blick auf viele der innova¬tivsten und eindrucksvoll...


15.11.2016

„whispering bottles“ von Christiane Toewe

 Das interdisziplinäre Konzept der „whispering bottles“ der Bamberger Künstlerin, Christiane Toewe, hatte die Jury des Kunststipendiums Bamberg 2015 einstimmig überzeugt. Vom 21.12.2016 bis 12.01.2017 sind die „whispering bottles“ im Besprechungsraum der Sparkasse am Schönleinsplatz in Bamberg zu sehen. Das Kunstprojekt „whispering bottles“ stellt eine der Kommunikation fähige Gesellschaft dar. Die in Größe und Form variierenden Keramikflaschen dieser Gesellschaft wurden bei 1340 °C im offenen Feuer gebrannt. Die feinen Nuancen von Weiß, die sich durch den Brand ergaben, unterstreichen die Individualität jeder einzelnen „bottle“. Die insgesamt 50 bis 70 beleuchteten Keramikflaschen werden über eine akustische Komponente dazu gebracht miteinander zu kommunizieren. Die...


14.10.2016

„Bodycheck“

Günther Holders Arbeiten bewegen sich im Grenzbereich zwischen Skulptur und Malerei. In vielen Schichten legt sich Farbe wie eine spiegelnde Haut auf die Körper aus Leimholz. Ränder und Schnittkanten bleiben unbehandelt und legen die Struktur des Materials offen. Mit reduzierten Mitteln entwickelt der Künstler ein spannungsvolles Spiel zwischen Volumen und Oberfläche, ein hybrides Modell von Wirklichkeit, Ausschnitt und Illusion. Zur Eröffnung am Samstag, den 5. November um 17 Uhr sind alle Kunstfreunde herzlich eingeladen! Öffnungszeiten Sa + So 15 – 19 Uhr u.n.V. Dauer der Ausstellung: 5.- 20. November 2016 KUNSTLABOR BAMBERG Siechenstraße 4 96052 Bamberg Tel: 0152 03181763   Copyright Foto: Bodycheck © Pressefoto


30.09.2016

4FALT

 Vier Künstlerinnen aus dem Raum Forchheim, die seit vier Jahren immer wieder gemeinschaftlich ausstellen, zeigen aktuelle Arbeiten, die trotz unterschiedlicher Thematik und Vorgehensweise bezüglich Material, Farbe und Form ein vielfältiges Ganzes bilden. Hermine Gold, Malerin und Objektkünstlerin aus Pinzberg benutzt für ihre Objekte, Bilder und Bildobjekte Wachs, Gips und Pigmente, die sie oftmals auf abgenützten Textilien nebst all ihren Zeit- und Gebrauchsspuren aufbringt. Michaela Schwarzmann, Malerin und Objektkünstlerin aus Eggolsheim spielt in ihren Arbeiten mit Transparenzen, die durch Farbschichten, in fließenden Tuschezeichnungen oder in Papierbildern mittels Nadel und Faden bearbeitet werden. Schwarzmann war 2015 mit ihrer Installation „Pflanzen möchten ans Licht – Natur als Prozess“ Mit-Preistr...


30.09.2016

Kaiser Karl IV. in Prag u. Nürnberg

 Premiere mit Kaiser: Anlässlich des 700. Geburtstages Kaiser Karls IV. (1316-1378) veranstalten der Freistaat Bayern und die Tschechische Republik unter der Schirmherrschaft der beiden Ministerpräsidenten erstmals eine gemeinsame Landesausstellung in Prag und in Nürnberg. In der Wallenstein-Reithalle in Prag (15.05. – 25.09.2016) und im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg (20.10.2016 – 05.03.2017) werden das Leben und Wirken des bedeutenden Herrschers des ausgehenden Mittelalters gezeigt. Die Bayerisch-Tschechische Landesausstellung wirft mit 150 hochrangigen Kunstwerken, Urkunden, kulturhistorischen und alltagsgegenständlichen Zeugnissen und medialen Inszenierungen einen neuen Blick auf den facettenreichen Herrscher und seine Zeit. Das Konzept wird von der Nationalgalerie Prag und dem Haus der Bayerischen Geschichte Augsburg in ...


30.09.2016

„Scheue Welten“ in der Stadtgalerie Villa Dessauer

 Der Kunstverein Bamberg präsentiert in seiner diesjährigen Jahresausstellung in der Stadtgalerie Villa Dessauer aus Möbeln gefügte „private Gehäuse“ und Studioli von Regina Baierl und Fotografien von Alexander Rischer. Rischer lebt in Hamburg und hat dort nach einem Studium der Philosophie und Pädagogik an der HfbK Freie Kunst und Fotografie studiert. Mit dem Mittel der klassischen Schwarzweiß-Fotografie widmet er sich in Serien vor allem architektonischen Objekten, an denen ihn sowohl die skulpturalen Aspekte wie die geschichtlichen und biografischen Bedeutungen interessieren. Es sind sogenannte Kleinarchitekturen: Flurdenkmale, Friedhofsmöbel, Kapellen, Taubentürme, deren Funktionen oftmals längst verschwunden sind, aber in Erinnerungen und Überlieferungen weitergetragen werden. Darunter sind oft wun...


30.09.2016

Sammlung Opitz-Hoffmann

 Der Aufbau einer Kunstsammlung ist langwierig, oft mühsam und erfordert einen langen Atem. Umso schöner sind jene Momente, in denen scheinbar alles anders ist und jahrelange Bemühungen plötzlich durch einen Quantensprung geadelt werden. Eine solche Sternstunde erlebte die Kunstsammlung Jena Ende 2014, als das Museum mit einer rheinländischen Privatsammlung beschenkt wurde. Umfang und Qualität machen diese Schenkung zu der mit Abstand wichtigsten Bereicherung, die die Kunstsammlung Jena in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg erfahren hat. Neben der Botho Graef Stiftung, mit der Ernst Ludwig Kirchner 1918 das Andenken seines väterlichen Freundes Botho Graef ehrte, indem er der Kunstsammlung sein gesamtes druckgrafisches Frühwerk schenkte, ist es die bis heute umfangreichste Einzelerwerbung für die Jenaer Sammlung. Die Sammlung...


30.09.2016

„10“

 Um sich in diesem Jahr überhaupt für den mit 2.000 Euro dotierten Kunstpreis der Stadt Marktheidenfeld bewerben zu können, muss man zumindest mal aus dem Bereich der Bildenden Künste kommen. Auf diesen künstlerischen Sektor haben die Verantwortlichen heuer das Teilnehmerfeld eingeschränkt. Und das Thema des Kunstpreises, „10“, könnte wohl auch etwas damit zu tun haben, dass diese Auszeichnung 2016 zum zehnten Mal ausgeschrieben wird. Brigitte Hausner, Mitorganisatorin des Kunstpreises, erläutert das Thema: „Das Thema der Jubiläumsausgabe bietet einen großen künstlerischen Spielraum. Als Einheit oder in ihren einzelnen Ziffern 1 und 0 kann die Zahl gestalterisches Element sein. Die 10 steht in verschiedenen Kulturen aber auch für Vollkommenheit, Vollendung, Anfang und Ende, Ordnung, Absoluthei...


30.09.2016

Axel Voss - Die Näbel der Welt

Auf der Kunstakademie in Nürnberg fühlte sich Axel Voss in den frühen 1990er Jahren nach eigenen Worten wie ein Alien – mit seiner Leidenschaft für den Comic. Reiseeindrücke sammelte er 1991 und 1993 in Moskau, das damals alles andere als eine angesagte Kunstmetropole war. Seine Diplomarbeit war schließlich eine Graphic Novel, in der schwere Jungs in Moskau eine tragende Rolle spielten. Damit war er damals, 1996, in Nürnberg allein auf weiter Flur. Inzwischen hat er in der Metropolregion als Zeichner und Siebdrucker mit einem Faible für das Medium Comic Anerkennung gefunden: Mit vielfarbigen Siebdrucken mit bis zu zwanzig Farben, die sehr oft ein urbanes Szenario entwerfen und auf drehbuchartigen Entwürfen beruhen. Der Bezug zum Comic stellt sich ganz einfach durch die Ästhetik der Umrisslinie her. Es gibt Einzelmotive,...


30.09.2016

Impressionismus mal anders

Der Impressionismus gilt heute als eine der populärsten Stilrichtungen der jüngeren Kunstgeschichte. Das verwundert kaum. Monets Seerosenmotiv oder Van Goghs „Sternennacht“ machen sich fantastisch an den heimischen vier Wohnzimmerwänden. Man muss kein Kunstkenner sein, um diese stimmungsvollen, oft farbenfrohen Bilder zu verstehen. Sie wirken einfach. Aber funktioniert Impressionismus auch in Schwarzweiß? Gibt es das überhaupt? Die Antwort lautet Ja. Überzeugen kann man sich davon im Museum des Kulturspeichers Würzburg. In dem sonst so farbenfrohen Haus – Dauerausstellung und Sonderausstellungen greifen das Thema Farbe regelmäßig auf – beschäftigt man sich derzeit aber mit den Nichtfarben Schwarz und Weiß, genauer: mit Druckgraphik aus dem 19. Jahrhundert. Die von Dr. Nico Kirchberger konzipie...


30.09.2016

Die Kunst um der Kunst Willen

 Neue Sonderausstellung im Georg Schäfer Museum Schweinfurt: Lockruf der Décadence. Deutsche Malerei und Bohème 1840-1920 Für die menschliche Natur ist alles Neue und Ungesehene nur schwer verdaulich – davon kann wohl vor allem die Riege der Künstler ein Lied singen. Zuerst zeigt sich Abwehr gegenüber dem Gesehenen, dann Skepsis, gefolgt von Duldung, die sich (hoffentlich) irgendwann in Toleranz und Akzeptanz umwandelt. Sehgewohnheiten formen sich nur langsam. L’art pour L’art, also „Kunst um der Kunst Willen“, galt längst nicht immer als ein so selbstverständliches künstlerisches Prinzip, wie es heute der Fall ist. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts begehrten Literaturschaffende und bildende Künstler gegen die alten Konventionen auf, in ihren Werken nur das Schöne und Erbauliche oder...


14.09.2016

ATLANTIS VERDE

 Vom 18.09. bis 23.10 2016 wird Rosa Brunners aktuelle Skulpturengruppe ATLANTIS VERDE im KUNSTLABOR BAMBERG, Siechenstr. 4, präsentiert. Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 18.09. von 11 – 13 Uhr mit einem Künstlergespräch im Rahmen der European Dialogue series 2016 von sculpture network. Aus organisatorischen Gründen ist hierfür eine Anmeldung unter www.sculpture-network.org nötig. Alle Kunstfreunde sind herzlich eingeladen! Öffnungszeiten: Sa + So 15 - 19 Uhr u.n.V. KUNSTLABOR BAMBERG - Siechenstr. 4 - 96052 Bamberg - 0152 03181763 - www.rosa-brunner.info   Copyright Foto: ATLANTIS VERDE © Rosa Brunner  


09.09.2016

TAG DES OFFENEN DENKMALS

 Ton spielt in unserem Leben eine allgegenwärtige Rolle. Auf einer etwa 3-stündigen Entdeckungstour zu den ehemaligen Hutschdorfer Tonstollen erläutert Geoparkrangerin Isabelle Stickling, wie dieser faszinierende Rohstoff entstanden ist, welche außergewöhnlichen Eigenschaften er besitzt, wie er uns das tägliche Leben erleichtert und natürlich wie er bis zum Ende des letzten Jahrhunderts in Thurnau abgebaut wurde. Bitte beachten: Die Tonstollen selber dürfen heute aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden! Leitung: Geopark-Rangerin Isabell Stickling (Geopark Bayern-Böhmen), Beginn, 13:30 Uhr, Treffpunkt: Vorplatz Töpfermuseum Thurnau, Kirchplatz 12, Dauer: ca. 3 Std., Gebühr: 4,- €, Kinder frei. Auf geeignetes Schuhwerk achten! Offene Töpferwerkstatt Von Kresse-Sternen über Daumensch&au...


08.09.2016

Faszination und Mythos Burg

Thüringen ist um eine touristische Attraktion reicher: Auf der Veste Heldburg ist das Deutsche Burgenmuseum eröffnet worden. Was eine Burg ausmacht und wie sich das Leben auf ihnen einst abspielte,  kann nunmehr auf eindrucksvolle Weise in Südthüringen nachvollzogen werden. Große Burgwälle und Wassergräben, gewaltige Tore und Türme, Ritterrüstungen, Möbel, Waffen, Spielzeug und Schatztruhen – hier finden Burgenfreunde, Laien und Wissenschaftler nicht nur imposante Exponate aus längst vergangenen Zeiten. Auf etwa 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird erstmals umfassend über Geschichte, Bedeutung und über Funktionen verschiedener Burgen informiert. Insbesondere geht es um Raffinessen und Kunstfertigkeiten des Burgenbaus, um das Leben auf einer Burg vom Mittelalter bis zur Neuzeit sowie um sa...


01.09.2016

Spannende Führungen im Jüdischen Museum Franken

Führung: Museumsgezwitscher – mit dem Smartphone durchs Museum 11. September 2016, 14 Uhr | JMF Fürth | Königstraße 89 Eintritt: frei An die Tasten, wischen, go! Smartphones sind bei dieser Führung ausdrücklich erwünscht! Lernen Sie mit uns die historischen Schätze des Jüdischen Museums Franken in Fürth kennen und entdecken Sie Orte und Objekte, die sonst kaum ein Besucher zu Gesicht bekommen hat. Lauschen Sie den Museumsführern und zwitschern Sie gleichzeitig über das, was Sie sehen und hören! Teilen Sie Ihre Eindrücke und Fotos auf Twitter und Instagram unter dem Hashtag #treasures. Alles was Sie mitzubringen brauchen, ist Ihr Smartphone und einen Twitter-Account. Auf einer Twitterwall können Sie während und nach dem Event alle Tweets mitverfolgen. Auch Ihre Freunde und Follower sowi...


30.08.2016

Vorstellungsabende in der Villa Concordia

Wolfgang Stehle und Johannes Evers sind aktuell Kunst-Stipendiaten der Villa Concordia. Stehles Arbeiten "Fantomas" und "Tödlein" zeigten die Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen 2016. Evers Videoarbeit „Pieta“ wurde im Rahmen des Aktionsabend „DOG NIGHT“ jüngst begeistert aufgenommen. Wer durch die Künstler selbst von ihren Werken erfahren möchte, ist am Dienstag, 30. August um 19 Uhr sehr herzlich zu Wolfang Stehlers und am  Mittwoch, 7. September ebenfalls um 19 Uhr zu Johannes Evers Werkschau in den Saal des Künstlerhauses eingeladen. Der Eintritt ist jeweils frei!   Internationales Künstlerhaus Villa Concordia, Concordiastr. 28, 96049 Bamberg www.wolfgangstehle.com https://www.villa-concordia.de/kuenstler/im-haus/detail/evers.html     Copyright Fotos: Wolfgang St...


23.08.2016

Blubberlutsch und süße Entenfüße

Noch bis zum Sonntag, 28. August, besteht Gelegenheit, die Ausstellung „1916 |2016 – Grabenkrieg im Comic“ im Erika-Fuchs-Haus | Museum für Comic und Sprachkunst in Schwarzenbach a.d.Saale anzuschauen. 100 Jahre nach den verlustreichen Schlachten von Verdun und an der Somme erinnert die Ausstellung an den Ersten Weltkrieg. Anhand von vier Künstlern gibt sie Einblick, wie sich Comiczeichner mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Aufgrund der Aktualität des Themas fand die Sonderausstellung, die erste Eigenproduktion des Comicmuseums, große Resonanz in bundesweiten Medien. Ab Samstag, 3. September, dreht sich dann alles um „Biodiversität in Entenhausen“. Gesittete Ameise, Gurkenmurkser, Ostsibirischer Korjakenknacker – die Welt von Entenhausen ist voller merkwürdiger Geschöpfe. Zeichner Carls Barks hat si...


09.08.2016

Auf die Spitze getrieben

 „Leidenschaftlich klöppeln – kreativ, attraktiv und lustvoll“. So lebendig kündigt die „Association Jurassienne des Dentellières (AJD)“ die diesjährige Jahresausstellung im Klöppelmuseum Abenberg an. Seit 30 Jahren existiert die Gruppe um Mireille Finger. Mittlerweile sind es rund 100 aktive Mitglieder. 2016 stellen sie eine Auswahl ihrer aktuellen Arbeiten im Klöppelmuseum auf der Abenberger Burg vor. Sie werden zeigen, wie lebendig und kreativ die derzeitige Spitzenszene im Kanton Jura in der Schweiz ist. Für die Herstellung ihrer Spitzen verwenden die Teilnehmerinnen oft ungewöhnliche Materialen. Egal ob Glasfiber, Hochspannungskabel oder allerlei Drähte und Nylon. Nichts wird ausgelassen, um es in Klöppelkunst umzusetzen. Ungewöhnliche Ausstellungsorte – wie zum Beispiel in...


28.07.2016

Ein Name, zwei Persönlichkeiten und eine Hausnummer

 In Selb und Hohenberg a. d. Eger hat man gerade einiges zu feiern. 125-jähriges Bestehen der Marke Rosenthal zum Beispiel oder den Geburtstag von Philip Rosenthal jun., der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Gründe genug, um eine neue Dauer- sowie Sonderausstellung mit dem Titel „Rosenthal – Ein Mythos. Zwei Männer schreiben Geschichte“ auf die Beine zu stellen, fanden die Porzelliner in Selb und Hohenberg a.d. Eger. Zu diesem Zweck wurde das Archiv auf den Kopf gestellt und tatsächlich einige vergessene Schätze zutage befördert. Rosenthal ist eine Hausmarke, das muss man nicht mal dem Laien erklären. Mütter und Töchter, SammlerInnen und KunstliebhaberInnen schwören seit 125 Jahren drauf. In der heimischen Stube wird der Dauerbrenner „Maria“ aufgetragen, wann immer es sich a...


28.07.2016

Spitzenwerke der Abstrakten Kunst und Art Informel

 Was unter nationalsozialistischer Herrschaft als „Entartete Kunst“ galt, findet ihre eigentliche Bestimmung unter anderem im Begriff der Abstrakten Kunst. Er umreißt eine ganze Reihe an Kunstströmungen und Stilen des 20. Jahrhunderts, angefangen beim Kubismus über den Konstruktivismus bis hin zur Art Informel/Informellen Kunst. Doch die vom Nazi-Regime gelenkte Kulturpolitik erschwerte die Arbeit zahlreicher Künstler wie Otto Dix, Ernst Barlach oder Ernst Ludwig Kirchner zunehmend und brachte ihr Schaffen beinahe zum Erliegen. Kunst wurde unter streng ideologischen Gesichtspunkten bewertet, vor allem die abstrakte Kunst bekam schnell den Stempel „Entartete Kunst“ aufgedrückt und wurde verboten. Die Räder der unerbittlichen Propagandamaschine liefen sich warm. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges brauchte es schlie&s...


28.07.2016

Für Thron, Altar, Salon

 Vor dem Hintergrund der politischen Irrungen und Wirrungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts schuf Carl Schropp als “Modelleur” seine Werke als Dekor und zur Verwendung in Schlössern, Kirchen und bürgerlichen Wohnungen, formte Nachbauten von Landschaften und Domen oder errichtete Altäre in Kirchen. Bekannt wurde der 1794 als Sohn eines Buchbinders in Mainz geborene Schropp durch sein bevorzugtes Arbeitsmaterial Papiermaché, aus dem er nach einer eigenen Rezeptur eine formbare, schrumpfungsfreie und zuletzt bemalbare Masse herstellte; sie diente als Ersatzmaterial für hochwertige und kostspielige Edelmetalle, Holz oder teure Steine, bevor Papiermaché durch chemische Kunststoffe abgelöst wurde. Dabei galt Schropps besondere Neigung von Anfang an dem (neo-) gotischen Stil, der zeitweise als besonders “de...


28.07.2016

Kunst geht fremd… und macht schön

 Kunstobjekte aus dem gewohnten Umfeld herauslösen und in einem fremden Umfeld neu zu präsentieren, sie in eine andere Ausstellungskomposition zu integrieren oder aber dort bewusst zu irritieren. Die Idee ist so naheliegend wie bestechend. Bereits zum sechsten Mal tauschen diesmal zwölf Museen untereinander ihre Kunst. Jeweils ein ausgewähltes Kunstwerk wird in ein anderes Haus ausgeliehen und damit in einen neuen Kontext gebracht. Das gewährt nicht nur einen ganz neuen Blick auf Ausstellung und Kunst, sondern kreiert auch ein heterogenes, lebendiges Netzwerk. Den diesjährigen Kunsttausch haben die Verantwortlichen darüber hinaus mit der Suche nach Schönem verbunden, scheint dessen Geheimnis bis zum heutigen Tage immer noch ungelöst. Und so wechselt das Bildnis einer Dame im Ankleidezimmer seinen Standort ebenso wie die Ker...


28.07.2016

Kunstpavillon 2016

 Zeitgenössische Kunst im Rahmen besonderer Architektur zu präsentieren, diese Idee allein mag nichts Besonderes sein, aber wenn dies dazu auch noch im Freien passiert, dann löst man sich in der Tat bereits vom alltäglichen Ausstellungseinerlei. Das direkte, unkomplizierte Erlebnis der Kunst an den Pavillons, den Zugang zu zeitgenössischem Kunstschaffenden zu vermitteln, das ist es, was den Kunstpavillon ausmacht. Und deshalb kommen die Besucher nicht nur aus dem fränkischen Raum, sondern aus ganz Deutschland und darüber hinaus, um diese besondere Atmosphäre zu genießen. An der 13. Auflage dieses Ausstellungsjuwels nehmen in diesem Jahr Sabrina Catowiez und Thomas Johann Dennerlein, sozusagen als Vertreter von „Monopteros“, teil, Gastkünstler sind das Künstler-Duo Uwe Gaasch / Wolfgang Müller, Le...


28.07.2016

Stefan Rohrer

 In zweijährigem Turnus verleiht die Lothar & Christel Fischer Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stadt Neumarkt den dotierten Lothar-Fischer-Preis mit dem Schwerpunkt Bildhauerei. 2015 ging diese Ehrung, die im Folgejahr mit einer Ausstellung im Museum verknüpft ist, an den 1968 in Göppingen geborenen und heute in Stuttgart lebenden Künstler Stefan Rohrer. Nach einer Ausbildung zum Steinmetz studierte er Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Prof. Werner Pokorny und Prof. Micha Ullmann, bevor er den dortigen Debütantenpreis sowie internationale Auszeichnungen erhielt. Angeregt durch Carrera-Bahnen und Spielzeugautos aus Kindertagen, setzt sich Rohrer seither in seinen plastischen Arbeiten mit dem Thema Auto und Technik und damit einhergehend mit Zeit und Bewegung auseinander. Aus Karosserieteilen,...


28.07.2016

Paradies oder Parajenes

 Mike Rose… wer sich darauf festlegen möchte, was dieser Mann war, der wird sich angesichts seines Lebenslaufes durchaus schwertun. Wir selbst wollten uns nicht festlegen, welchen Schwerpunkt wir dem 1932 in Niedersachsen geborenen und 2006 in Bamberg verstorbenen Multitalent zuordnen, hatte er doch zwar Medizin, Psychologie, Philosophie, Literatur und Kunstgeschichte studiert, dann aber, vermutlich seiner eigentlichen Leidenschaft, der Malerei, folgend, als Bühnenbildner gearbeitet und bereits vor seinem Abitur zu schreiben und zu malen begonnen. Wohl deshalb sah er sich selbst als „malender Poet“. Um unabhängig malen und schreiben zu können, studierte er nochmal Pädagogik und arbeitete danach als Lehrer. Sein Werk, das in ca. 200 Ausstellungen nahezu weltweit zu sehen war, bestand aus zunächst gegenständlichen, dann...


28.07.2016

Schweben - Zwischen Illusion und Präzision, Transzendenz und Transparenz

 Zum Schweben gehören ebenso physische wie metaphysische Phänomene. Sich in die Luft zu erheben, ist ein uralter Traum der Menschheit in allen Kulturen. Sowohl in westlichen wie in östlichen Religionen gehören schwebende Menschen zum Grundvokabular des Glaubens. Diese Fähigkeit wird als Levitation bezeichnet. In der christlichen Überlieferung wird über zahlreiche schwebende Mönche und Heilige berichtet, von Joseph von Copertino bis Franz von Assisi, von Katharina von Siena bis zu Simon Magus. In östlichen Religionen wird von Yogis und Bramanen, Mönchen und Fakiren erzählt, die sich im Schneidersitz schwebend vom Boden erheben. Aber auch talentierte Illusionisten wie Harry Houdini, David Copperfield oder die Kanadier Jones & MacLeod, die die biblischen Wunder von Jesus nachstellen, etwa das Auf-dem-Wasser-gehen...


25.07.2016

Kunstabenteuer für regionale Schatzsucher

 Am letzten Juli-Wochenende bietet das E-Werk Erlangen mit rund 50 Künstlern ein kulturelles Update und verwandelt das ganze Haus gemeinsam mit dem Kunstverein Erlangen e.V. zu einem Art-Abenteuer der Extraklasse. Der Untertitel „Art.ist und hier“ steht dabei für zwei Kriterien, nach denen die teilnehmenden Künstler ausgewählt werden: Zum einen geht es um das, was „ist“ im Gegensatz zu dem was war. Das bedeutet, die gezeigte Kunst muss aktuell sein, am Puls der Zeit und gerade frisch aus den Ateliers. Das „hier“ wiederum erklärt sich von selbst: Alle Künstler leben und arbeiten in der Metropolregion in und um Erlangen. „Kunstvoll“ ist ein Riesen-Showcase der Künstler verschiedener Sparten: Malerei, Grafik, Fotografie, Skulptur sind ebenso vertreten wie Graffiti, Stencil und darstellende Ku...


14.07.2016

Jagen, Sammeln, Körbe flechten

 Wie lebten Kinder im jüngsten Abschnitt der Altsteinzeit vor rund 15000 Jahren? Wie haben sie gewohnt? Woraus bestand ihre Kleidung? Was haben sie gegessen? Womit haben die kleinen Jäger und Sammler gespielt? Wie wurden sie nach ihrem Tod bestattet? Auf all diese Fragen gibt die Erlebnis-Ausstellung „Steinzeit-Kinder. Kleine Jäger und Sammler“ Auskunft. Repliken zum Anfassen und Benutzen, wie die Ahle zum Lochen von Leder, die Knochennadel zum Nähen, Leder und Felle zum Fühlen und Riechen, Trommel und Rassel zum Musizieren, Kleidung zum Anprobieren, das Zelt zum hinein hocken und die lebensgroßen Schattenrisse der Eiszeittiere zur Wahrnehmung der enormen Größenverhältnisse, mit all dem wird das theoretische Wissen begreifbar gemacht. „Steinzeitkinder – Kleine Jäger und Sammler“ Sonderau...


16.06.2016

Zeitreise in die Vergangenheit

 Die Coburger „Zeitreisen“ ins späte Mittelalter und die frühe Neuzeit sind ein Besuchermagnet. Seit 2002 ließen sich rund 40.000 Besucher in den Bann der Geschichte ziehen. Zentrales Thema der Freilichtveranstaltung 2016 ist das „ernste“, das militärische Feuerwerk. Coburg – Eine geheimnisvolle schwarze Substanz, allgemein unter dem Namen Schwarz- oder Schießpulver bekannt, begann ihren Siegeszug noch im Mittelalter und wurde schnell unentbehrliches Treibmittel der militärisch immer wichtiger werdenden Artillerie. Sie befeuerte aber auch unterschiedlichste, auf den heutigen Betrachter eher exotisch wirkende Feuerwerke wie Brand- und Leuchtballen, Sturmlanzen und -kolben, Sturmkränze, Sturmfässer und vieles andere mehr. Viele Geheimnisse umgaben die machtvolle, gleichzeitig aber auch gefähr...


14.06.2016

ORIENT TRIFFT OKZIDENT

 16 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Deutschland (und Brüssel) hat der KulturPackt Schweinfurt aus 103 Bewerbungen eingeladen, um unter dem Thema „Orient trifft Okzident“ die Verschmelzung oder den Zusammenprall der unterschiedlichen Kulturen in bildnerisch-künstlerischer Hinsicht zu zeigen. Anlass ist zum einen das Schweinfurter Gedenkjahr an den großen Dichter und Orientalisten Friedrich Rückert und zum anderen die gegenwärtige Flüchtlingssituation, die viele Menschen aus orientalischen Ländern in „den Westen“ treibt. Gleichzeitig nähern sich durch soziale Netzwerke und globale Kommunikation die unterschiedlichen Kulturen weltweit an und tauschen sich stärker aus denn je. Es entsteht in der Ausstellungshalle des alten Schweinfurter Rathauses ein spannender Dialog aus Gemälden, Ob...


01.06.2016

Henriette Grahnert

 Gekonnt jongliert die Künstlerin Henriette Grahnert (*1977 in Dresden) mit den unterschiedlichsten Malereitraditionen: Ihre Bilder zitieren klassische Abstraktion und konkrete Malerei, minimalistische Traditionen und Bad Painting, amerikanische Farbfeldmalerei und Pop Art. Gestische Pinselschwünge und informelle Klekse treffen auf figurative Elemente, harte Kanten auf filigrane Farbverläufe, dünn lasierte auf pastos gespachtelte Farbflächen. Mit hintersinnigem Humor verbindet Henriette Grahnert diese vermeintlichen Gegensätze zu einem individuellen Bilderkosmos. Dabei steht jedoch keine der zitierten Stilrichtungen und Malweisen tatsächlich für das, was sie vorgibt zu sein. Viel eher handelt es sich um einen klugen Umgang mit Bezugnahmen sowie um einen differenzierten Diskurs über die Malerei selbst. Die Freude an Zitaten un...


30.05.2016

10 = 10

 Als 2010 die Schließung der jüngsten kommunalen Galerie einer deutschen Großstadt als ein Stück Symbolpolitik auf die Tagesordnung kam, gehörte der Förderkreis der kunst galerie fürth zu denen, die argumentativ für den Erhalt der Einrichtung kämpften. Auch durch dieses Engagement war es bis heute möglich, die ein oder andere erfolgreiche Ausstellung durchzuführen, die ansonsten in Fürth so nicht gezeigt worden wäre. Die Verdienste des Förderkreises für die kunst galerie fürth sind so mannigfaltig und nachhaltig, dass es an der Zeit war, diese mit einer „eigenen“ Ausstellung zu würdigen, einer Ausstellung, die auf die Urteilsfähigkeit der Mitglieder des Förderkreises baut. Sozusagen von den Mitgliedern für die Besucher. Und so gibt es nun vom 29. Mai bis z...


30.05.2016

Christofer Kochs - Resonanzboden

 Der Künstler Christofer Kochs (geb. 1969 in Osnabrück) umkreist in seinen Arbeiten das Thema Menschenbild aus zeitgenössischer Sicht und nähert sich diesem in Form von Serien. Eigene Weltanschauung, persönliche Erinnerungen, aktuelle Reflexionen über den Alltag und Adaptionen aus der Musik vereint er virtuos auf der Leinwand oder auf Papier in einer Malerei, in der die schwebenden Figurationen auch für eine große inhaltliche Offenheit stehen. Seine Gemälde versteht er als Resonanzboden, der – wie die akustischen Schwingungen eines Instruments – eine Verbindung mit dem Betrachter erzeugen soll. Die Kunsthalle Schweinfurt stellt mit dieser monografischen Ausstellung die Bedeutung eines hochbegabten, jüngeren zeitgenössischen Künstlers heraus, der mit einem Hauptwerk in der städtischen Schausa...


30.05.2016

Angesichts – Bilder von Menschen

 Im Rahmen des diözesanen Projektes im Gegenüber setzt sich das Museum am Dom in Würzburg in einer Ausstellung mit dem Bild des Menschen in der Kunst auseinander. Der Mensch ist eines der zentralen Themen der europäischen Kunst. Seit jeher, und im besonderen Maße wieder in unserer Gegenwart, faszinieren uns Bilder von Menschen, da in der Begegnung mit diesen Kunstwerken immer auch ein Prozess des Mitfühlens in Gang gesetzt wird, um der unverwechselbaren Persönlichkeit mit ihren jeweils eigenen Schicksalen und Verstrickungen auf die Spur zu kommen. Die Ausstellung geht daher anhand von Kunstwerken, die überwiegend aus den Kunstsammlungen der Diözese stammen und bisher teilweise noch nie präsentiert wurden, dem Bild des Menschen in seinen unterschiedlichen Funktionen und Facetten nach. So steht am Anfang das Heilige Ant...


30.05.2016

Tabula rasa und Vulcano

 Das Neue Museum Nürnberg und die Kunstvilla im KunstKulturQuartier nehmen den 80. Geburtstag des Künstlers Werner Knaupp zum Anlass, Ausschnitte aus seinem über fünfzigjährigen Schaffen zu präsentieren. Werner Knaupp (geb. 1936) zählt zu einer Generation von Künstlern, die sich das Gegenständliche zurückerobert hat. Insbesondere das Menschenbild und die Landschaft haben ihn seit den 1960er Jahren in immer neuen Werkgruppen und in verschiedensten Techniken beschäftigt. Während in der Kunstvilla seine Landschaften im Mittelpunkt stehen, zeigt das Neue Museum Arbeiten Knaupps zum Menschenbild und eine Auswahl aus seinen jüngsten Werkgruppen. Die Skulptur Schlachttisch von 1984 und der Kreuzweg von 1977-79, ein Zyklus von 14 Blättern, der zu den Hauptwerken des Künstlers zählt, treffen in ein...


30.05.2016

Bambergs Künstlerinnen und Künstler des 20. Jahrhunderts

 Bail, Cleff d. J., Dunkelberg, Greiner oder Rose - um nur einige zu nennen - allesamt sind sie in Bamberg bekannte Künstlernamen. In der Öffentlichkeit ist bisher wenig bekannt, dass die Stadt Bamberg vor allem in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts viele Werke von ihnen für ihre eigene Sammlungen erworben hat. Die MUSEEN DER STADT BAMBERG zeigen nun in der Stadtgalerie Bamberg – Villa Dessauer Werke - überwiegend aus städtischem Besitz, aber auch einige Leihgaben - von Künstlerinnen und Künstlern, die zwischen 1900 und 1935 - aber nicht notwendigerweise in Bamberg - geboren wurden, in Bamberg zu Hause waren und hier und in der Region gearbeitet haben. Ziel der Ausstellung ist es, der Bamberger Bevölkerung ein Wiedersehen mit alten Bekannten und Freunden, eben dem Bamberger Urgestein, zu ermöglichen und den...


30.05.2016

Verrat der Dinge

 Mit dem Gemälde „Der Verrat der Bilder“ (1929) stiftete der belgische Maler René Magritte Generationen von Menschen an, sich mit dem Sichtbaren und Unsichtbaren in der Welt auseinanderzusetzen. Das mit dem Satz „Ceci n‘est pas une pipe“ unterschriebene Bild einer Pfeife geriet zur Ikone des Surrealismus und lieferte den Zündstoff für die postmoderne Erkenntnis, dass weder in der Kunst noch in der Gesellschaft die Dinge das sind, was sie zu sein vorgeben. In der Ausstellung „Verrat der Dinge“ präsentiert Gastkuratorin Carla Orthen vier KünstlerInnen, deren Arbeiten auf Verfahren der Verfremdung, Fragmentierung und Rekontextualisierung beruhen. Im Unterschied zu Magrittes innerbildlichen Täuschungsmanövern geht es bei ihnen um ortsspezifische Interventionen, die das KunstKulturQuartier al...


23.05.2016

„Eine Kamera für`s Leben“

 Im Zeitalter der Handyfotografie nicht mehr vorstellbar: Noch vor wenigen Jahrzehnten sollten Fotoapparate eine kleine Ewigkeit halten – zumindest versprachen dies die Hersteller ihren Kunden, so beispielsweise die Firma Photavit aus Nürnberg. Das 1937 gegründete Unternehmen ist wie die Schwesterfirma Bolta-Werk GmbH heute nur noch den Fotografica-Sammlern bekannt. Doch zählte die Firma zu einer ganzen Reihe von Nürnberger Herstellern, die sich im letzten Jahrhundert auf dem Sektor der Kamera- und Zubehörproduktion mit Erfolg platzieren konnten. Neben den Kamerawerken Carl Braun, die einst Weltruhm genossen, der Firma Ernst Plank, die sich mit ihren Projektoren international profilieren konnten, und den großen Versandhäusern Photo Porst und Foto-Quelle, deren Handelsmarken Hapo und Revue massenhaft in deutschen Haushalten zu fin...


10.05.2016

Z.E.I.C.H.(N.) E.N. - Eine Ausstellung von PETRINE VINJE

 Ihre erste Einzelausstellung in Deutschland präsentiert die Norwegerin PETRINE VINJE in der Villa Concordia! Hier arbeitete die international ausstellende bildende Künstlerin bis März diesen Jahres zuletzt als Villa Concordia-Stipendiatin.   Ein Film und Installationen mit Bezug zu Sprache und Zeichen sind Bestandteil ihrer Ausstellung Z.E.I.C.(N.)E.N. inner- und außerhalb des barocken Villa-Gebäudes am Ufer der Regnitz. Mit ihnen wird eine neue Möglichkeit eröffnet, die Architektur und den Garten der Villa Concordia wahr zu nehmen!   Der Eintritt ist frei!   Vernissage: Mi, 11. Mai 2016 um 19 Uhr, Ausstellungsdauer: 12.5.- 22.6.2016 Geöffnet: Mo-Do 8-12 und 13-15 Uhr / Fr 8-13 Uhr / Sa & So 11-16 Uhr Mehr Informationen unter www.villa-concordia.de     Copyright Fotos: Bilder © Petr...


26.04.2016

Ausstellung RABENSCHWARZ

 Vom 30. April bis zum 12. Juni präsentiert der Kunstverein Bamberg das deutsch-italienische Künstlerprojekt Lo Spirito del Lago im Kunstraum Kesselhaus. Jährlich findet die beliebte Ausstellungen von deutschen und italienischen Künstlern in den historischen Räumen der prachtvollen barocken Schlossanlage der Borromäer auf der Touristeninsel Isola Bella statt. Beteiligt sind Künstler - allesamt arrivierte Kunstschaffende, die international in zahlreichen Museen zu finden sind, allerdings nicht unbedingt dem Mainstream des Kunstmarktes folgen, sondern ihren eigenen Weg gesucht haben. Das Ausloten von Emotionen bis hin zu Grenzüberschreitungen ist vielen dieser Arbeiten eingeschrieben – quasi das geheime Verbindungsmoment dieser unterschiedlichen Künstler – Rabenschwarzes eben, wie es der Rabe als ständiger Begl...


06.04.2016

„Der Weltpoet: Friedrich Rückert (1788–1866) – Dichter, Orientalist, Zeitkritiker“

 Am 31. Januar 2016 jährte sich der Todestag Friedrich Rückerts zum 150. Mal. Die Stadt Schweinfurt hatte angesichts dieses  Gedenkens beschlossen, besagtes Jahr zum „Rückert-Jahr“ auszurufen, um dem hier geborenen Dichter und Orientalisten ihre besondere Reverenz zu erweisen, zumal man inzwischen mit dem Pfund wuchern kann, dass sich unter den überaus zahlreichen deutschen Dichtern und Denkern nicht so schnell einer findet, der mit seinem Werk so glaubwürdig für den heutzutage mehr als notwendigen interkulturellen Dialog steht wie Friedrich Rückert. Den Kern dieses Gedenkjahres bildet die professionell gestaltete Literaturausstellung „Der Weltpoet: Friedrich Rückert (1788-1866) – Dichter, Orientalist, Zeitkritiker“ in der Kunsthalle Schweinfurt. Sie ist die für den Zeitraum vom 8. April b...


24.03.2016

Ich mit mir selbst und andere Dinge II

 Der Bildhauer Bruno Raetsch wurde 1963 in Neuss geboren, ist aber in Potsdam aufgewachsen. Erst nach der Wende lernte er das Zuhause seiner in der Quirinusstadt lebenden Großeltern kennen. Er selbst nennt sich lachend einen „Minimal-Neusser“ und könnte es wohl kaum passender sagen. Er studierte von 1988 bis 1995 an der Kunsthochschule Halle/ Burg Giebichenstein Bildhauerei. Zwischen 2002 und 2006 war er Leiter der Fachklasse für (Holz)-Bildhauerei am Fachbereich Angewandte Kunst Schneeberg der Westsächsischen Hochschule Zwickau. Seit 2009 hat er eine Professur für Bildhauerei an der Kunsthochschule Halle/Burg Giebichenstein. Er lebt und arbeitet in Dresden. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit Arbeitsstipendien des Landes Sachsen-Anhalt und der Stiftung Kulturfonds Berlin, dem Preis der Deutschen Telekom ...


23.03.2016

Germanenkult

 Friedrich Nietzsche war schockiert über das, was er 1876 bei den ersten Bayreuther Festspielen erlebte:?„Man hatte Wagner ins Deutsche übersetzt! [...] Die deutsche Kunst! Der deutsche Meister! das deutsche Bier!“ Cosima Wagner, ihr künftiger Schwiegersohn Houston Stewart Chamberlain und der sie umgebende „Bayreuther Kreis“ hatten das Erbe und das Bild Richard Wagners fest im Antimodernismus des Deutschen Kaiserreichs verankert. Ungeheure Verbreitung und damit Verfestigung erfuhr das Bild eines „germanischen“ Wagner in den Gouachen des Malers Ferdinand August Leeke (1859 – 1937), die Siegfried Wagner Ende des 19. Jahrhunderts, im Andenken an seinen Vater, bei dem Künstler in Auftrag gab. Sie dienten als Druckvorlagen für aufwendige Mappenwerke und unzählige Postkarten. Leeke, Absolvent der K&o...


23.03.2016

Fiona Banner

 Bekannt wurde Fiona Banner in den 1990er Jahren mit medienübergreifenden konzeptuellen Arbeiten, die sich mit Sprache, deren Möglichkeiten und Limitierungen auseinandersetzten. Mit einer großen Bandbreite von Zeichnungen, Installationen, Performances, Skulpturen und Publikationen hinterfragte die Künstlerin ihre gleichzeitige Faszination und Abscheu gegenüber Kriegsfilmen, der Darstellung von Gewalt und Pornografie. Ein Schlüsselwerk bildet etwa das 1000-seitige Buch „THE NAM“ (1997). Hier erzählt Banner sechs Vietnamkriegs-Filme, darunter “Apocalyse Now“ und “Full Metal Jacket“, Szene für Szene detailliert nach. Dabei verschmelzen die Filmplots so miteinander, dass sie wie das literarische Äquivalent eines einzigen, brutalen ‚Superfilms‘ wirken. Die Videodokumentation &b...


23.03.2016

Die Farben des Südens

 Hans Purrmann (*10. April 1880 in Speyer; † 17. April 1966 in Basel) ist einer der wichtigsten Koloristen des 20. Jahrhunderts. Auf ganz eigene Weise verarbeitete er die Anregungen der französischen Malerei von Cézanne und Matisse und schuf Landschaften, Stillleben, Interieurs, Akte und Portraits, deren Form auf einem intensiven Studium der Natur, der Praxis der Freilichtmalerei und dem Umgang mit möglichst unvermischten Farben beruht. Stets blieb der Künstler auf der Suche nach einer gespannten Balance aller Bildelemente im Ensemble des Ganzen. Nach dem Studium in München zog es Purrmann 1905 nach Berlin und anschließend nach Paris, wo ihn die künstlerische Avantgarde der Fauves in ihren Bann zog. Er lernte Henri Matisse kennen, als Lehrer und Freund schätzen. Ab 1909 bereiste Purrmann mit Matisse Südfrankreich,...


23.03.2016

Die legendäre Welt der Wikinger

Mächtig, mutig, männlich. Die Wikinger stehen für Abenteuerlust, für Wissbegierde und Macht, wir assoziieren mit ihnen Hörnerhelme, blutige Streitäxte und viel Met: Dass es sich hier um Klischees handelt, ändert nichts an unserer Faszination für sie. Vom 11. März bis zum 4. Dezember 2016 dreht sich im Ausstellungszentrum Lokschuppen in Rosenheim alles um die „WIKINGER!“. Die große Erlebnisausstellung gewährt einzigartige Einblicke in ihre sagenumwobene Welt. Die Inszenierung von weit über 500 ausgestellten Originalen aus der Wikingerzeit ermöglicht jedem Besucher ein unmittelbares und wirklichkeitsnahes Bild der Seefahrer aus dem Norden - eingebettet in ein einmaliges Ausstellungsdesign. Sie erzählt die beeindruckende Erfolgsstory der „Wikinger“. Von Beutezügen, vergrabenen ...


23.03.2016

Faszination des Schönen

 Mit der Gründung der ersten Porzellanfabrik Nordostbayerns legte Carolus Magnus Hutschenreuther in Hohenberg an der Eger den Grundstein dafür, dass sich die Region nach 1814 rasch zum Zentrum der deutschen Porzellanindustrie entwickelte. Im Jahr 1982 wurde das Porzellanikon in Hohenberg an der Eger gegründet und fand eine Bleibe in traditionsreichem Hause: In der ehemaligen Direktorenvilla des Familienunternehmens C. M. Hutschenreuther. 1995 wurde das historische Haus um einen modernen Anbau aus Glas und Stahl auf 2.000 m² erweitert. Heute zeigt das Museum rund 10.000 Exponate, mehr als 200.000 Porzellane birgt das Depot. Wollten Sie schon immer mal Geschirr sehen, von dem man zu Zeiten August des Starken speiste? Erkennen Sie das Festtagsservice Ihrer Großmutter wieder? Erinnern Sie sich, wie lange Sie damals auf diese eine bestimmte Vase h...


29.02.2016

Ausstellungsankündigung - Kunstraum Kesselhaus

Vom 13.03.-10.04.2016 öffnet im Kulturraum Kesselhaus in Bamberg eine neue Ausstellung ihre Pforten. "shifting space IV" von Anna Maria Kursawe zeigt Malereien und Wandinstallationen. Anna Maria Kursawe hat in Berlin Malerei und Architektur studiert. In ihren Arbeiten setzt sie sich vornehmlich mit dem zeitgenössischen architektonischen Raum auseinander; in den letzten Jahren geht es immer wieder um Transiträume, Passagen, Orte des Nicht-mehr-da-Seins, aber noch nicht Angekommen-Seins. Neben Malerei auf Leinwand entwickelt sie räumliche Installationen, wo Linien, Flächen und der vorgegebene Raum verknüpft werden. Die Grenzen zwischen den Dimensionen verwischen, Raumgrenzen werden aufgesprengt.   Vernissage: Sonntag, 13.3.2016 , 17 Uhr; Begrüßung: Dr. Barbara Kahle, 1. Vorsitzende, Kunstverein Bamberg e.V.; Einf&uum...


03.02.2016

Wunder aus Ton

 Ein Hauch von China weht derzeit durch die Frankenmetropole. Die eindrucksvolle und imposante Ausstellung „Die Terrakottaarmee & Das Vermächtnis des Ewigen Kaisers“ hat die Hallen Auf AEG in Nürnberg erobert und vermittelt den Besuchern noch bis 3.4.2016 spannende und emotionale Eindrücke aus dem geheimnisvollen Reich der Mitte. Und nun feiert die „Terrakottaarmee“ mit den Besuchern der Ausstellung den wichtigsten chinesischen Feiertag. Während bei uns das Neue Jahr schon seinen gewohnten Lauf nimmt, wird im Reich der Mitte erst am 8. Februar der Neujahrstag mit den Familien begangen. Traditionell übergibt man sich dabei Geschenke, es werden kleine rote Umschläge, die Hongbao, überreicht. Dem ersten Kaiser von China, Qin Shi Huang Di, und seiner Armee ist es eine Ehre, am 8. Februar auch jedem Ausstellung...


27.01.2016

Die ‚Germania‘ als Drahtseilkünstlerin

 Und immer wieder die Bulldogge! Schon im ersten Jahrgang des Simplicissimus, also 1896, wird sie ganz allgemein als Symbolfigur für die Karikatur eingesetzt und avanciert, nunmehr in rot, bald zu einer Art Logo für die Zeitschrift selbst. In der europäischen Karikatur personifizierte die Bulldogge dagegen neben „John Bull“ die britische Nation, so wie für Frankreich statt der „Marianne“ der gallische Hahn auftreten konnte. Neuerdings spielt der Bullenbeißer noch eine ganz andere Rolle, eine recht konträre und hochaktuelle: die Satire-Zeitschrift Charlie-Hebdo kennzeichnet mit dem gräuslig aussehenden Tier den rechtsradikalen französischen Politiker Jean-Marie Le Pen und, nach dessen schmählichem Abgang, nun auch das mittlerweile bedrohlich populäre Töchterchen Marine in menschenfressender Po...


27.01.2016

Niederländische Moderne

 Wer kennt sie nicht, die Boschs, Rembrandts, Vermeers, Bruegels und all die anderen großen Meister, die das Goldende Zeitalter der Niederlande so entscheidend mitgeprägt haben. Doch wie stand es um die Kunst in den Niederlanden um 1900, einer Zeit, in der gerade mit den meisten traditionellen Konventionen gebrochen wurde? Gibt es auch einen niederländischen Beitrag zur Kunst der Klassischen Moderne? Zweifellos kann man dies mit ja beantworten, allein ist das dem Publikum hierzulande noch viel zu wenig bekannt. So gleicht diese Ausstellung auch einer Entdeckungsgreise, die einlädt, Gemälde von Isaac Israels, Jan Toorop, Dirk Nijland oder Willem Bastiaan Tholen sowie Skulpturen von Joseph Mendes da Costa und Lambertus Zijl und vielen weiteren ihrer Landsleute kennenzulernen. Die Bedeutung dieser Künstler und Kunstlandschaft darf nicht unt...


27.01.2016

„Encore des Carrés“

 Bereits seit seiner Eröffnung im Jahr 2007 zeichnet sich „Das Kleine Museum - Kultur auf der Peunt“ durch eine Reihe hochkarätiger Ausstellungen aus, die letzte war 2015 dem venezuelanischen Künstler Carlos Cruz-Diez gewidmet. Seit dem 27. Oktober letzten Jahres und noch bis zum 12. März 2016 sind nun Werke von Daniel Buren in dem kulturellen Kleinod zu sehen. „Encore des Carrés“ heißt die Ausstellung mit Exponaten des aus Boulogne-sur-Seine stammenden Künstlers, der bereits seit 1967 regelmäßig zu sehen ist und der sich insbesondere mit seinen dauerhaften künstlerischen und architektonischen Gestaltungen einen Namen gemacht hat, darunter der Fußboden im Hauptbahnhof Wolfsburg oder aber das begehbare Kunstwerk „Les Deux Plateaux“ (1985/86) im Palais Royal in Paris. Kenner ...


27.01.2016

Wilhelm Lehmbruck. Porträts und anderes…

 Mit einer konzentrierten Wilhelm-Lehmbruck-Ausstellung würdigt das Museum Lothar Fischer einen der bedeutendsten deutschen Bildhauer der Klassischen Moderne, dessen Schaffen auch im internationalen Kontext großen Ruhm erlangt hat. Bereits im Entstehungsjahr 1911 wurde Lehmbrucks überlebensgroße Kniende im Salon d’Automne in Paris und 1913 bei der Armory Show in New York gezeigt. 1955 war sie Blickfang und Einstimmung auf der documenta I in Kassel sowie 1964 auf der documenta III. Noch heute zählt die introvertiert und übersinnlich wirkende Figur der Knienden zu den Hauptwerken des Künstlers. In gestalterischem Zusammenhang dazu steht die Bronzebüste Geneigter Frauenkopf, die als Teilstück anzusehen ist. Neben weiteren Plastiken in unterschiedlichen Techniken wie Marmor, Gips, Terrakotta oder Stein verdeutlicht sie ...


27.01.2016

Kunstvolle Waffen des Orients

 Im Jahr 2011 konnten sich die Kunstsammlungen der Veste Coburg über eine großzügige Stiftung von Professor Dr. Werner Uhlmann freuen, der dem Museum in Absprache mit seiner Gattin in einer testamentarischen Verfügung seine ca. 1000 Objekte umfassende Sammlung außereuropäischer Blankwaffen übereignete. Dabei handelt es sich nicht um eine aufgeputzte Zusammenstellung von Zier- und Repräsentationswaffen, sondern in erster Linie um waffentechnisch, kunsthandwerklich und ethnologisch interessante Gebrauchsstücke von teilweise hervorragender Qualität. Das Sammlungsgebiet erstreckt sich dabei auf einzelne Stämme Afrikas, über den Maghreb, das Gebiet des ehemaligen osmanischen Reiches, Arabien und mit deutlichen Schwerpunkten auf den indisch-persischen Raum bis hin in die südostasiatischen Länder. Um die...


27.01.2016

AUGENblick! Die Faszination des Sehens

 Die Verbindung zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt wird durch die Sinnesorgane hergestellt, die sich im Laufe der Evolution in artspezifischer Komplexität ausgeprägt haben. Für den Menschen spielt das Auge dabei eine besondere Rolle, der nachzugehen Aufgabe der Ausstellung ist. In einem ersten Teil wird gezeigt, wie breit angelegt in der Geschichte des Lebens die Ausbildung eines Sehorgans ist: Über den Bau des Auges und die Funktion des Sehens lassen sich Verwandtschaften, aber auch tiefgreifende Unterschiede zwischen den Arten feststellen. Ein zweiter Teil der Ausstellung zeigt die für den Menschen spezifischen Bedingungen des Sehens auf. Hier geht es nicht nur um die Anatomie und Physiologie des Auges bzw. des Sehens, sondern auch um die Folgen, die Fehler und Störungen für die visuelle Leistungskraft des Menschen haben. D...


26.01.2016

Das Künstlerbuch

 Künstler benutzen Bücher und Künstler machen Bücher. Ihre Vorbilder und Anregungen finden sie meist in Büchern, noch bevor sie ihnen in Museen begegnen. In Skizzenbüchern halten Künstler ihre ersten Eindrücke und Ideen fest, noch bevor sie sich zu Bildern und anderen Kunstwerken entwickeln. Das Buch, zunächst ein dienendes Medium für Künstler, hat sich aus dieser Rolle heraus immer öfter zum Ziel vieler künstlerischer Bemühungen entwickelt. Buchgestaltung ist eine eigenständige Disziplin zwischen Design und Kunst; das Fotobuch wurde oft, mehr als die Ausstellung der Originalwerke, zum originären Präsentationsmedium für Fotografie; das Skizzenbuch begleitet tagebuchartig den Schaffensprozess vieler Künstler. Im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Bamberg und Villach...


08.01.2016

FLOATING VOLUMES

Plastiktüten, Verpackungsfolien, Abfallsäcke – in Elizabeth Thallauers raumgreifenden Installationen entwickeln Kunststoffe, die wir täglich nutzen, entsorgen und recyclen, ein erstaunliches Eigenleben. Seit Jahren setzt sich die Künstlerin mit den praktischen und ästhetischen Gesetzmäßigkeiten eines Mediums auseinander, das sich durch seine hohe Formbarkeit und Beständigkeit auszeichnet. Materialien, denen wir im Alltag kaum Beachtung schenken, gehen bei ihr ungewohnte Verbindungen ein, indem sie zu fließen, zu wachsen, zu schweben und zu leuchten beginnen. Die Ausstellung „Floating Volumes“ verwandelt den Kulturort Badstrasse in ein Gesamtkunstwerk, das sich von weitem betrachten und von Nahem durchlaufen läßt.   Elizabeth Thallauer, die an der AdBK Nürnberg angewandte und freie Kunst st...


04.12.2015

Kunst im Rathaus

 Alle zwei Jahre erobert die hiesige Kunstszene das Rathaus. Vom 5. bis 7. August 2016 wird Nürnbergs gute Stube bei der „RathausART“ wieder der regionalen Galerieszene gehören. Im Historischen Rathaussaal, der Ehrenhalle und im Innenhof präsentiert sie renommierte Künstler und Newcomer mit innovativen Arbeiten aller Gattungen zum Schauen und Kaufen. Um eine Teilnahme können sich regionale Galerien bewerben, die eine stete professionelle und innovative Arbeit nachweisen können sowie einen Schwerpunkt auf den Bereich der zeitgenössischen Kunst und die Förderung junger, gerne auch regionaler Kunst legen. Produzentengalerien sowie Einzelkünstlerinnen und Einzelkünstler können leider nicht berücksichtigt werden.   Interessierte Galerien finden die Anforderungskriterien und Unterlagen unter www.due...


02.12.2015

„Kleine Kugel – Weite Welt“

 Für manche sind sie der Inbegriff oder das körperlich gewordene Abbild des Spießbürgertums, aber mal ehrlich, wer von uns hat nicht schon einmal völlig faszinierend in diesen mit destilliertem Wasser gefüllten, runden Glaskörper geschaut, dabei ein Schneetreiben beobachtet und über dieser Faszination völlig die Zeit vergessen. Egal ob als Kind oder auch als Erwachsener, immer wieder ertappt man sich und andere dabei, entweder im Souvenirladen oder auch im elterlichen Wohnzimmer, dass man eine Kugel in der Hand hält, einen Schneesturm auslöst und gespannt mitzählt wie lange es dauert, bis sich alle Schneeflocken auf den Boden abgesenkt haben. Einer, der dieser Faszination in besonderer Art und Weise erlegen ist, ist Josef Kardinal. Der Nürnberger besitzt mit derzeit über 9.000 Exemplaren die gr&oum...


02.12.2015

Guido Reni trifft Andy Warhol

 Zugegeben, der Titel ist ein wenig irreführend, denn wer einen künstlerischen Bogen von den Meistern des Barocks bis hin zur Pop Art und damit Neuzeit, also von Reni bis Warhol spannen will, der braucht schon ein wenig mehr als nur diese beiden Ikonen der Kunstgeschichte. Und so ist es nicht verwunderlich, dass wir vom 25. Oktober 2015 bis zum 31. Januar 2016 im Kunstmuseum Bayreuth nicht nur eine erlesene Auswahl an Portraits, Heiligenbildern und Landschaften zu sehen bekommen, sondern auch einen tiefen Einblick in die vielgestaltige „Moderne“ erhalten, deren Wurzeln, und auch das wird die Ausstellung deutlich machen können, bis weit in das Barock zurückreichen und damit auch diese Kunstepoche mitunter sehr modern wirken lässt. Auch wenn die Darstellungsformen, und dies ist ja bei den vorliegenden, kunstgeschichtlichen Prägu...


02.12.2015

Über das Interieur in der Gegenwartskunst

 Das Interieur in der Kunst, die Darstellung von Innenräumen und Zimmern, von einer häuslichen Lebenswelt, kann auf eine lange Tradition verweisen. Da sind die Anfänge bei den Niederländern des 17. Jahrhunderts, also bei dem Delfter Jan Vermeer und bei Pieter de Hooch. Man darf aber auch an William Hogarth (1697 bis 1764) denken, später dann an Adolph von Menzel („Balkonzimmer“, 1845) und an Vincent van Gogh, an Pierre Bonnard und, im zwanzigsten Jahrhundert, an Karl Hofer, Giorgio de Chirico und Paul Klee. Dem Interieur in der Gegenwartskunst, in der es auffällig oft vertreten ist, gilt nun die Ausstellung „Homebase“ in der Nürnberger Kunsthalle, die vom 3. Dezember bis zum 21. Februar in Zusammenarbeit mit der Institution KAI 10 / Arthena Foundation in Düsseldorf gezeigt wird. (Vom 8. April an bis in de...


02.12.2015

„Alle Jahre wieder... Christkinder aus Wachs & Krippen aus aller Welt“

 Christkinder aus Wachs bilden den Schwerpunkt der diesjährigen Krippenausstellung im Diözesanmuseum, die den Titel „Alle Jahre wieder… Christkinder aus Wachs und Krippen aus aller Welt“ trägt, steht das Jesuskind doch im Mittelpunkt von Weihnachten. Präsentiert werden die in der Frömmigkeit des 17. bis 19. Jahrhunderts beliebten Fatschen-, Gnaden- und Passionskinder sowie Christkindwiegen, Futterkrippen und Wachsstöcke mit Darstellungen des neugeborenen Jesuskindes. Grafische Blätter, Backformen und Holzmodeln der Lebzelter in Form von Fatschenkindern sind Zeugnisse eines heute vergessenen Brauchtums, das noch vor hundert Jahren lebendig war. Wertvolle Leihgaben aus fränkischen Museen, Bamberger Vereinen, Privatsammlungen und Museen wie auch aus den Diözesen Bamberg und Regensburg bereichern die...


02.12.2015

„Wir sind ein Witz!“ Deutscher Karikaturenpreis 2015

 Zum 16. Mal wurde heuer der Deutsche Karikaturenpreis vergeben. 25 Jahre nach der Deutschen Einheit stellt sich eine Frage: Gibt es eigentlich einen (gesamt-) deutschen Humor? Und wenn ja, wie sieht der aus? Spießig, wie die Hausordnung im Rostocker Plattenbau? Um die Ecke, wie der Schuss aus einem G36 Gewehr? Glänzend, wie die Politur einer S-Klasse? Oder „patriotisch“, wie ein Montagsspaziergang in Dresden? Worüber lachen die Deutschen in Ost und West und vor allem: Warum lachen andere über uns? 218 Künstler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stellten sich mit insgesamt 976 Arbeiten der Aufgabe und haben dabei die Deutschen nach 25 Jahren deutscher Einheit unter die Lupe genommen. Unter Karikaturisten gilt Preis als der bedeutendste seiner Art in Deutschland. Nachdem am 15. November die Bleistifte in Gold, Silber ...


27.11.2015

„Wolkenheide – Bamberg in Gedichten und Bildern der Camera obscura“

 Mit dem Projekt „Wolkenheide“, von dem Lyriker Matthias A.J. Dachwald und dem Fotografen Günter Derleth, finden zeitgenössische Lyrik und Fotografien, aufgenommen mit der Camera obscura zueinander. Die beiden Autoren verstehen ihr Projekt als ein künstlerisches Schürfen nach Zeit. Verbunden werden die beiden Kunstformen der Lochkamera-Fotografie und der Lyrik durch den Ort ihres Entstehens, der Stadt Bamberg. Zum ersten Mal treffen dabei zeitgenössisches lyrisches Wort-Werk und die faszinierende Aura des Lochkamerabildes auf die fränkische Stadt mit ihrer einzigartigen Atmosphäre.   „Bamberg ist also ein Traum der Zeit. Wie kann es ausgerechnet hier gelingen, die fragilen Momente des Augenblicks zu wahren? Nun, ein Bildermacher und ein Wortfänger haben sich für diesen Band aufgemacht, um mit wachen Si...


26.11.2015

rapid art IV: Der scheue König

Von konkreten Alltagsdilemmata und Verschlimmbesserungen im Haushalt (Sabine Raab, Videoarbeiten) über Installation der schwimmenden Inseln von Jonathan Baumgärtner unter dem Titel „Ursachen und Gründe und Möglichkeiten der einsamen Inseln“, 2015, die sofort an improvisierte Flüchtlingsboote erinnern, über den gehäkelten Woll-Cocon in Menschengröße von Sumin Cha, der sowohl den Traum von Schutz erfüllt als auch zugleich Einengung mit sich bringt, hin zum Motorrad-Roller mit eingebautem Barometer von Michael Schäble, bis zu den Beton Bruchstücken von Holger Meinhardt, die in Kuverts gegossen und während des Poststreiks versandt wurden, zeigt sich im Rapid Art IV Format in der Stadtgalerie Bamberg - Villa Dessauer unter dem Titel „Der scheue König“ ein breites Spektrum an zeitgenö...


25.11.2015

Bunt macht Laune

 Am kommenden Samstag startet in der Galerie Atzenhofer die wichtigste Ausstellung des Jahres, nämlich die des Namengebers und Mitbegründers der Galerie Anton Atzenhofer.   Den Begriff “bunt” nehmen Kunstexperten nicht gerne in den Mund, dabei wäre das Wort durchaus passend. Die Gemälde und Zeichnungen des Philanthropen Atzenhofer sind farbenfroh und verrückt wie das Leben selbst. Der Tristesse des beginnenden Winters und den Dramen der politischen Weltlandschaft setzt der Künstler ein lautstark positives oder zumindest hoffnungsvolles Weltbild entgegen. Neben vielen farbigen Zeichnungen charakterstarker Typen im Großstadt-Straßenverkehr oder im turbulenten Nachtleben, gibt es auch riesige Acrylgemälde mit wild inszenierten Stillleben, die vielleicht zufällig sogar einen ernsten Bezug zu aktuellen Ere...


25.11.2015

Museum bewegt - Kultur zum Frühstück

Für das Programmformat „Museum bewegt“ lädt die Veste Coburg Interessierte am Donnerstag, den 10. Dezember 2015 um 10 Uhr oder Sonntag, den 13. Dezember 2015 um 11 Uhr in die Cafeteria der Kunstsammlungen der Veste Coburg ein. Treffpunkt ist der 2. Burghof, Eingang Shop/Cafeteria. Nach einem stärkenden Frühstück lädt Wolfgang Schwahn M.A. zu einem Besuch ins Kupferstichkabinett ein, wo er anhand von Beispielen den sogenannten Tintenfraß veranschaulicht. Seit Menschengedenken bis hin ins späte 19. Jahrhundert war die intensiv schwarzgefärbte Eisengallustinte die wichtigste Schreib- und Zeichenflüssigkeit. Das in Bibliotheken, Archiven und Museen verwahrte Schriftgut weist oftmals eine gefährliche Zersetzung auf. Ursache hierfür ist ein infolge Herstellung oder Alterungsprozesse entstandenes ...


25.11.2015

Ausstellungsankündigung - Wertheim

 Stammvater der Künstlerfamilie Kruse war der Berliner Bildhauer und Bühnenbildgestalter Max Kruse (1854-1942). Wie sein Bruder Oskar Kruse-Lietzenburg (1847-1919) gehörte er der Künstlervereinigung Berliner Secession an. Aus erster Ehe von Max Kruse mit Anna Pavel ging die Tochter Annemarie (1889-1977) hervor, die ihre Ausbildung zur Künstlerin bei Henri Matisse in Paris erhielt. Hier lernte sie ihren späteren Ehemann, den Russen Igor von Jakimow (1885-1962) kennen. Er war Maler und Bildhauer zugleich. Die Söhne der beiden, Erasmus (1918-1944) und Igor (1914-1944) sowie die Tochter Marina (1922-1997) waren ebenfalls künstlerisch aktiv. In zweiter Ehe heiratete Max Kruse die Schauspielerin Katharina Johanna Simon (1883-1968), die spätere Puppenmacherin Käthe Kruse. Von ihr wird ein großartiges Puppensortiment aus de...


09.11.2015

Schein und Sein – Materialität in Glas, Keramik und anderen Werkstoffen

Das Europäische Museum für Modernes Glas öffnet für eine besondere Aktion seine Türen auch schon einmal außerhalb der normalen Öffnungszeiten. Die Abendöffnung bietet die Gelegenheit, die Dauerausstellung und die Objekte der Sonderausstellung im Abendlicht zu erleben. Im Mittelpunkt einer kostenlosen Führung, die um 18.30 Uhr beginnt, steht die aktuelle Ausstellung „Schein und Sein – Materialität in Glas, Keramik und anderen Werkstoffen“.   Charlotte Vögele wird zu ihren zwei Arbeiten aus Birkenrinde in der Sonderausstellung sprechen und weitere Arbeiten aus Naturmaterialien mitbringen. Die Künstlerin hat an der Fachschule für Blumenkunst in Weihenstephan studiert und viele Jahre über als Dozentin gelehrt. Charlotte Vögele verwendet ausnahmslos Naturmaterialien wie Rosendorne...


04.11.2015

Licht ist alles

Licht ist alles. Das weiß jeder gute Fotograf. Mit der richtigen Ausleuchtung steht und fällt eine jede Aufnahme. Dieser Tatsache sind sich auch die Mitgleider der Lichtwerkstatt Bamberg e.V. bewusst, wie allein der Name verrät. Der Verein, der 1996 zur Förderung der künstlerischen Fotografie ins Leben gerufen wurde, ist inzwischen eine feste und etablierte Größe in Bamberg, wenn es ums Thema Fotografie geht. Alljährlich werden im Rahmen einer Ausstellung die aktuellen Werke der Teilnehmer präsentiert, so auch in diesem Jahr. Vom 06.11. bis 15.11.2015 lädt der Verein alle Kunst- und Fotografieinteressierten herzlich dazu ein, vorbeizukommen und die breite Vielfalt der jüngst entstandenen Arbeiten zu bestaunen.   Die 19. Werkschau steht ganz unter dem Motto „Kreative Fotografie“ und zeigt die fotograf...


04.11.2015

Eine Symbiose aus Schrift und Kunst

 Kommunikation ist wichtig – das ist sie heute und das war sie auch schon vor rund 5000 Jahren, als die Verständigung über das geschriebene Wort ihren Anfang nahm. Die Vermittlung von Informationen über Zeichen und Bilder begann bereits lange davor. Mit dem Zusammenspiel von Schrift, Schriftzeichen und Kunst beschäftigt sich derzeit die Ausstellung „Sagen und Zeigen – Schrift in der Kunst“ des Kunstvereins Bamberg, die noch bis diesen Sonntag, 8.11., 18 Uhr in der Stadtgalerie Bamberg – Villa Dessauer dazu einlädt, sich einmal auf Basis zeitgenössischer Betrachtungsweisen mit dem Thema Schrift in der Kunst auseinanderzusetzen.   Die letzte Führung findet am Freitag, 6.11., 15 Uhr statt und wird durch eine große Finissage am Wochenende ergänzt, bei der verschiedene Experten im Rahmen abschl...


08.10.2015

Sagen und Zeigen in der Villa Dessauer

 Große Namen sind angekündigt für die Ausstellung „Sagen und Zeigen – Schrift in der Kunst“, die der Kunstverein Bamberg vom 26. September an bis zum 8. November in der Stadtgalerie Villa Dessauer zeigt. Unter dem Titel „Sagen und Zeigen“ widmet sie sich der Rolle der Schrift in der zeitgenössischen Kunst. Text und Bild gehen ineinander etwa in der Konkreten Poesie, zu deren bedeutendsten Vertretern der Schweizer Objektkünstler, Grafiker und Dichter Diether Roth zählt, der bisweilen auch als Diter Rot zeichnete. In Basel 1998 verstorben, wurde Roth in Hannover geboren, ganz wie Kurt Schwitters, der auf Roths Buchobjekte starken Einfluss ausübte. Schwitters‘ vielleicht bekanntestes Gedicht gilt „Anna Blume“, und so glaubt man, es sei offensichtlich, woher das Pseudonym des weiblichen Parts...


08.10.2015

SpitzenART auf Burg Abenberg

Auf der bei Roth gelegenen Burg Abenberg steht die Spitze im Mittelpunkt. Mit dem Klöppelmuseum setzt man dort ein eindeutiges Zeichen für das traditionelle Handwerk. Nach der Premiere 2013 soll nun im Zweijahreswechsel die SpitzenART stattfinden, bei der Designer, Künstler und Kunsthandwerker ihre Arbeiten vorstellen, welche im Dialog mit der Spitzenkunst entstanden sind. Die diesjährige Ausstellung auf Burg Abenberg – vom 27. September bis zum 25. Oktober – wird Kerstin Bienert kuratieren, Kunsthistorikerin und Leiterin des Klöppelmuseums.   Bienerts Haus sei, so heißt es aus Mittelfranken, „besonders der zeitgenössischen, künstlerischen Weiterentwicklung der Spitze verpflichtet und widmet einen Schwerpunkt der Präsentation moderner Spitzenkunst – weg von gängigen Klischees hin zu modernen Int...


08.10.2015

Barbara Klemm trifft Johann Wolfgang Goethe

 Dass Goethe sich auch immer wieder in der Kunst des Zeichnens versuchte, ist bekannt. Rund 2600 Handzeichnungen des Dichters haben sich erhalten. Eine Ausstellung der Klassik Stiftung Weimar in Kooperation mit dem Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg macht es noch bis zum 1. November möglich, eine Auswahl von etwa fünf Dutzend Skizzen und Tuschezeichnungen aus Goethes Hand in Augenschein zu nehmen. Ihnen werden ein Schock Landschaftsaufnahmen von Barbara Klemm gegenübergestellt.   Mit diesen Fotografien reagiert Klemm explizit auf Goethe. 1939 in Münster geboren und in Karlsruhe aufgewachsen, fotografierte Klemm von 1970 an dreieinhalb Jahrzehnte lang für die FAZ. Vor allem für ihre Portraits von Politikern und von Künstlern – darunter Andy Warhol, Rainer Werner Fassbinder, Helene Weigel, Claudio Abbado, Richard Serra und...


08.10.2015

Im Gleichgewicht – Karin Blum & Meide Büdel

 Vom 22. Oktober an und noch bis in den April hinein begegnen sich in der Nürnberger Kunstvilla Arbeiten von Karin Blum und Meide Büdel. Der Ausstellungstitel verspricht, dass sie dabei „Im Gleichgewicht“ bleiben werden. Das Streben nach einem – inneren wie äußeren – Gleichgewicht dürfte eines der vielen Menschen wichtigsten Anliegen überhaupt sein. Es findet aber auch in den Künsten seinen Ausdruck, etwa in der Musik Johann Sebastian Bachs, oder eben in den Collagen Blums und den Skulpturen Büdels. Blum, 1947 in Gunzenhausen geboren, hat nach einer Ausbildung zur Bauzeichnerin bei Günter Vogelsamer und bei Clemens Fischer an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg Malerei und freie Graphik studiert.   Stipendien führten sie nach Paris und London; 1981 wurde ihr der Kunstf...


08.10.2015

Pablo Picasso im Kulturspeicher

 Zu den bekanntesten Werken Pablo Picassos, der einmal sagte, es komme beim Malen nicht auf das Suchen, sondern auf das Finden an, zählen die Gemälde das „Mädchen mit Taube“ von 1901, „Guernica“ (Öl auf Leinwand, 1937) und „Les Demoiselles d’Avignon“ (gleichfalls Öl auf Leinwand, 1907). Doch der vermutlich erfolgreichste und einflussreichste Künstler des vergangenen Jahrhunderts war nicht nur Maler und Bildhauer, sondern auch ein Zeichner und Grafiker von Format. Einen Einblick in Picassos grafisches Schaffen gewährt das Würzburger Museum im Kulturspeicher vom 9. Oktober bis zum 17. Januar.   Die über fünf Dutzend Exponate stammen aus dem Besitz des Museums Kunstpalast Düsseldorf. Picasso bedient sich ganz unterschiedlicher Techniken. Holz- und Linolschnitt, Lithogra...


08.10.2015

„Mensch und Mythos“ in Schweinfurt

 Wer sich mit dem Expressiven Realismus vertraut machen möchte, ist gut damit beraten, sich nach Schweinfurt aufzumachen und im Parterre der dortigen Kunsthalle die Sammlung Joseph Hierling in Augenschein zu nehmen. Der von dem Marburger Kunsthistoriker Rainer Zimmermann geprägte Begriff Expressiver Realismus meint die Kunst der sogenannten Verschollenen Generation. Das sind die Jahrgänge von 1890 bis 1914, deren Kunst von der unseligen Nazibrut angegriffen und verboten wurde. Die an Hauptwerken der Expressiven Realisten reiche Schweinfurter Dauerausstellung wird einmal jährlich um eine Wechselausstellung ergänzt. Sie ist heuer „Mensch und Mythos“ betitelt, gilt dem Schaffen von Walter Becker und dessen Weggefährten und läuft bis in den März hinein (Vernissage ist am 1. Oktober um 19 Uhr).   Becker, 1893 in Ess...


24.09.2015

„The best ones make you feel as fearless as Beyoncé“

 Geboren (am 4. September 1981) und aufgewachsen in Houston, Texas, erlangte Beyoncé Giselle Knowles-Carter in den späten Neunzigern weltweite Bekanntheit als Sängerin der Mädchenband Destiny’s Child. Seit 2002 verfolgt sie eine Solokarriere nicht nur als charismatische Sängerin und Tänzerin, sondern auch als Filmschauspielerin. Auf Beyoncé greift nun Stefan Panhans zurück, wenn er seine aktuelle Ausstellung bei Bühlers in der Fürther Königswarterstraße – Vernissage, beziehungsweise Preview, ist am heutigen Donnerstagabend um 19 Uhr; Carla Orthen wird eine Einführung halten – „The best ones make you feel as fearless as Beyoncé“ betitelt.   So hat Panhans eine Videoarbeit aus diesem Jahr genannt, eine gute Viertelstunde lang, bei der es sich laut Mitteilung de...


28.07.2015

„Schöne Flecken“ und „Error“

 In der Galerie im Haus Theresienstein, dem eingangs des Stadtparks gelegenen Jugendstilgebäude, hat der Kunstverein Hof seit bald zwei Jahrzehnten sein Zuhause aufgeschlagen. Neben der immer zum Jahresausklang kuratierten Ausstellung „KunstSaat“, an der sich zu beteiligen Mitgliedern offensteht, präsentieren die Hofer in etwa sechswöchentlichem Turnus eine Bilderschau (zumeist als Doppelausstellung), bei welcher auch Künstler von außerhalb der Region zum Zuge kommen.   Vom 5. August an (die Vernissage an jenem Mittwoch ist für 19.30 Uhr angesetzt; Annie Sziegoleit, die Erste Vorsitzende des Kunstvereins, wird die Gäste begrüßen) bis zum 6. September lassen sich in der Theresienstein-Galerie Silke Blomeyers „Schöne Flecken“ in Augenschein nehmen, denen Thomas Beurichs „Error“...


27.07.2015

Sonderausstellung im Porzellanikon

Merkwürdig wenig ist, knappe zehn Tage vor ihrem Beginn, zu erfahren über die demnächst anstehende Sonderausstellung im Porzellanikon Selb (beziehungsweise Hohenberg an der Eger), dem Staatlichen Museum für Porzellan. Immerhin so viel scheint bereits festzustehen, dass sie, aber man weiß ja nie, vom 1. August bis in die Mitte des Septembers hinein laufen und unter dem Titel „Europäische Lebensart – Keramik vom Barock bis heute“ firmieren soll. Es handelt sich hierbei um eine Kooperation im Rahmen des europäischen Projekts „Ceramics and its Dimensions“ mit zwei Dutzend Partnern – darunter die Kunsthochschule Berlin-Weißensee, das Eesti Tarbekunsti- ja Disainimuuseum in Tallinn, der Hauptstadt Estlands, sowie das Museo Nacional de Cerámica y de las Artes Suntuarias González Ma...


27.07.2015

„Schöne Flecken“ und „Error“

In der Galerie im Haus Theresien-stein, dem eingangs des Stadtparks gelegenen Jugendstilgebäude, hat der Kunstverein Hof seit bald zwei Jahrzehnten ein Zuhause gefunden. Neben der immer zum Jahresausklang kuratierten Ausstellung „KunstSaat“, an der sich zu beteiligen Mitgliedern offensteht, präsentieren die Hofer in etwa sechswöchentlichem Turnus eine Bilderschau (zumeist als Doppelausstellung), bei welcher auch Künstler von außerhalb der Region zum Zuge kommen.   Vom 5. August an bis zum 6. September lassen sich in der Theresienstein-Galerie Silke Blomeyers „Schöne Flecken“ in Augenschein nehmen, denen Thomas Beurichs „Error“ zur Seite steht. Blomeyer, die vor zwei Jahen mit „Mail Art“ schon einmal in Hof zu Gast war, ist gebürtige Münchnerin des Jahrgangs 1967 und bega...


27.07.2015

Jan Albers im Kunstpalais Erlangen

Mit Wuppertal verbunden sind so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Horst Tappert, wie Hans Günter Winkler, Else Lasker-Schüler, Pina Bausch, Peter Gülke und Tom Tykwer, Michael Zeller und Peter Ka, der fiktive, fünfunddreißig Jahre alte Lyriker aus Hanns-Josef Ortheils jüngstem Roman, „Rom, Villa Massimo“ (der zu großen Teilen auch von bildender Kunst handelt und den wir auf unserer Lese- und Hörstoffseite vorstellen). Aus Wuppertal gebürtig sind aber auch zwei bedeutende Künstler der jüngeren Generation, zum einen der früh verstorbene Andreas Junge, zum anderen Jan Albers. Beide studierten an der Kunstakademie Düsseldorf, Junge bei A. R. Penck, Albers unter anderem bei Jan Dibbets. Mit der Stadt im Bergischen Land verbunden ist auch Jan Albers Ausstellung „cOlOny cOlOr&rdq...


27.07.2015

Die Gruppe WIR in der Kunsthalle

Kurz, pointiert und selbstbewusst in Versalien – WIR – nannte sich die Künstlergruppe, die anno 1959 drei Studenten der Münchner Akademie der Bildenden Künste ins Leben riefen. Den Malern Florian Köhler (1935 bis 2013), Helmut Rieger (1931 bis 2014) und Heino Naujoks (Jahrgang 1937) schlossen sich 1961 der Maler Reinhold Heller (1933 bis 1993) und im Folgejahr der Bildhauer Hans Matthäus Bachmayer (1940 bis 2013) an. Ziel war, es so Rieger, eine „eigene Akademie zu gründen“, da man das Studium in München als unzulänglich empfand.   Ein halbes Jahrhundert nach ihrem Ende steht die Künstlergruppe WIR noch bis zum 20. September im Zentrum einer Ausstellung im Tiefparterre der Kunsthalle Schweinfurt. WIR bildet, gemeinsam mit SPUR (1957–1965), das Fundament der inzwischen auch internatio...


27.07.2015

Zum Resultat beruhigter Tumult

Vom 10. September an bis zum 8. November zeigt die Kunsthalle Nürnberg unter dem Titel „Zum Resultat beruhigter Tumult“ Arbeiten von Martin Dammann. Der gebürtige Friedrichshafener lebt und arbeitet längst in Berlin. Man kennt ihn vor allem aufgrund seiner in großem Format gehaltenen Aquarelle. Desweiteren, und nicht minder, sind aber auch Videofilme, Fotoarbeiten und Zeichnungen Teil seines Schaffens. Bereits als Kind hegte Dammann eine Passion für (Kriegs-)Flugzeuge, die er als Modell, ob es nun deutsche, englische oder US-amerikanische waren, en masse in Kunstoff nachbaute. Daraus sollte sich seine Leidenschaft für Kriegsbilder entwickeln. Als ihn ein DAAD-Stipendium einen London-Aufenthalt ermöglichte, entdeckte er dort durch Zufall das Archive of Modern Conflict, welches vor allem private, von Amateuren stammend...


27.07.2015

Sechzig Jahre Rock ’n’ Roll

Zwar reichen die Ursprünge des Rock ’n’ Roll mindestens bis in den Mai 1949 zurück, als Goree Carter & His Hepcats die Single „Rock Awhile“ vorlegten, dem selbigen Jahres „Rock the Joint“ von Jimmy Preston and His Prestonians folgte. Regelrecht populär aber wurde dieser schnelle, sich Elementen des Rockabilly, des Rhythm and Blues, auch der Country Music und des Dixieland bedienende Tanz erst anno 1954, als „Rock Around the Clock“ von Bill Haley & His Comets herauskam, und mehr noch, als dieser Song im Dezember 1955 Haleys drittes Album eröffnete. Weltberühmtheit erlangte der Titel durch die Filme „Saat der Gewalt“ und „Außer Rand und Band“.   Im Kunstforum Gotha widmet sich die Ausstellung „Dead Rock Heads“ bis zum 18. September der (se...


19.07.2015

Spannung, Spiel und Schokolade

Der Andrang war groß am Samstag Abend, als der Kunstraum JETZT e.V. seine ungeschliffene Perle der Gegenwartskunst - das Kesselhaus - wiedereröffnen durfte. Aus der zwischenzeitlichen Gefahr für Leib und Leben, die zur unerwarteten und unerwartet spannenden Zwangspause führte, wird nach einigen Monaten baulicher Grundlagenertüchtigung nun wieder ein Knotenpunkt für Leib und Seele aller Kunstliebhaber der Welterbestadt. Und schon der erste Atemzug nach der Wiederbelebung trug facettenreiche Grund- und Zwischentöne ästhetischer Erfahrung in sich und macht deutlich Lust auf viele Monate mehr davon: Denn die Initiatoren setzten mit der von Sebastian Guissani & Daniel Man konzipierten Performance "Wollfront" beim Auftakt gänzlich auf Interaktion und Kontraste und dennoch auf Harmonie - auf ein "Alles ist möglich!". Und überwinden das zwischenzeitliche "Nichts geht mehr!" damit s...


02.07.2015

Zeugin ihrer Zeit - Mahnerin für die Gegenwart

Die Berliner Grafikerin, Zeichnerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz gilt bis heute als eine der wichtigsten deutschen Künstlerinnen. Eine nach ihrem Werk gestaltete Plastik steht in der Neuen Wache Berlin, der zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. Die Ausstellung wurde von der Ernst-Barlach Museumsgesellschaft Hamburg konzipiert und wird in der Forchheimer Christuskirche durchgeführt.   Der Durchbruch gelang Käthe Kollwitz 1898 mit der Auseinandersetzung des Dramas „Die Weber“ von Gerhardt Hauptmann. Die Uraufführung inspirierte sie zu ihrem ersten Zyklus, welcher auf der Berliner Kunstausstellung gezeigt wurde. Die Obrigkeit missachtete jedoch die sozialkritischen Arbeiten. In den Jahren danach folgen ein Zyklus zum Bauernkrieg (1902-1908) und mehrere Zeichnunge...


02.07.2015

65. Bayreuther Kunstausstellung

Wegen der nachfolgenden China-Ausstellung beginnt die traditionelle Bayreuther Kunstausstellung dieses Jahr ungewöhnlich früh.   Die Attraktivität der Ausstellung ist ungebrochen. Die Bewerbungen der Künstlerinnen und Künstler nehmen stetig zu, die Anzahl der Besucher ebenfalls. Die Eröffnung ist weiterhin einer der kulturellen und gesellschaftlichen Höhepunkte des Jahres in Bayreuth.   Eröffnung: Sonntag, 5. Juli, 11.00 Uhr. Ab 10.15 Uhr Musikalische Matinee des Orchestervereins unter Leitung von Prof. Dr. Uwe Reinhard.   Neues Schloss der Eremitage, Montag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr   Copyright Foto: © Kunstverein Bayreuth e. V.  


30.06.2015

1000 Jahre Kloster Michaelsberg in drei Kunstsnacks

Zum Auftakt der Jubiläumsausstellung „1000 Jahre Kloster Michaelsberg Bamberg“ bieten die Museen um den Bamberger Dom im Juli an drei Mittwochen in Folge die beliebten Kunstsnacks an. Drei der fünf Standorte der Ringausstellung befinden sich auf dem Domberg und würdigen die Gründung des Klosters vor einem Jahrtausend: Staatsbibliothek, Diözesanmuseum und Historisches Museum ziehen einen Kreis von der Geschichte des Benediktinerordens und des Klosters St. Michael mit seiner berühmten Schreib- und Malschule über seine barocke Blütezeit bis zur Auflösung. Die Kunstsnacks geben als mittägliche Kurzführung jeweils einen Einblick in die drei Ausstellungsschwerpunkte. Den Auftakt zur Michaelsberg-Kunstsnack-Reihe macht Museumsleiter Holger Kempkens im Diözesanmuseum, das den Dreh- und Angelpunkt der Ringausst...


25.06.2015

Die Boote des Pharao und andere Bilder

 Der Beduine Scheich Ramadan Abu Suelem lebte von 1924 bis 1998. Zu Lebzeiten wurde er zum bekanntesten self-taught artist (outsider artist) Ägyptens. Seine Zeichnungen werden heute in der arabi-schen Welt sehr geschätzt. Ohne das Engagement der Fürtherin Ursula Schernig, die in den 1980er Jahren eine Galerie für ägyptische und sudanesische Kunst in Kairo betrieb, wären seine Arbeiten einem breiteren Publikum kaum bekannt geworden. Aus der Sammlung Schernig zeigen wir rund 45 Blätter.   Seine Themen fand Ramadan Abu Suelem in den Überlieferungen und Legenden der Pharaonenzeit, die er frei nacherzählte, in den Darstellungen von Beduinenbräuchen (Alltagsszenen oder Feste) und in religiösen Parabeln. Deutlich sind gleichermaßen koptische, islamische, orientalische und afrikanische Einflüsse. Er malte...


22.06.2015

„DESPERATE HOUSEWIVES?“

 Auf der Suche nach dem eigenen Selbstverständnis kommt den Frauen immer noch ein Ort in die Quere, der vermeintlich jahrhundertelang ihr ureigenes Terrain war: das Haus, genauer der Haushalt. Seit den 1970er Jahren haben Künstlerinnen aus dezidiert feministischer Perspektive und mit oft radikalen Mitteln gesellschaftliche Strukturen hinterfragt. Aber wie definieren und bewerten wir heute diese Rollen und Rollenbilder, wo der Begriff Hausfrau aus dem Sprachgebrauch verschwunden scheint, Frauen selbstverständlich berufstätig sind und Privates und Öffentliches immer schwieriger voneinander abzugrenzen ist? Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen berührt nicht nur die eigenen Identität, sondern auch unser gesellschaftliches und kulturelles Selbstverständnis.   In der Ausstellung „DESPERATE HOUSEWIVES? Künstle...


20.06.2015

Unverkennbar Haitzinger. Karikatur und Malerei

Den Künstler Horst Haitzinger kennt man vor allem als Karikaturisten von internationalem Rang. Im Nürnberger Museum Industriekultur sind jetzt auch Aquarelle und großformatige Ölbilder von ihm zu sehen. Die Ausstellung ist „Unverkennbar Haitzinger. Karikatur und Malerei“ betitelt und läuft bis zum 23. August. Haitzinger, der sich Wilhelm Busch als persönliches Vorbild auserkoren hat, ist 1939 im oberösterreichischen Eferding geboren.   Einer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Linz folgte das Studium der Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo er noch heute lebt und arbeitet. Erste Karikaturen veröffentlichte er in seiner Studienzeit 1958 in der Satirezeitschrift „Simplicissimus“. Die Verbindung zu Nürnberg kam 1964 über den gebürtigen Münch...


20.06.2015

Ferdinand Hodler in Schweinfurt

Zwischen 1907 und 1911 schuf Ferdinand Hodler einen Werkzyklus, „Die Heilige Stunde“ betitelt, der paarweise Frauenfiguren zeigt, die, von Rosen umgeben, auf dem Rasen sitzen. Diese Arbeiten stehen im Mittelpunkt einer Sonderausstellung, die das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt vom 14. Juni an bis zum 1. November zeigt. Ausgangspunkt der Schau ist eine zweifigurige Version der „Heiligen Stunde“, die sich als Dauerleihgabe aus Privatbesitz im Museumsfundus findet.   Hodler, 1853 in Bern geboren, 1918 in Genf verstorben, zählt fraglos zu den herausragenden Vertretern der europäischen Kunst des Fin de Siècle. So hatte Hodler, der den Secessionen in Wien, Berlin und München angehörte, großen Erfolg auf der Pariser Weltausstellung von 1900. Der stillen Verinnerlichung der „Heiligen Stunde“, die auf...


20.06.2015

Arkadische Begebenheiten in Coburg

Rund siebzig Zeichnungen und Radierungen sowie mehr als zweieinhalb Dutzend Ölgemälde von Heinz Zander versammelt die Ausstellung „Arkadische Begebenheiten“. Sie läuft vom 20. Juni bis zum 23. August im Coburger Rosengarten im Domizil des dortigen Kunstvereins, dem, nebenbei sei’s gesagt, mit 1700 Mitgliedern bayernweit größten (noch vor München). Parallel läuft in bewusstem Gegensatz zu Zander eine vermutlich, das stand noch nicht sicher fest, „123m² schwarze Konsequenz“ geheißene Schau, Scherenschnitte von Jessica Maria Toliver. Toliver, 1976 in der Vestestadt geboren, hat sich seit einer Dekade dem Scherenschnitt verschrieben und lebt und wirkt in Schwerte. Im Zusammenspiel von Licht und Schatten sowie durch Abstraktionen entfalten die schwarzen Skizzenschnitte ihren Zauber. “Es sind Grafike...


20.06.2015

Tafelgemälde der Reformationszeit

Unter dem Titel „Kontroverse und Kompromiss: Der Pfeilerbildzyklus des Mariendoms und die Kultur der Bikonfessionalität im Erfurt des 16. Jahrhunderts“ nimmt das Angermuseum vom 27. Juni bis zum 20. September das bedeutendste Ensemble von Tafelgemälden aus der Reformationszeit in den Blick. Großformatige und figurenreiche Arbeiten sind es, die von 1506 an im Laufe von etwa einem halben Jahrhundert entstanden sind. Die acht konvexen Pfeilerbilder im Hohen Dom zu Erfurt St. Marien zeigen vor allem Themen, die in der katholischen Tradition von Bedeutung sind, also die Gregorsmesse oder beispielsweise Mariens Himmelfahrt. Vertreten ist auch die Hostienmühle (1534) und die Anbetung der Heiligen Drei Könige (1522), die Kreuzigung (um 1520) und die Predigt Johannes des Täufers (um 1530/1540). Das Ausstellungsprojekt im Rahmen der Luther-De...


20.06.2015

Jahresausstellung der Akademie der Künste

Mehr als dreihundert Studierende beteiligen sich vom 9. bis zum 12. Juli an der Jahresausstellung der Nürnberger Akademie der Bildenden Künste. Malerei und Zeichnung ist ebenso vertreten wie Video und Installation, Skulptur, Gold- und Silberschmiedearbeiten, Audio. Erstmals mit dabei ist die noch frische Klasse des Londoner Fotokünstlers Juergen Teller, der in Bubenreuth aufgewachsen ist und somit fränkische Wurzeln hat. Neu dabei ist zudem Susanne Kühns Klasse für Freie Malerei. Zum Sommersemester hat die Freiburger Malerin die Klasse von Ralph Fleck, nunmehr Emeritus, übernommen. Die besten Arbeiten werden mit den Akademiepreisen bedacht. Zur dreiköpfigen Jury zählt unter anderen Eva Kraus, die Direktorin des Neuen Museums Nürnberg. Die Preise werden innerhalb der Ausstellungseröffnung (Vernissage ist am 8. Juli um 19 U...


15.06.2015

„Unschärfen“ im Künstlerhaus

 Roland Draack erschafft digital „unscharfe“ Fotos. Scharfe und klare Konturen auf Bildern sind zwar normalerweise erwünscht, aber eher die Ausnahme. „Schärfe“ ist deshalb nur relativ. Roland Draack entzieht diese seinen Bildern in einem aufwändigen Prozess. Bei ihm dominieren bewusst „Unschärfen“ die Fotos. Damit steht bei seinen Arbeiten der Gesamteindruck, die Impression im Vordergrund, wiewohl es auch viele Details zu entdecken gibt. Häufig sind es Landschaften, die er mit Fokussierungs- oder Bewegungsunschärfe auf Form, Farbe & Bewegung fast bis zur Abstraktion reduziert. In aufwändigen Aufnahmeserien erarbeitet er, auch bei scheinbar banalen Motiven, so eine eigene Bildsprache. Der Betrachter scheint manchmal eher Aquarelle vor sich zu haben als digital erstellte Fotos. Wenn Fotografie die r...


11.05.2015

Jaime Gajardo Landschaft

Die Landschaften des jungen Chilenen Jaime Gajardo, Student der Akademie der Bildenden Künste München, treten in die Tradition großer Landschaftsmalerei. Weite Niederungen, stolze Massive oder flache Seenplatten seiner Heimat bannt er in riesige Querformate. Frei und menschenleer baut sich eine eigenwillige, flache Setzung der Farben auf, ausgerichtet auf einen tiefen Horizont unter dramatischen Himmeln. In neueren Arbeiten entsteht größere Dramatik von Dunkelheit und hellem Leuchten. Wo der Ausschnitt aus der Welt noch mehr zusammengezogen wird, arbeitet Jaime Gajardo nur das Zentrum des Bildes aus, während zu den Seiten hin Farben verfließen, Abstraktion stark zunimmt und Motive sich ganz zu verflüchtigen scheinen wie eine verblassende Erinnerung von zartester Farbigkeit.   Ausstellung im Foyer vom 20.06. bis zum 26.07.2015...


05.05.2015

Kostenlose Führungen und Aktionen

 Ein ganzer Tag freier Eintritt, halbstündlich Kurzführungen zu unterschiedlichsten Kunstwerken und Museumsthemen, eine „Selfie“-Aktion und ein abwechslungsreiches Kinder- und Jugendprogramm: Am Museumstag, dem 17. Mai, möchten die Museen auf dem Domberg das Bamberger Publikum für die Sammlungen und Schauräume zur Kunst und Geschichte der Stadt begeistern. Der Eintritt ist frei!   Der 38. internationale Museumstag steht weltweit unter dem Motto „Museum. Gesellschaft. Zukunft“ und zeigt, welch bedeutende Aufgabe Museen im Bewahren und Vermitteln unseres kulturellen Erbes in der Gegenwart und für die Zukunft haben.   Verstecktes kulturelles Erbe   „In Bamberg ist das Schlagwort ‚kulturelles Erbe‘ in aller Munde, aber immer nur in Verbindung mit dem gebauten Erbe: Das ist im ö...


27.04.2015

Das „Tucher-Florilegium“ in Nürnberg

 Mit Martin Weimar, den die Süddeutsche Zeitung treffend einen „Grenzgänger zwischen Gärtnerei und freier Kunst“ nennt, stellt vom 2. Mai bis zum 9. August ein ungewöhnlicher (Objekt-)Künstler im Nürnberger Museum Tucherschloss (Treibberg 6) aus. Der gebürtige Ulmer ließ auf eine Gärtner- 1979 eine Floristenlehre folgen, besuchte in den frühen achtziger Jahren die Fachschule für Blumenkunst in Freising/Weihenstephan, ehe er von 1985 bis 1987 bei niemand anderem als Daniel Spoerri an der Münchner Akademie der bildenden Künste studierte. Im Jahr darauf folgte, gemeinsam mit Claudia Wörner, in der bayerischen Kapitale die Gründung der Kunst- und Lustgärtnerei, die seit 2001 im Schlosspark Oberschleißheim ihre Heimat gefunden hat.   Kennzeichnend für die Arbeiten ...


21.04.2015

„Italien! Italien? Italien.“ im Historischen Museum

 „Winter ade! / Scheiden tut weh.“ hebt bekanntlich, in E-Dur, ein kleines Liedchen an, dessen Melodie im Übrigen auf einer alten fränkischen Volksweise (nämlich „Schätzchen ade“, ein, cum grano salis, Vorläufer von „Fifty Ways to Leave Your Lover“, das Paul Simon kurz nach der Trennung von seiner ersten Frau, Peggy Harper, schrieb, und mit dem er im Herbst 1975 großen Erfolg hatte) fußt. Die Verse stammen von Hoffmann von Fallersleben, und die Volksliedstrophe fährt so fort: „Aber dein Scheiden macht, / daß mir das Herze lacht.“   Auch das Herz so manchen Bamberger Museumsfreundes dürfte derzeit lachen. Das Ende der (für ihn) tristen Winterpause steht nämlich unmittelbar bevor, und gleich zum Auftakt der neuen Ausstellungssaison verspricht das Historis...


13.04.2015

Ein Hoch auf das Eisenbahnmodell

 Von diesem Donnerstag an wartet das DB Museum Nürnberg mit einem neuen Ausstellungsbereich auf. Im Modellarium werden Modelle von Eisenbahnfahrzeugen in unterschiedlichen Maßstäben vorgestellt, insgesamt sind es weit über tausend. Die Größen reichen vom Maßstab 1:5 bei historischen Stücken bis hin zu einer Lok im Kleinstformat von 1:700. Der neue Schwerpunkt soll Besuchern vor Augen führen, warum sich Menschen mit dem Bauen und Sammeln von Eisenbahnmodellen befassen. Deren kunstfertige Ausführung wird präsentiert, die Vielfalt von Funktionen erläutert.   In die Tiefe wird dann am Samstag, den 25. April, von 11 Uhr bis 18 Uhr ein Symposion gehen, das „Eisenbahn-Modelle in Hobby und Beruf. Leidenschaft, Bildung oder Broterwerb?“ überschrieben ist (nur mit Voranmeldung unter 0800 326 8...


02.04.2015

Spuren konkreter Fotografie

 Ein breit gefächertes Panorama an konkreter Fotografie, wie sie sich heute zeigt, präsentiert vom 14. März bis zum letzten Maitag das Museum im Kulturspeicher in Würzburg. Die Exponate der von Henrike Holsing und Gottfried Jäger kuratierten Ausstellung (der begleitende Katalog erscheint im Heidelberger Kehrer Verlag) stammen von großen Namen, beispielsweise von Thomas Ruff, von Wolfgang Tillmans, Christiane Feser und Inge Dick. „Lichtbild und Datenbild“ ist die Ausstellung betitelt, die sich in nicht unerheblichem Maße aus dem Fundus der seit über einer Dekade hauseignen Sammlung Peter C. Ruppert speist.   Für gemeinhin geht man davon aus, dass die Fotografie ein wirklichkeitsnahes, verlässliches, detailliertes Abbild der Welt widerspiegelt. So ist es für den Betrachter verwirrend, wenn nun di...


02.04.2015

Siebzig Jahre Frieden

 Das sich gegenseitig ergänzende Ineinanderwirken von Exponaten und Archivalien soll im Hofer Museum Bayerisches Vogtland in einer „70 Jahre Frieden“ betitelten Sonderausstellung die Entwicklung der Region Hof-Bayreuth in den zurückliegenden sieben Dekaden schlaglichtartig vor Augen führen. Weiters werden die Auswirkungen der deutschen Teilung bis zur Wiedervereinigung, die gerade in der Grenzregion um Hof deutlich zu spüren waren, beleuchtet.   Erinnert wird an die Stunde Null, als Europa nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Trümmern lag, erinnert wird an die längste Friedensepoche, die Deutschland und Europa je erlebt haben, erinnert wird an den Fall des Eisernen Vorhangs ebenso wie an die Osterweiterung der Europäischen Union. Über diese Wachrufung kann für eine Generation, die in Frieden und Freihe...


02.04.2015

Werner Mally: „Lichtung“

 „Lichtung“ lautet der Titel eines der beiden bekanntesten Gedichte von Ernst Jandl, „Lichtung“ nennt sich auch die Ausstellung mit Werken von Werner Mally, die die Kunsthalle Schweinfurt in Kooperation mit dem Museum Barockscheune Volkach vom 27. März bis zum 13. September zeigt. Die Schau mit Skulpturen und Interventionen in der Großen Halle ist mit mehr als zwanzig Positionen, die in über zwei Jahrzehnten entstanden sind, die bislang umfangreichste des in München lebenden und arbeitenden Künstlers. Geboren ist Mally 1955 im tschechischen Karlsbad. An den Akademien in München und Wien studierte er Bildhauerei. Mit Einzelausstellungen war Mally in Köln und Sidney, in Venedig, Stuttgart und Landshut (vor zwei Jahren in der Neuen Galerie) vertreten.   In Schweinfurt stehen Mallys Holzskulpturen im Fokus,...


02.04.2015

Warten auf Gegenwart II

 Des britischen Mathematikers, Photographen und Schriftstellers Lewis Carroll (der mit bürgerlichem Namen bekanntlich Charles Lutwidge Dodgson hieß) Kinderbuchklassiker „Alice im Wunderland“ von 1865 hat in allen Bereichen der Kunst Spuren hinterlassen, etwa bei James Joyce und Stephen King, bei den Beatles und Jefferson Airplane, Chick Corea und Tom Waits, bei Max Ernst, der gebürtigen Nürnbergerin Kiki Smith und, das liegt auch aufgrund des Vornamens nahe, bei der 1979 in der polnischen Bergbaustadt Kattowitz geborenen Alicja Kwade, deren Photographien, Videoarbeiten, Skulpturen und Installationen noch bis zum 24. Mai in der Kunsthalle Nürnberg zu sehen sind.   „Ich interessiere mich“, sagt Kwade, „für Wissenschaft genauso wie für Philosophie und Religion, da alle drei Bereiche versuchen, die gl...


02.04.2015

„DIN A4“ in der Villa Dessauer

 1922, das war die Hochzeit der literarischen Moderne, das war auch das Jahr, in welchem, eine Idee Georg Christoph Lichtenbergs aufgreifend, das fast überall gebräuchliche Papierformat DIN A4 festgelegt wurde. Unter dem Titel „DIN A4“ präsentiert der Berufsverband Bildender Künstler Oberfranken vom 22. März (die Vernissage ist am Abend zuvor) bis zum 2. Mai in der Stadtgalerie Villa Dessauer seine Jahresausstellung. Gezeigt werden ein halbes Tausend Werke von 55 Künstlern, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit der thematischen Vorgabe auseinandergesetzt haben.   Die Exponate führen vor Augen, wieviel Freiheit der kreative Umgang mit der Norm zu schaffen vermag. Susanne Braun, die in Bamberg eine Keramikwerkstatt unterhält, hat eine „Metamorphosen“ betitelte Installation eingereicht: Schublad...


27.03.2015

„DIFFERENT – IDENTICAL“ in Thüngersheim

 Als europaweites Alleinstellungsmerkmal darf sich die Galerie Forum Botanische Kunst in der unterfränkischen Weinbaugemeinde Thüngersheim am Main auf die Fahnen schreiben, sich ausschließlich der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Pflanzenwelt anzunehmen. Vor jetzt sechs Jahren von der Malerin Sylvia Peter und ihrem Mann, dem Forstsachverständigen Michael Junginger, gegründet, vertritt die Galerie inzwischen gut sechs Handvoll Künstlerinnen und Künstler aus Großbritannien, etwa Angeline de Meester und Helga Crouch, aus Frankreich, so die 1977 in Paris geborene Photographin Rachel Querrien und Virginie Sueres, ebenfalls Photographin, ebenfalls an der Seine zuhause, aus den Vereinigten Staaten (Briony Morrow-Cribbs, die in den ländlichen Bergen Vermonts sich Radierungen und Zeichnungen verschrieben hat, einer Gege...


05.03.2015

Eine für alle! Die Museumsverbundkarte

Dass insbesondere kleinere Museen und solche, die nicht in den Großzentren unserer Republik liegen, mitunter um jeden Besucher kämpfen müssen, ist für die Initiatoren der neuen Museumsverbundkarte nichts neues. Ganz im Gegenteil, gerade diese besonderen Problemstellungen haben die Verantwortlichen von 13 Museen, die in der Fränkischen Schweiz beheimatet sind, dazu gebracht, sich zusammenzuschließen um gemeinsam den Kampf gegen den Besucherschwund aufzunehmen.   Der Bayreuther Landrat Hermann Hübner stellte am 05. März  im Fränkische Schweiz Museum in Tüchersfeld die neue Allzweckwaffe im Marketing-Mix der Museen vor, die Museumsverbundkarte. Vom Deutschen Kameramuseum in Plech über das Krügemuseum in Creußen bis hin zum Wallfahrtsmuseum Gößweinstein, insgesamt 13 Museen kann der Inhaber...


06.02.2015

Rolf Fässer: Ding und Raum

Vom 14. März bis zum 22. April diesen Jahres zeigt der Kunstverein Bamberg im Foyer des E.T.A.-Hoffmann-Theaters eine Ausstellung des Berliner Künstlers Rolf Fässer. Fässer treibt ein malerisches Spiel mit dem Erscheinen von einfachen Dingen, von Landschafts- oder Architekturfragmenten. Ob Stuhl, Karton oder Eimer, das Fenster oder der ferne Gebirgszug – das Wiedererkennbare auf diesen Bildern ist so aus einem subtilen Farbgeschehen heraus entwickelt, dass der Eindruck entsteht, es würde sich durch ein Changieren zwischen Verdichtung und Auflösung selbst bilden. Mal spielen sich Dinge in den Vordergrund, dann wieder verschwinden sie auf geheimnisvolle Weise in den malerischen Tiefen transparenter Farbflächen oder atmosphärischer Auflösung. Charakteristisch für Fässers Malerei ist eben dieser malerische Bildraum, ...


06.02.2015

Dasdemed Sampil

Noch bis zum 8. März diesen Jahres läuft die Ausstellung des Kunstvereins Bamberg im Foyer des E.T.A.-Hoffmann-Theaters. Der aus der Mongolei stammende Dasdemed Sampil mutet dem Betrachter Einiges zu mit seinen außergewöhnlichen, intensiven und eindringlichen Gemälden, die eher gegen den aktuellen malerischen Trend  bestehen. Unbequem sind diese Kreaturen, konstatiert Peter Angermann, sein Professor an der Nürnberger Akademie der Bildenden Kunst; maskenhafte Gesichter, außerirdisch anmutende fremde Wesen treten in Erscheinung in ihrer Verletztlichkeit, in einer verstörenden Mischung aus Dünnhäutigkeit und Grobheit. Die Bilder haben etwas Tosendes, so Natalie de Ligt. Dasdemed Sampil, geb. 1971, lebt und arbeitet in Ulan Bator (Mongolei) und Nürnberg.   Am 06.03.2015 um 18 Uhr führt die Vorsitzende, Frau...


03.02.2015

Blick nach vorn und Blick zurück

  Zu den ganz wenigen deutschen Keramikkünstlern von internationalem Ruf gehört Karen Müller. Seit bald vier Jahrzehnten hat sie sich nahezu ausschließlich dem Werkstoff Porzellan verschrieben, den sie mit den Händen (und mit Hölzern) in eine plastische Form bringt. Das Porzellanikon in Hohenberg zeigt bis zum 28. Juni in einer umfassenden Retrospektive rund hundert ihrer Arbeiten, darunter Schalen ebenso wie oft mannshohe Plastiken. Müller sagt von ihrem Tun: „Porzellan habe ich immer als die Primadonna aller Werkstoffe verstanden und manchmal auch verwünscht. Denn Porzellan, ein Primärgestein, das über Jahrmillionen in den Erdschichten komprimiert wurde, lässt sich nicht beliebig behandeln oder gar beherrschen. Es will erfühlt und erfahren werden und widersetzt sich jedem oberflächlichen ...


03.02.2015

Deutsche Künstler im Exil 1933-1945

  In der Folge der unsagbaren Greueltaten der Nazibrut (die dem Machtwahn eines von der Wiener Akademie abgewiesenen Kunstmalers geschuldet sind) erlebte der europäische Kontinent 1933ff. den größten Exodus seiner Historie. Der Zeit des Exils, ihrer Kunst und Autoren, hat sich Thomas B. Schumann verschrieben, seit er der Witwe Thomas Manns, Katia, in Kilchberg begegnete. Aus Schumanns „Memoria“-Fundus sind bis zum 13. März sechzig Exponate im KunstForum Gotha zu sehen. Zu bestaunen sind Arbeiten beispielshalber von Alfred Helberger (expressiv: „Norwegische Landschaft“) und Eugen Spiro („Knabenbildnis am Strande“, 1929), dessen Familie mit Rilke und Balthus verbunden ist. Spiros Enkelin Elizabeth führt mit dem „Krug mit Anemone und Palette“ die Familientradition fort. Dann ist da Charlotte...


03.02.2015

Aufbruch und Aufbrüche

 Sein Schüler Günter Grass zählt zu den großen Autoren (und hat sich, wie so viele andere dieser Zunft, auch der bildenden Kunst verschrieben) nicht nur hierzulande, er selbst zu den wegweisenden Bildhauern, die Deutschland hervorgebracht hat: Karl Hartung. Eine repräsentative Auswahl von gut fünf Dutzend Arbeiten des 1967 in Berlin, wo er seit 1951 als Professor für Bildhauerei lehrte, Verstorbenen wird bis Mitte April in der Kunsthalle Schweinfurt gezeigt. Darunter sind plastische Arbeiten ebenso wie Kohlezeichnungen. Zeitlich reicht die Bilderschau von den Anfängen der Dreißiger („Zopfflechtende“, 1930) bis zum epochalen Spätwerk der Sechziger, dem sich Hartungs Hochschätzung als Lehrer wie als Bildhauer verdankt. Hartung macht eine Holzbildhauerlehre, studiert in seiner Heimatstadt Hambur...


03.02.2015

One Station – Poesie der Bahnhöfe

 Von der „Poesie der Bahnhöfe“ zeugen etliche Gedichte, von denen uns ad hoc beispielsweise welche von Nicolas Born und Jürgen Theobaldy in den Sinn kommen. Das Poetische, das Bahnhöfen innewohnt, fängt aufs Schönste auch die fast gleichnamige Sonderausstellung ein, die bis zum finalen Maitag im Nürnberger DB Museum (Lessingstraße 6) in Augenschein genommen werden kann (und, in der Tat: werden sollte). Mit „One Station – Poesie der Bahnhöfe“ präsentiert sich der Fotokünstler Christian Höhn in seiner Heimatstadt. Im Auftrag des DB-Museums machte er sich auf, um auf fünf Kontinenten Bahnhofsbauten in seinen dem Hyperrealismus verpflichteten fotografischen Blick zu nehmen. Vornehmlich sind es Bahnhöfe, die entweder an legendären Linien liegen und/oder solche, die ...


03.02.2015

Kleider machen Leute. Fotografien von Herlinde Koelbl

 War es beim Protagonisten Gottfried Kellers die Naivität der Menschen, die es ihm unmöglich machte aus der ihm zugedachten Rolle zu schlüpfen, so sind die Hauptdarsteller der Ausstellung im Deutschordensmuseum bewußt und frei von äußeren Zwängen, wenn man einmal von den Anweisungen der Fotografin absieht, in verschiedene Rollen bzw. Kleidungen geschlüpft. Damit wollte Herlinde Koelbl, die seit 1976 als Fotografin tätig ist und deren Ausstellungen in allen Metropolen dieser Welt gezeigt werden, der Frage nach der Selbstpräsentation und –gestaltung der Menschen nachgehen. Was macht eine Person aus? Und wie bestimmt die Kleidung die Wirkung einer Person? Eine fotogrtafische Untersuchung der Wirkung von Berufs- und Standeskleidung im Kontrast zur privaten Kleidung. Das Deutschordensmuseum zeigt im Sommer 2...


28.01.2015

Controlled Collisions

Anläßlich des Abschlusses der seit dem 13.12.2014 laufenden Ausstellung des Kunstvereins Bamberg in der Stadtgalerie - Villa Dessauer, findet am 1. Februar 2015 um 16 Uhr vor Ort eine Finissage in Anwesenheit der beiden Künstler, Aldona Kut und Sebastian Kuhn, statt. Beide werden über ihre Werke sprechen, eine gute Gelegenheit sich noch einmal direkt mit ihnen über ihre Kunstwerke auszutauschen.       Stadtgalerie Villa Dessauer Hainstraße 4 a 96047 Bamberg Copyright Fotos: Foto NYC. 34-52, 2014, © Aldona Kut Foto BMW z4 Karrosserien, Aluminium, Stahl, Schrauben, © Sebastian Kuhn und VG-Bildkunst Bonn


12.01.2015

Expressiver Realismus, Landschaftsbilder, Wegmarken, Aufbrüche

Dass die Kunst nach Brot geht, ist ein alter, obgleich in vielen Fällen leider noch immer allzu wahrer, Hut. Frühe Belege hierfür finden sich beispielsweise bei dem Melanchton-und-Luther-Schüler und Gelehrten Michael Neander, aber auch bei Luther selbst, sowie, über anderthalb Jahrhunderte später, in Lessings Trauerspiel „Emilia Galotti“ (1772), in welchem Lessing den Prinzen von Guastalla in der zweiten Szene des ersten Aktes den Hofmaler Conti fragen lässt, was denn die Kunst mache. Conti darauf, kurz und knapp: „Prinz, die Kunst geht nach Brot.“   Ohne Mäzene, ohne Förderer stünden viele – durchaus auch durchaus mehr als bloß begabte – Künstler vor dem Fastnichts, und auch an Kunst Interessierte blickten häufig ins Leere, gäbe es da nicht Menschen wie Peggy Gug...


08.12.2014

Sein und Zeit und Raum – „I tempi doppi“

 Mit der Relation von Raum und Zeit, auch mit der jeweils vorhandenen Architektur, spielt in ihren Mixed-Media-Arbeiten und Installationen Tatiana Trouvé. Bis zum zweiten Februarsonntag, dem 8. Februar 2015, wird die Kunsthalle Nürnberg quasi zu Trouvés Tatort. „I tempi doppi“ nennt sich die in Kooperation mit dem Kunstmuseum Bonn und dem Museion Bozen entstandene Einzelausstellung der in Paris lebenden Künstlerin.    Mit ihren Objekten greift die Künstlerin in den vorgegebenen Ausstellungsraum ein. Für jede der drei Stationen von „I tempi doppi“, also für Bozen, für Bonn, für Nürnberg, hat Trouvé einen individuellen poetisch aufgeladenen Parcours geschaffen. In der Kunsthalle stehen Bronzeskulpturen (von denen einige „I tempi doppi“ betitelt sind) aus unterschi...


26.11.2014

Vom Faszinosum Farbe

Von der Peunt, einer Flur in Weißenstadt/Fichtelgebirge, geht die Kunde, sie habe einst ertragreiche, üppig blühende Wiesen getragen. Seit sieben Jahren ist es Kunst von und für heute, die dort in schönster Blüte steht. Denn Laura Krainz-Leupold, die Gründerin des Kleinen Museums, deutet die frühere florale Fruchtbarkeit um in eine kulturelle: Zeitgenössische Kunst müsse so gezeigt werden, dass sie „vom Besucher eine starke persönliche Anteilnahme“ verlange. Kunst entsteht, wie man weiß, nicht nur auf der Leinwand oder im Brennofen, sondern ganz individuell im Kopf des jeweiligen Betrachters. Dieser solle, lautet Krainz-Leupolds Desiderat, mit den Werken in den Dialog treten, auf dass Kunst und Kultur dem Leben Bedeutung und dem Alltag Orientierungspunkte schenken mögen.   Bis zum...


26.11.2014

Die Farbe Weiß in Moderne und Gegenwart

Der sprechenden Namen sind ja viele. Wenn einem aber unter die Augen kommt, dass in der Ausstellung „Weiß – Aspekte einer Farbe in Moderne und Gegenwart“ (zu sehen vom 8. November bis zum 22. Februar im Museum im Kulturspeicher Würzburg) auch Arbeiten von Walter Leblanc gezeigt werden, so könnte man, sofern man nicht mit der Kinetischen Kunst und der Op-Art vertraut ist, zunächst an einen Witz glauben. Ein Witz freilich, der hier ins Schwarze träfe, und trifft.   Walter Leblanc also, 1932 in Antwerpen geboren, ums Leben gekommen bei einem Autounfall im Januar 1986 in Silly/Hennegau, ist hervorgetreten mit Torsionen, die leitmotivisch seine Kunst durchziehen, hauchdünne Plastikbänder, auch monochrome Baumwollfäden (beispielsweise in Weiß), die die Bildfläche überspannen. Zudem sind Ob...


26.11.2014

Ein Urwaldmaler aus dem Umkreis Humboldts

Bellermann? Was heutzutage wie ein fehlerhafter Vokaltausch anmuten mag, trifft, nimmt man die Kunstgeschichte im 19. Jahrhundert in den Blick, ins Schwarze: Am 14. März 1814 wurde in Erfurt Ferdinand Bellermann geboren. Noch bis zum 18. Januar erinnert das Angermuseum seiner Heimatstadt mit der Ausstellung „Beobachtung und Ideal“ an den sogenannten Urwaldmaler aus dem Kreis um (Alexander von) Humboldt.   Bei der Vorbereitung zu dieser Jubiläumsschau wurden bislang unbekannte Dokumente aufgespürt, darunter Briefe Humboldts – dessen Vita und Reisen vor jetzt just einem Jahrzehnt Daniel Kehlmann bekanntermaßen den Erfolgsroman um die „Vermessung der Welt“ gewidmet hat – an Bellermann sowie dessen Autobiographie. Darin erinnert sich der Maler an die ländlich geprägte Kindheit auf einem Bauernho...


26.11.2014

Mode in Bildern des 19. Jahrhunderts

Der Mode im langen 19. Jahrhundert gilt vom 14. Dezember an und bis zum zweiten Märzsonntag die Ausstellung „Geliebte Tyrannin“ im Schweinfurter Museum Georg Schäfer. Gezeigt werden Arbeiten auf Papier von der Französischen Revolution bis zum Ersten Weltkrieg, bei deren Sujet (und Betrachtung) man frei nach „Hamlet“ zu dem Schluss kommen mag, dass, was Wahnsinn ist, doch Methode hat.   Enge, einschnürende Korsetts beispielsweise spielen in der Mode und ihren ausgefallenen Kreationen eine Rolle. Weiters sind da Humpelrock und Krinoline, Trompeusen, Turnüre und Keulenärmel. Obgleich das Museum Georg Schäfer keine Modesammlung beherbergt, lassen sich doch unter den rund 4500 Zeichnungen, den zahlreichen Büchern und Zeitschriften des Bestandes Sittenbilder und Karikaturen finden, Genrebilder und Po...


26.11.2014

Nürnberger Brothers in Art

In Sachen Kunst machen Guido und Johannes Häfner seit bald zwei Jahrzehnten gemeinsame Sache. Und weil dem so ist, ist deren noch bis zum 10. Januar im Fürther ARTroom zu sehende Ausstellung schlicht „Brothers in Art“ betitelt. 1961 (Johannes) beziehungsweise 1968 (Guido) in Schlaifhausen, dem Tor zur Fränkischen Schweiz, geboren, hat sich der jüngere Bruder zunächst zum Feingerätemechaniker ausbilden lassen und hernach an der TU München studiert. Der Ältere hat ein Studium an der Fachhochschule für Kommunikationsdesign in Nürnberg absolviert, wo die beiden seit 1995 als freischaffende „Brothers in Art“ wirken. Ihre Werke eint die Suche nach dem Wesen des Menschen, nach der Austauschbarkeit, nach dem Beziehungsgeflecht. „Kunst“, sagt Johannes Häfner, der Malerei, Grafik, Lin...


28.10.2014

Gunther von Hagen's Körperwelten - Eine Herzenssache

Seit dem 24.10.2014 ist die Ausstellung "Körperwelten - Eine Herzensache",  geöffnet und schon können sich die Veranstalter von Gunther von Hagen's Körperwelten vor Besuchern kaum retten. Wer sich für tiefere, anatomische Einblicke interessiert, der ist hier genau richtig. 40 Millionen Menschen die weltweit diese Ausstellung bereits besucht haben, können nicht irren. Und so waren es am ersten Wochenende schon 6.000 Menschen, die den Weg zum Quelle-Areal in Nürnberg fanden, ein Andrang der sogar die Organisatoren überraschte.   Die Exhibition trägt den Namen Herzenssache deswegen, weil das menschliche Organ das Schwerpunktthema der Nürnberger Ausstellung ist. Neben wichtigen Fakten zu unserem "Motor" sollen über 200 einzigartige Präparate, darunter die berühmten Ganzkörperplas...


21.10.2014

Wo kommen all die Bilder her?

Für das Programmformat „Museum bewegt“ laden wir Interessierte am   Donnerstag, den 13. November 2014 um 10 Uhr oder Sonntag, den 16. November 2014 um 11 Uhr     in die Cafeteria der Kunstsammlungen der Veste Coburg ein. Treffpunkt ist 2. Burghof, Eingang Shop/Cafeteria. Nach einem kleinen Frühstück führt Dr. Klaus Weschenfelder zum Thema „„Wo kommen all die Bilder her?“ „Habeant sua fata picturae“, möchte man in Anlehnung an ein antikes Sprichwort über Bücher auch für Gemälde sagen. Was wissen wir über die Vorbesitzer unserer Sammlungsobjekte und wie können wir etwas darüber herausbekommen? Was bedeutet Provenienzforschung in fachwissenschaftlicher, aber auch in museumsethischer Hinsicht?     Nach der Führung besteht die Möglichkeit ...


14.10.2014

Eisen und Erdpech

Ab Freitag, 21. November 2014, präsentiert Bernd Wagenhäuser seine neuen Arbeiten aus der Serie Eisen und Erdpech auf Bütten in dem Ausstellungsloft direkt über seinem Atelier im Rückgebäude der Gertraudenstraße 10 in Bamberg. Die Arbeiten zeigen Oxidationen von Eisenpulver, das er mit einem speziellen Verfahren auf Baumwoll-Bütten presst. Die Farb- und Formgebung wird durch die unterschiedliche Oxidation je nach Material bestimmt. Die zweidimensionalen, für den Bildhauer eher untypischen Arbeiten, verweisen mit ihrer haptischen und reliefartigen Struktur auf die sonst dreidimensionale Kunst von Wagenhäuser. Die Ausstellung wird am 21. November, um 19 Uhr, von Professor Dr. Bernd Goldmann (Einführung) und Brigitta Muntendorf, Stipendiatin des Int. Künstlerhauses Villa Concordia, mit einer Klang-Performance er&...


02.10.2014

Europas Kulturerbe Herend

Vom 27. September 2014 bis zum 11. Januar 2015 zeigt das Porzellanikon in Hohenberg a. d. Eger unter dem Titel „Europas Kulturerbe Herend“ auf ca. 330 qm Porzellan der Porzellan-Manufaktur Herend. Zu sehen sind sowohl historische Objekte aus dem Herend Porzellanmuseum als auch Neuinterpretationen historischer Dekore. 1839, vor 175 Jahren, übernahm Mór Fischer die Steingutfabrik in Herend und machte sie zu einer der bedeutendsten Porzellanmanufakturen Europas. Er legte den Grundstein für die bis heute erfolgreiche Geschichte der Porzellane aus Herend. Die Ausstellung zeigt anhand von ca. 200 Objekten die schönsten und wichtigsten Dekore ihrer Geschichte. Könige, Herrscher und Prominente weltweit speisten und speisen von Porzellan aus Herend. Queen Victoria z. B. war auf der ersten Weltausstellung 1851 in London so begeistert von einem ...


01.10.2014

Kartographie und Kunst

Seit einigen Jahren hat Kartographie auch außerhalb ihres angestammten Terrains Konjunktur. Das fängt zum Beispiel bei Franco Moretti und seinen abstrakten Modellen für die Literaturgeschichte an („Kurven, Karten, Stammbäume“, Suhrkamp, 2009), findet Beachtung im Roman selbst, etwa in des Amerikaners Reif Larsen „Karte meiner Träume“, ebenfalls von 2009, und berührt über die bei uns im Juli angelaufene Verfilmung (Regie: Jean-Pierre Jeunet) das Kino. Und Antonio R. Montesinos, derzeit Stipendiat des Internationalen Künstlerhauses in Bamberg, lässt sich von ihr zu seinen Kunstwerken inspirieren. Montesinos‘ „Plan General de ordenacion Urbana“ zierte in diesem Sommer die Broschüre für Moderne Kunst im Bamberger Antiquitätenviertel.   Vom 13. Oktober bis zum 2...


01.10.2014

Die hohe Kunst des Stilllebens

In einem mittelalterlichen Handelshaus im Herzen der Nürnberger Altstadt hat sich Claudia Jenneweins KunstKontor angesiedelt. Neben jungen Akademieabsolventen setzt es auf abstrakte und konzeptionelle Kunst bereits anerkannter Künstler. „Stillleben“ gilt eine Gruppenausstellung, die vom 26. September bis zum 6. Dezember in der Füll 12 besucht werden kann. Ein Heimspiel hat dabei der ungemein aktive, für sein „Power Painting“ bekannte Walter Bauer. In kräftig leuchtenden Ölfarben und mit einem nicht minder kräftigen Strich bannt der Nürnberger Tierportraits auf die Leinwand, nimmt sich die Müllmänner von Fürth vor ebenso wie die kleinen „Dinge von Welt“: Ein Einmachglas voller Kirschmarmelade, ein Lebkuchenherz, Streichholzschachteln.   Mit dem Berliner Hans-Joachim Bill...


01.10.2014

Glaskunst in Fürth

Seit anderthalb Dekaden macht sich in der Fürther Mathildenstraße Sibylle Seeling in ihrer Galerie für zeitgenössische Kunst stark. Der Schwerpunkt liegt auf Malerei und Skulptur, doch unternimmt die Galerie Seeling bisweilen auch Ausflüge in andere Richtungen. Vom 6. bis zum 13. November werden Arbeiten aus der Glaswerkstatt von Susan Liebold präsentiert, die sich, wie die Galeristin mitteilt, durch ihre Ausdrucksstärke und Professionalität auszeichnen.   Bei einer Künstlerin, die an der renommierten Kunsthochschule Halle auf Burg Giebichenstein studiert hat, darf das weiter nicht wundern. Liebold, 1977 in Neuhaus am Rennweg geboren, lebt und arbeitet in einem ehemaligen Glaswerk inmitten des Thüringer Waldes bei Sonneberg, das heute als Atelier, Café und Galerie genutzt wird. Die umliegende Natur, ...


01.10.2014

Sebastian Kuhns "Delay"

Die englische Vokabel „delay“ – erstmals gebraucht im 13. Jahrhundert und auf das altfranzösische „delaier“ zurückgehend, was sich wiederum aus dem Lateinischen „laxare“ (lockern, erleichtern, ausdehnen) herleiten lässt und dessen Wurzel hierzulande noch als „lax“ verbreitet ist, lässig, locker, lau, auch: schlaff – kann vielerlei bedeuten. Substantivisch gebraucht zum Beispiel „verlorene Zeit“, „Hemmnis“, „Verzug“, bei Gesetzesänderungen auch „Verschleppung“, oder schlicht „Aufschub“, „Verspätung“, „Verzögerung“.   So vielfältig in ihrer (Be-)Deutung wie der Ausstellungstitel – eben „Delay“ – so reich an Gehalt und Möglichkeiten des Betrachtens, des ...


01.10.2014

Der Sonne und dem Licht auf der Spur

Licht und Farbe, Raum und Rahmung, Flächigkeit und Tiefe: Das macht Elke Zauners jüngere Arbeiten aus, in denen sie sich, nach einer Periode der Tier- und Landschaftsmotive bis etwa 2009, dem Abstrakten zuwendet. Im Mittelpunkt steht dabei, sagt Zauner, das „Interesse an räumlichen Effekten von Licht“, wobei eine Restgegenständlichkeit von plastischen Rahmungen darin von Lichtfasern ausgehöhlt wird. Graphische Strukturen, etwa die Konstruktion linearer Perspektive, stoßen so auf die Lichteffekte von ausfransenden Farbfeldern. „Following the Sun“, noch bis zum 1. November im „White Cube“ der Bunsen Goetz Galerie zu sehen, stellt Zauner nun von dieser ihrer neuen, abstrakten Seite vor.   Nach einer Ausbildung zur Kirchenmalerin war Zauner, 1972 in Altötting geboren, Meisterschüle...


21.08.2014

KulturKaffee im Porzellanikon Selb

12.00 In einer speziellen Sonderführung am Sonntag, den 24.08.2014, um 14.30 Uhr im Porzellanikon  in Selb können die Besucher detailliertere Informationen und spannende Geschichten über das bayerische Porzellan erleben. Im Anschluss an die Führung stehen für die Besucher Kaffee und Kuchen bereit. Eine Anmeldung Im Porzellanikon Selb ist erwünscht aber nicht zwingend. Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE /* Style Definitions */ table.MsoNormalTable {mso-style-name:"No...